2. Klasse Süd-West

„Mit den vielen Verletzten war Platz sechs das Maximum“ – Rudinger zieht Bilanz bei Friedburg/Pöndorf 1b

Friedburg/Pöndorf 1b

In der 2. Klasse West hat SPG Friedburg/Pöndorf 1b die vergangenen Monate mit 33 Punkten aus 23 Spielen auf Rang sechs abgeschlossen. Für Franz Rudinger ist diese Platzierung angesichts der personellen Probleme durchaus ein ordentliches Ergebnis. Der Trainer spricht von einer Saison, die von schweren Ausfällen begleitet war und in der deshalb nach oben nur wenig Spielraum blieb.

Rote Tribünensitze

Foto: Harald Dostal/fodo.media

Schwere Ausfälle haben die Saison begleitet

Wenn Rudinger auf die zurückliegenden Monate schaut, kommt er schnell auf das Thema, das seine Mannschaft aus seiner Sicht am stärksten ausgebremst hat. „Unser größtes Problem waren natürlich die vielen Verletzten, die wir gehabt haben“, sagt er und nennt dabei nicht nur die Menge, sondern auch die Schwere der Ausfälle. Er spricht von Kreuzbandrissen, von einem Patellasehnenriss und außerdem von einer schweren Erkrankung im Team, die den ganzen Verein getroffen habe. „Das hat uns natürlich auch sehr, sehr geschockt“, sagt Rudinger. Gerade weil sich diese Probleme nicht auf eine kurze Phase beschränkt hätten, sondern sich „über die ganze Saison gezogen“ hätten, sei die SPG Friedburg/Pöndorf 1b personell immer wieder geschwächt angetreten. Auch beim Blick nach vorne bleibt die Lage offen. „Durch das, dass es schwere Verletzungen sind, kann ich absolut nicht sagen, wann die Spieler wieder fit sind“, erklärt Rudinger.

Platz sechs ordnet Rudinger nüchtern ein

Vor diesem Hintergrund bewertet der Trainer Rang sechs in der Tabelle sehr klar. Mit 33 Punkten aus 23 Spielen landete die SPG Friedburg/Pöndorf 1b im gesicherten Mittelfeld, und Rudinger sieht darin keine verpasste Chance, sondern eher das, was unter den Umständen möglich war. „Darum war auch eine bessere Platzierung als Platz sechs für uns eigentlich nicht mehr drin“, sagt er offen. Gleichzeitig will er die Leistung seiner Mannschaft deshalb nicht kleinreden. Gerade weil personell oft improvisiert werden musste, hebt er den Zusammenhalt hervor. „Im Prinzip war es eigentlich immer eine geschlossene Mannschaftsleistung“, sagt Rudinger. Einzelne Spieler will er gar nicht groß vor die Gruppe stellen, nennt mit Jonas Schön aber doch einen Namen. „Wir waren froh, dass er da gewesen ist. Jonas Schön hat im Frühling wieder in der Kampfmannschaft gespielt, das hat uns sehr geholfen“, so Rudinger. Dass die Mannschaft trotz aller Ausfälle „immer alles gegeben hat, was drin war“, ist für ihn einer der Punkte, die von dieser Saison bleiben.

Auch bei der Konkurrenz war die Rollenverteilung klar

Den Blick über die eigene Mannschaft hinaus spart Rudinger ebenfalls nicht aus. Wenn es um das stärkste Team der Liga geht, hat er eine klare Meinung. Aspach/Wildenau habe sich den Meistertitel und den Aufstieg „absolut verdient“, sagt er. Für Rudinger war der Spitzenreiter jene Mannschaft, die über die Monate am geschlossensten aufgetreten ist. „Die sind eigentlich am kompaktesten und haben das einfach durchgezogen“, lautet seine Einschätzung. Auch diese Aussage passt zu seinem Rückblick auf die SPG Friedburg/Pöndorf 1b. Denn während ganz vorne Konstanz der entscheidende Faktor war, musste seine eigene Mannschaft immer wieder mit personellen Rückschlägen umgehen. Der sechste Platz wirkt dadurch in seiner Einordnung weniger wie eine verpasste Chance, sondern vielmehr als das Resultat einer Saison, in der die vorhandenen Möglichkeiten laufend begrenzt waren.

Im Sommer endet die Spielgemeinschaft, Rudinger macht Pause

Neben der sportlichen Bilanz bringt der Sommer auch strukturelle Veränderungen. Wie Rudinger erklärt, geht die Spielgemeinschaft zwischen Friedburg und Pöndorf auseinander. Dadurch steht nach dem Wechsel in die 2. Klasse Süd-West nun ein größerer Umbruch an, den er selbst aber nur noch aus der Distanz verfolgt. Mehrere Spieler haben den Verein bereits verlassen. Was auf Friedburger Seite noch passiert, könne er nicht mehr sagen. „Da bin ich leider nicht mehr sehr involviert“, erklärt er. Auch zu möglichen Neuzugängen oder weiteren Planungen hält er sich deshalb zurück. Wie es künftig weitergeht, dazu will Rudinger keine konkreten Aussagen treffen. Für ihn selbst steht vorerst eine Pause an. „Momentan bin ich froh über die Pause“, sagt er. Ganz ausschließen will er eine Rückkehr an die Seitenlinie allerdings nicht. Wenn sich „eine interessante Geschichte“ auftue, könne man über alles reden.