Spitzenreiter Union Raiba Hochburg-Ach feierte in der 2. Klasse Süd-West beim SV Mining/Mühlheim einen 5:2-Auswärtssieg. Nach frühem Rückstand – aus Sicht von Co-Trainer Sebastian Schulz per Elfmeter – drehten die Gäste die Partie noch vor der Pause und brachten den Dreier sicher ins Ziel. „Wir sind schwer reingekommen, haben dann Charakter gezeigt“, sagte Schulz. Für die Hausherren traf Kilian Franz Scherfler doppelt, für Hochburg-Ach Adrian Michael Etmanski und Patrick Innerebner je zweimal sowie Andreas Bonauer.

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Die Anfangsphase gehörte den Hausherren: In Minute 14 stellte Kilian Franz Scherfler auf 1:0, aus Sicht von Sebastian Schulz per Elfmeter. „Wir sind schwer ins Spiel gekommen und durch einen Elfer in Rückstand geraten“, schilderte der Co-Trainer offen. Hochburg-Ach schüttelte sich kurz – und fand die richtige Antwort. Adrian Michael Etmanski glich nach rund einer halben Stunde zum 1:1 aus (32.). Danach blieben die Gäste am Drücker und drehten das Match noch vor dem Pausenpfiff. „Entscheidend war, dass wir nach dem 1:0 nicht nachgelassen haben und mit 1:3 in die Halbzeit gegangen sind“, so Schulz. Zur Pause stand es 1:3 aus Sicht von Mining/Mühlheim – Etmanski und Patrick Innerebner hatten die Partie gedreht, Hochburg-Ach war nun klar obenauf.
Nach der Pause meldeten sich die Gastgeber noch einmal zurück: Wieder war es Kilian Franz Scherfler, der in Minute 52 auf 2:3 stellte und kurz Hoffnung im Lager des SV Mining/Mühlheim aufkeimen ließ. Doch der Tabellenführer reagierte umgehend und nahm das Heft sofort wieder in die Hand. Nur zwei Minuten später traf Andreas Bonauer zum 2:4 (54.) – ein schneller Nadelstich, der den Schwung der Heimelf brach. Hochburg-Ach ließ hinten wenig zu und blieb vorne gefährlich. In der Schlussphase besorgte Patrick Innerebner mit seinem zweiten Treffer den Endstand von 2:5 (79.). „Im Endeffekt wurden alle Tore gut herausgespielt, oft über starke Einzelaktionen eingeleitet oder abgeschlossen“, betonte Schulz und hob damit sowohl die Effizienz als auch die Qualität im letzten Drittel hervor.
Im Rückblick legte Sebastian Schulz den Schwerpunkt ganz klar auf Mentalität und Anpassung. „Ich bin besonders stolz, dass wir nach dem Rückstand Charakter gezeigt haben, umgeschaltet und die Fehler abgestellt haben“, erklärte der Co-Trainer. Gleichzeitig verteilte er Respekt an den Gegner: „Wir haben gewusst, dass es auswärts in Mining immer schwer ist. Sie waren körperlich, haben Fouls gezogen, wo sie konnten, und guten Fußball gespielt – sie haben uns das Leben phasenweise schwer gemacht.“ In den letzten Minuten wurde es noch einmal unruhig: Nach der roten Karte gegen Waldemar Beitow (84.) sprach Schulz von fehlender Linie beim Referee. „Das Spiel wurde durch den Schiedsrichter leider sehr hitzig. Es gab kleinliche Entscheidungen, dann wieder gar keine – und die rote Karte am Schluss gegen uns war aus meiner Sicht strittig.“ Am Ende überwog aber die Zufriedenheit über drei Punkte und die gefestigte Spitze: Hochburg-Ach führt nach 19 Runden mit 46 Zählern voran, Mining/Mühlheim steckt mit 14 Punkten auf Rang 13 im Tabellenkeller. „Wir nehmen die Lehren mit und wollen weiter konsequent unsere Fehler abstellen“, blickte Schulz zum nächsten Auftritt voraus.