Zwischen dem SV Mining/Mühlheim und dem ATSV Laab entwickelte sich ein intensives Duell, nach dem bei Roland Reis, dem Coach der Gäste, vor allem Erleichterung und Pragmatismus durchklangen. Er sprach von einem schwierigen, aber lehrreichen Nachmittag – geprägt von Ausgeglichenheit, harten Zweikämpfen und Effizienz. Seine Analyse kreiste um Ballbesitzphasen, die Wirkung eines Systemwechsels beim Gegner und die Wucht von Standards in einem Spiel der 2. Klasse Süd-West.

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„Es war relativ ausgeglichen“, ordnete Reis ein. „In den ersten zwanzig Minuten hatten wir mehr Ballbesitz, bis zur Pause dann eher der Gegner. In der zweiten Halbzeit hatte der SV Mining/Mühlheim insgesamt mehr vom Ball.“ Zur körperlichen Präsenz sagte er: „Zu Beginn gewannen wir mehr Zweikämpfe, ab der fünfundzwanzigsten Minute hatte der Gegner hier Vorteile. Insgesamt war es ein hart umkämpftes Spiel.“ Auch beim Ertrag im Strafraum sah er Parität: „Das Chancenverhältnis war auf beiden Seiten ähnlich.“
Reis ordnete den Verlauf in Phasen: „Wir waren gut eingestellt und haben in den ersten zwanzig Minuten den Fußball gespielt, den wir uns vorgenommen hatten. Dann kam der Gegner durch einen Systemtausch besser ins Spiel, es fiel das 2:2 durch Martin Fellhofer. Nach der Pause nutzten wir unsere Gelegenheiten konsequent.“
Die Schlüsselmomente passten dazu: Christian Forst stellte in der 10. Minute auf 1:0. Ömer Forsterpointner legte in Minute 19 zum 2:0 nach. Die Gastgeber meldeten sich zurück: Martin Fellhofer traf in der 27. Minute zum 2:1 und glich mit dem Pausenpfiff in der 45. Minute zum 2:2 aus. Nach dem Seitenwechsel brachte Michael Schneidinger den ATSV Laab in der 61. Minute wieder mit 3:2 in Führung, ehe Ömer Forsterpointner in der 75. Minute mit seinem zweiten Treffer zum 4:2 den Deckel draufmachte – ein Vorsprung, den Laab anschließend souverän verwaltete.
Inhaltlich setzte der Trainer die Klammer über Effizienz und Standards. „Motivierend ist, dass man auch an einem Tag ohne Topform trotzdem als Sieger vom Platz gehen kann“, sagte Reis. Besonders hob er hervor: „Wir waren heute bei Standards sehr gefährlich – wir haben drei Standardtore gemacht.“ Sein Fazit fiel nüchtern aus: Natürlich gibt es immer etwas zu verbessern; entscheidend waren Präsenz in den wichtigen Momenten, Konzentration in einem hart umkämpften Spiel und die Konsequenz, die den Unterschied machte.