In der 2. Klasse Ost setzte sich die SPG Weyer/Kleinreifling am Sonntagnachmittag mit 1:0 gegen die Union Breitenfellner Personal Sipbachzell durch und bleibt damit nach drei Runden ohne Punktverlust. In einer engen Partie fiel erst nach der Pause die Entscheidung. Co-Trainer Dragan Ivanic führte den Heimsieg vor allem auf den Zusammenhalt zurück: „Jeder für jeden. Das hat gezählt.“

Foto: Harald Dostal/fodo.media
Der Spielverlauf passte gut zu einem knappen 1:0. Zur Pause stand es 0:0, und genau dort setzte auch die Analyse von Ivanic an. Vor allem in den Zweikämpfen sah er bei seiner Mannschaft zunächst Luft nach oben. „In der ersten Halbzeit waren wir in den Zweikämpfen nicht so gut. In der zweiten Halbzeit waren wir dann viel besser in den Zweikämpfen“, sagte der Co-Trainer. Insgesamt sei es über weite Strecken „ein Hin und Her“ gewesen, mit Chancen auf beiden Seiten. Gerade deshalb wurde immer deutlicher, wie wichtig an diesem Nachmittag das erste Tor sein würde. Ivanic brachte dieses Gefühl nach dem Schlusspfiff knapp auf den Punkt: „Wer das erste Tor schießt, gewinnt.“
Als dieses erste und am Ende einzige Tor dann fiel, war es in der 68. Minute Milan Debreczeni, der Weyer/Kleinreifling den entscheidenden Vorteil verschaffte. Ivanic beschrieb die Szene sehr anschaulich und machte damit klar, warum dieser Treffer hängen blieb. „Unser Stürmer hat auf der linken Seite beim Sechzehner den Ball bekommen, einen ausgespielt, ist nach innen gezogen, Richtung Außensechzehner, hat draufgeschossen und ins rechte Kreuzeck mit einer Wucht getroffen“, sagte er. Mehr brauchte es in dieser Partie nicht. Weil beide Teams davor Möglichkeiten hatten und die Begegnung lange offen war, bekam dieser Abschluss noch mehr Gewicht. Debreczenis Tor war damit nicht nur der Führungstreffer, sondern auch die Szene, die ein enges Spiel endgültig auf die Seite der Gastgeber brachte.
Dass der Heimsieg kein Selbstläufer war, stellte Ivanic mehrfach heraus. Für ihn war Sipbachzell ein starker Gegner, der es seiner Mannschaft schwer machte. „Respekt an die Gegner, die waren sehr stark“, sagte der Co-Trainer. Vor allem das Kombinationsspiel der Gäste hob er hervor: „Sie haben sehr gut kombiniert und haben auch Chancen gehabt.“ Umso wichtiger war aus seiner Sicht, dass Weyer/Kleinreifling diesmal auch auf seinen Tormann bauen konnte. „Dank unserem Tormann Maximilian Klausberger sind wir nicht in Rückstand gegangen“, erklärte Ivanic. Gleichzeitig gefiel ihm, dass seine Mannschaft nach der Pause aggressiver auftrat und als Einheit dagegenhielt. „Sehr gut hat mir in der zweiten Halbzeit die Aggressivität gefallen. Der Zusammenhalt war auch in der ersten Halbzeit da, der Teamgeist und einfach gemeinsam gewinnen.“ Auch Diskussionen rund um den Spielleiter wollte er keine aufmachen: Es habe „keine Situationen gegeben zum Diskutieren“, die Leistung des Schiedsrichters habe „im Großen und Ganzen sehr gut gepasst“.
Für die SPG ist dieses 1:0 damit mehr als nur ein weiterer Sieg auf dem Papier. Nach drei Runden hält Weyer/Kleinreifling bei neun Punkten und bleibt in der Spitzengruppe der Liga. Gerade weil die Union Sipbachzell laut Ivanic ein „sehr schwieriges Spiel“ bot, dürfte dieser Erfolg intern einiges wert sein. Es war kein Nachmittag, an dem sich die Gastgeber früh absetzen konnten, sondern einer, an dem Geduld, bessere Zweikampfführung und ein geschlossener Auftritt gefragt waren. Genau darauf legte der Co-Trainer nach dem Schlusspfiff den Schwerpunkt. „Wir haben dagegengehalten und wir haben gewonnen. Das zählt“, sagte Ivanic. Und noch einmal kam er auf das zurück, was aus seiner Sicht den Ausschlag gegeben hat: „Der Teamgeist, der Zusammenhalt. Jeder für jeden. Das hat gezählt.“