Derby in der 2. Klasse Süd-West: ASKÖ SV Weing Uttendorf ringt SPG Pfaffstätt/Munderfing 1b mit 2:1 nieder – nach 0:0 zur Pause, frühem Führungstor, Ausgleich und spätem Lucky Punch. Sportchef Christian Helmut Launer ärgert sich trotz ordentlicher Leistung über vergebene Möglichkeiten und eine strenge Kartenlinie: „Unsere Chancenauswertung war miserabel.“ Gleichzeitig lobt er die faire Stimmung und den beherzten Auftritt seiner Elf, die vor allem vor der Pause viel vom Spiel hatte und defensiv kaum etwas zuließ.

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Die erste Hälfte gehörte lange der Auswärtsmannschaft. Pfaffstätt/Munderfing 1b spielte mutig, suchte immer wieder die Flügel und kam regelmäßig in den Strafraum. „In der ersten Halbzeit hatten eigentlich nur wir Torchancen, alle fünf Minuten. Leider stand uns die Latte oder das eigene Unvermögen im Weg“, fasste Christian Helmut Launer zusammen. Auch defensiv fühlte sich seine Mannschaft stabil: „Wir haben relativ gut gespielt, vor allem über außen, und hatten hinten eigentlich immer alles unter Kontrolle.“ Kurz vor der Pause dann der Schreckmoment: „Wir bekamen einen Elfer gegen uns, den unser Torhüter gehalten hat.“ So blieb es beim 0:0 zur Halbzeit, obwohl die Gäste längst führen hätten können.
Nach Wiederbeginn drehte sich das Bild. „Der Trainer muss in der Halbzeit die richtigen Worte gefunden haben, denn Uttendorf kam sehr entschlossen aus der Kabine und war Anfang der zweiten Halbzeit die bessere Mannschaft“, sagte Launer. Der Lohn folgte prompt: Ein einstudierter Freistoßtrick brachte das 1:0, Torschütze war Safet Memisevic (48.). „Der Freistoßtrick hat gut funktioniert“, erkannte Launer an. Seine Elf schüttelte sich aber kurz und fand zurück ins Spiel – dank einer starken Einzelaktion. Tobias Harner tankte sich über weite Meter durch und glich zum 1:1 aus (56.). „Er ließ drei Leute stehen und dem Torwart keine Chance“, beschrieb Launer den sehenswerten Ausgleich, der die Partie wieder völlig offen machte.
In der Schlussphase fehlte Pfaffstätt/Munderfing 1b dann die Balance – auch, weil die Gäste in Unterzahl gerieten. „Es gab leider eine völlig unnötige Gelb-Rote Karte“, ärgerte sich Launer, der zugleich klarstellte: „Es war ein fair geführtes Spiel, aber der Schiedsrichter hat die gelben Karten nur auf einer Seite verteilt – die Gelb-Rote war ein Witz.“ Aus der Überzahl heraus bekam Uttendorf wieder Räume. „Da ist dann noch ein Konter gelaufen, den sie ins lange Eck untergebracht haben“, so Launer über das späte 2:1 durch Sanel Cajtinovic (88.). Auf die Frage nach dem einen Knackpunkt blieb er konsequent: „Nein, eigentlich nicht.“ Es war vielmehr eine Summe an verpassten Momenten.
Trotz der knappen Derby-Niederlage nahm Launer Positives mit: „Wir sind zu Chancen gekommen, haben relativ gut gespielt, vor allem über außen, und hatten hinten eigentlich immer alles unter Kontrolle.“ Die große Baustelle nannte er ohne Umschweife: „Die Chancenauswertung in der ersten Halbzeit war bei uns miserabel.“ Auch abseits des Rasens passte vieles: „Für ein Derby waren sehr viele Auswärtsfans dabei, und die Stimmung der Zuschauer war sehr fair – genauso wie auf dem Platz.“ In der 19. Runde hält Uttendorf nach dem 2:1-Heimsieg Kurs aufs Mittelfeld, Pfaffstätt/Munderfing 1b bleibt in Schlagdistanz. Für die Gäste ist klar: Am Abschluss wird gearbeitet, denn die Leistung liefert eine solide Basis für die nächsten Aufgaben.