In der Landesliga West musste sich der ATSV Ammer Tank Sattledt bei der SPG Esternberg/St. Roman mit 1:4 geschlagen geben. Neo-Trainer Reinhard Klug sah vor allem die Anfangsphase als Knackpunkt, weil seine Mannschaft zwei große Möglichkeiten liegen ließ und danach mit dem ersten Angriff in Rückstand geriet. Dazu kam aus seiner Sicht ein Defensivverhalten, das in dieser Form nicht gereicht hat.

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Aus Sattledter Sicht fing die Partie nämlich keineswegs verkehrt an. „Wir sind relativ gut ins Spiel gekommen und haben in den ersten zehn Minuten zwei sehr gute Torchancen vorgefunden“, sagte Klug. Beide Möglichkeiten hatte Semih Gölemez, und für den Trainer war klar, dass seine Mannschaft genau dort hätte vorlegen können. „Die müssen wir grundsätzlich machen“, hielt er fest. Statt der möglichen Führung kippte das Spiel dann aber auf die andere Seite. Mit dem ersten Angriff traf Martin Splichal in der 16. Minute zum 1:0, und Klug sprach von einem Tor, das „sehr schlecht verteidigt“ gewesen sei. Als Splichal in der 31. Minute auch noch auf 2:0 stellte, nahm die SPG Esternberg/St. Roman diesen Lauf mit in die Pause.
Nach dem Seitenwechsel bot sich dem ATSV Ammer Tank Sattledt gleich wieder die Gelegenheit, ins Spiel zurückzukommen. Klug sprach von einer „Riesenchance“ auf das 2:1, die der Torwart der Hausherren stark entschärfte. Der mögliche Anschluss blieb damit aus, und genau das passte für den Sattledter Trainer ins Bild dieses Nachmittags. Nur kurz darauf erhöhte Martin Splichal in der 49. Minute auf 3:0, ehe Cosmin-Giani Mihoc in der 55. Minute das 4:0 nachlegte. „Sie haben immer zum richtigen Zeitpunkt die Tore geschossen“, sagte Klug über den Gegner. Ganz vorbei war die Partie damit zwar noch nicht, denn Dominik Balog verkürzte in der 87. Minute auf 4:1, doch mehr als dieser späte Treffer war für die Gäste nicht mehr drinnen.
Klug machte nach der Partie keinen großen Bogen um die Ursachen der Niederlage. Für ihn lagen sie zum einen in der fehlenden Konsequenz vor dem Tor und zum anderen im Verhalten gegen den Ball. „In erster Linie waren die ersten zwei Topchancen spielentscheidend“, sagte der Trainer, legte aber sofort nach: „Und natürlich das Defensivverhalten der gesamten Mannschaft.“ Gerade da fand er klare Worte. „So kann man in dieser Liga nicht verteidigen“, meinte Klug. Dazu kam aus seiner Sicht, dass seine Mannschaft in den Zweikämpfen zu wenig Zugriff hatte. Während die SPG Esternberg/St. Roman aggressiver und laufbereiter auftrat, fehlte dem ATSV Ammer Tank Sattledt über weite Strecken jene Durchsetzungsstärke, die in der Landesliga West nötig ist.
Dass die Gastgeber ihre Möglichkeiten deutlich besser nutzten, war für Klug überhaupt der Hauptunterschied zwischen beiden Mannschaften. „Esternberg wollte den Sieg, das hat man gemerkt. Sie waren aggressiver, laufbereiter und effektiver“, fasste er zusammen. Gleichzeitig hielt der Trainer fest, dass die Partie trotz der klaren Niederlage ordentlich über die Bühne ging. „Die Leistung von Schiedsrichter Knoglinger war sehr gut. Es war ein sehr faires Spiel“, sagte Klug. Für den ATSV Sattledt bleibt nach der dritten Runde damit ein Punkt auf dem Konto, während die SPG Esternberg/St. Roman nun bei vier Zählern hält. Viel Interpretationsspielraum ließ Klug in seiner Analyse nicht: Defensivarbeit, Zweikampfverhalten und die ausgelassenen Chancen am Beginn standen für ihn klar im Mittelpunkt.