In der 2. Klasse Süd-West unterlag Union Tarsdorf dem Tabellenführer Union Raiba Hochburg-Ach mit 0:4. Nach einem Doppelschlag vor der Pause (26. Michael Baischer, 31. Philipp Wasner) war die Richtung vorgegeben, nach dem Seitenwechsel legten Stefan Piller (52.) und Patrick Innerebner (86.) nach. Tarsdorf-Trainer Nicki Brandstätter sprach von zwei "ungeordneten Minuten" und sah bei den Gästen Qualität und Kadertiefe als klaren Unterschied.

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Der erste Durchgang begann aus Tarsdorfer Sicht ordentlich, die Gastgeber hielten gegen den Favoriten gut dagegen. "Die erste Halbzeit war relativ ausgeglichen, bis wir das 1:0 bekommen haben und zwei ungeordnete Minuten hatten. Das war der Kipppunkt des Spiels", erklärte Trainer Nicki Brandstätter. In Minute 26 traf Michael Baischer zum 0:1, nur fünf Minuten später erhöhte Philipp Wasner auf 0:2. Beim ersten Treffer war die Hintermannschaft nicht sortiert, "Hochburg hat das gut ausgenutzt", so Brandstätter. Den zweiten sah er "als eine sehr knappe Abseitsentscheidung" – aus seiner Sicht stand der Schütze im Abseits, der Pfiff blieb jedoch aus. Mit dem 0:2 zur Pause war die Aufgabe für Tarsdorf gegen den souveränen Tabellenführer richtig schwer.
In der zweiten Halbzeit bekam Tarsdorf keinen Zugriff mehr. "Wir sind nicht mehr in die Zweikämpfe gekommen und konnten zu keiner Zeit gefährliche Aktionen setzen", schilderte Brandstätter. Genau in diese Phase hinein stellte Stefan Piller in der 52. Minute auf 0:3, womit die Partie praktisch entschieden war. Hochburg-Ach, aktuell Tabellenführer, spielte die Führung souverän zu Ende und blieb geduldig. "Da hat sich die Klasse von Hochburg deutlich gezeigt, sie haben das gut ausgespielt", sagte der Tarsdorf-Coach. In der Schlussphase legte Patrick Innerebner noch das 0:4 nach (86.). Aus Sicht der Hausherren fiel die Niederlage am Ende klar aus, weil zwei schwache Minuten vor der Pause den Plan gesprengt hatten und danach die Mittel fehlten, zurückzukommen.
Nach dem Abpfiff ordnete Brandstätter die Gründe nüchtern ein. "Der entscheidende Unterschied war die individuelle Qualität und die Kadertiefe", sagte er. "Wenn eine Mannschaft drei, vier Mal wechseln kann – besonders bei heißem Wetter – ist das ein Riesenvorteil, im Gegensatz dazu, wenn man nur einmal wechseln kann." Grundsätzlich fand er anerkennende Worte für den Gegner: "Hochburg-Ach ist nicht umsonst Tabellenführer, eine spielerisch starke, kompakte Mannschaft, die ansehnlichen Fußball spielt und verdient gewonnen hat." Tarsdorf steht nach 23 Runden mit 21 Punkten auf Rang elf; für die nächsten Aufgaben wird es darum gehen, die ordentlichen Phasen aus Hälfte eins länger zu halten und sich offensiv wieder mehr zuzutrauen.