Beim 2. Klasse Süd-West-Starter USV St. Pantaleon geht der Blick nach einer schwierigen Saison klar nach vorne. Trainer Mijo Ravlija spricht von einer turbulenten Hinrunde, vielen knappen Ergebnissen und einer Mannschaft, die in einer heiklen Phase zusammengeblieben ist. Große Veränderungen gibt es nach dem Abstieg vorerst nicht, dafür soll der Neustart eine Liga tiefer sauber vorbereitet werden.

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Wenn Ravlija auf die vergangenen Monate zurückblickt, dann beginnt seine Einordnung nicht bei Tabellenplätzen oder nackten Zahlen, sondern bei der Verfassung der Mannschaft. Genau das war für ihn in dieser Phase der entscheidende Punkt. „Wichtig war es, nach der turbulenten Hinrunde die Mannschaft bei Laune zu halten und nicht komplett auseinanderzubrechen. Das ist uns meiner Meinung nach gut gelungen“, sagt der Trainer. Dass die Saison am Ende schwierig verlaufen ist, lässt sich auch an den jüngsten Ergebnissen ablesen, in den letzten fünf Spielen blieb St. Pantaleon ohne Punkte. Trotzdem will Ravlija die Monate nicht auf diese Serie reduzieren. Er verweist vielmehr darauf, dass sein Team oft eng dran war: „Wir haben sehr viele knappe Ergebnisse erzielt und hätten sicher den einen oder anderen Punkt mehr verdient gehabt.“ Gerade in dieser Aussage steckt der Blick des Trainers auf diese Saisonhälfte: nicht schönzureden, was nicht funktioniert hat, aber auch nicht alles nur am Endergebnis festzumachen.
Fix ist nach aktuellem Stand nur ein Abgang: Torhüter Pawel Kapusta hat den Verein verlassen. Bei möglichen Neuzugängen hält sich Ravlija noch bedeckt. „Neuzugänge möchte ich bis dato noch nicht fix bekannt geben“, sagt er und macht damit klar, dass in dieser Frage noch nichts spruchreif ist. Auch rund um Trainerstab und Vereinsumfeld bleibt vorerst alles unverändert. „Es bleibt eigentlich alles beim Alten“, betont Ravlija. Dazu kommt eine Nachricht, die für die Vorbereitung nicht unwichtig ist: Akute Verletzungssorgen gibt es derzeit keine. „Verletzte Spieler haben wir keine. Gott sei Dank kommen ein, zwei Langzeitverletzte wieder zurück, die in der Vorbereitung wieder normal einsteigen können“, erklärt der Trainer. Gerade für eine Mannschaft, die sich neu sammeln will, ist das ein Punkt, der in den nächsten Wochen Gewicht bekommen kann.
Besonders positiv spricht Ravlija über jene Spieler, die in den vergangenen Monaten erstmals regelmäßig im Herrenbereich gefordert waren. Statt Einzelne hervorzuheben, richtet er den Blick bewusst auf die junge Gruppe. „Ich würde ganz gerne die jungen Spieler von uns loben, die jetzt hauptsächlich das erste Jahr in einer Kampfmannschaft gespielt haben und sich meiner Meinung nach gut weiterentwickelt haben“, sagt er. Für den Trainer ist das ein Baustein für den Neustart, den der Verein nun anpeilt. Große Ansagen macht Ravlija dabei nicht. Die Richtung ist trotzdem klar. „Wir starten jetzt eine Stufe weiter unten noch mal neu, wollen uns noch mal sammeln und schauen, dass wir die neue Saison so gut wie möglich starten“, so der Coach. Verabschiedend aus der Liga schickt er Grüße nach Peterskirchen und zeigt sein Lob für den Meister: „Die haben sich den Aufstieg verdient. Wie sie in der Rückrunde durchmarschiert sind, das war eine sehr kompakte Mannschaft.“ Für St. Pantaleon ist der Fokus aber ein anderer. Die Vorbereitung soll die Basis dafür legen, dass aus einer schwierigen Phase wieder ein geordneter Start wird.