Beim ASKÖ SV Weing Uttendorf gibt es Bewegung auf der Trainerbank: Christian Aigner hat sein Amt vor dem jüngsten Spiel niedergelegt. Sportlich steht die Mannschaft mit 29 Punkten im Mittelfeld der 2. Klasse Süd-West, im Frühjahr holte man bislang neun Zähler. Die erste Reaktion fiel positiv aus: Unter Interimstrainer Hubert Jud gelang ein 2:1-Erfolg gegen die SPG Pfaffstädt/Munderfing 1b. Die kommenden Wochen könnten nun richtungsweisend werden.
Der Rücktritt kam nicht aus einer akuten Krise heraus, sondern eher aus der eigenen Erwartungshaltung. „Christian Aigner hat sein Amt zurückgelegt“, bestätigt der sportliche Leiter Michael Schönberger und ergänzt: „Es waren nicht ganz seine Vorstellungen, wie wir im Moment dastehen.“ Offenbar hatte man sich intern mehr ausgerechnet und wollte im Aufstiegskampf ein Wörtchen mitreden.
Uttendorf liegt mit 29 Punkten auf Tabellenplatz 6, hat aber auf die vorderen Plätze schon einiges an Rückstand aufgerissen. Hinter den Uttendorfern ist alles sehr eng beieinander. „Zwischen Platz fünf und zehn ist aktuell alles möglich“, sagt Schönberger. Gleichzeitig blieb das Gefühl, dass mehr drin gewesen wäre. „Es waren ein paar blöde Niederlagen dabei. Gegen Hochburg/Ach haben wir beispielsweise ein 3:0 aus den Händen gegeben und noch 3:4 verloren“, so der sportliche Leiter. Trotzdem: „Man merkt schon, in der Mannschaft steckt richtig Potenzial.“
Die erste Antwort auf den Trainerwechsel fiel auf dem Platz. Mit Hubert Jud, bislang 1b-Trainer, übernahm eine interne Lösung – vorerst auf Zeit. „Er ist der Reservetrainer und hat seine Sache gleich beim ersten Spiel wirklich gut gemacht“, sagt Schönberger. Der Einstand gelang: Uttendorf setzte sich mit 2:1 gegen die SPG Pfaffstädt/Munderfing 1b durch. „Das war ein wichtiger Sieg. Aber die Stimmung in der Mannschaft ist ohnehin gut“, betont Schönberger, auch wenn die Leistungen bislang etwas schwankend waren. Wie es auf der Trainerposition weitergeht, ist offen. „Wir führen im Moment bereits gute Gespräche“, so Schönberger. Ob Jud länger bleibt oder eine externe Lösung kommt, wird sich in den kommenden Wochen entscheiden.
Sportlich steht Uttendorf nun vor einer spannenden Phase. Zunächst geht es nach St. Radegund. Dort will man nachlegen. „Da erwarten wir schon, dass wir den Sieg bestätigen können“, stellt Schönberger klar. Danach wartet mit den Ostermiething Juniors eine schwierige Aufgabe. „Da wartet ein richtiger Brocken“, sagt Schönberger. Vor allem die Kaderbreite des Gegners hebt er hervor: „Wenn man so viele Möglichkeiten hat, kann man das natürlich nützen und auch Kaderspieler von der ‚Ersten‘ einsetzen. Ich denke, die wollen alles versuchen, noch den direkten Aufstieg zu schaffen.“ Die Zielsetzung bleibt dennoch klar: Uttendorf will die Saison so gut wie möglich abschließen. „Wir möchten die Saison bestmöglich beenden“, betont Schönberger. Viel ist noch möglich – entscheidend wird sein, ob es gelingt, die vorhandene Qualität konstant auf den Platz zu bringen.