In der 2. Klasse Süd-West feierte die Union Raiffeisen Geretsberg im Heimspiel ein 2:1 gegen den Tabellenführer Union Raiba Hochburg-Ach. Nach Rückstand vor der Pause drehten die Gastgeber die Partie nach dem Wechsel durch Treffer von Lukas Andreotti - Wolfersberger und Bence Ficzere. Trainer Moritz Huber sprach von einem disziplinierten, leidenschaftlichen Auftritt – und davon, dass sein Team in den entscheidenden Momenten zupackte.

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Geretsberg setzte zu Beginn auf Kompaktheit, ließ wenig zu und musste zugleich viel Laufarbeit gegen den Ball leisten. Coach Moritz Huber brachte es nach dem Schlusspfiff auf den Punkt: „Wir waren defensiv sehr stabil und haben neunzig Prozent der Bälle gut wegverteidigt. Hochburg hatte sehr viel Ballbesitz, ist aber in der ersten Halbzeit nie richtig zwingend geworden.“ Genau in der Phase, in der vieles hielt, fiel kurz vor der Pause doch das 0:1: In Minute 44 traf Aysen Raad Abed Halata zum 0:1, der Pausenstand war mit dem folgenden Pfiff besiegelt. Geretsberg ging also mit Rückstand in die Kabine, blieb aber strukturiert und wartete nach der Pause geduldig auf seine Momente.
Der zweite Durchgang gehörte dann klar den Hausherren – auch, weil es nach Hubers Worten einen Moment gab, der in der Mannschaft etwas auslöste. „Da hat unser Team noch einmal richtig Dampf und Leidenschaft ins Spiel gepackt“, so der Geretsberg-Trainer. Mit mehr Präsenz in den Zweikämpfen und dem nötigen Mut fiel der Ausgleich: In der 71. Minute stellte Lukas Andreotti - Wolfersberger auf 1:1. Geretsberg blieb am Drücker und legte nach. Huber über das Siegtor: „Das entscheidende Tor fiel nach einem Eckball, und Bence Ficzere hat den Ball ins Tor geköpft.“ Acht Minuten nach dem Ausgleich, in Minute 79, war es so weit – 2:1, die Partie endgültig gedreht.
In seiner Analyse hob Huber mehrfach die Arbeit gegen den Ball hervor: „Wir haben heute sehr taktisch diszipliniert gespielt. Sehr defensiv zwar, aber mit richtig gutem Kampfgeist.“ Gleichzeitig nahm er das Quäntchen Glück nicht vom Tisch: „Hochburg hatte drei bis vier sehr gute Aktionen, da haben Pfosten und Latte für uns gerettet.“ Auch der Gegner bekam Anerkennung: „Hochburg-Ach ist hinten stabil gestanden und ist über Diagonalbälle immer wieder gut ins Spiel gekommen.“ Diskussionsstoff sah Huber bei einer Szene vor dem Ausgleich: „Vor dem 1:1 muss der Schiedsrichter aus meiner Sicht klar Elfmeter geben. Der Torwart hat unseren Lukas Wolfersberger mit zwei Fäusten gefoult, es war aber auch schwierig zu sehen.“ Unterm Strich zählt für Geretsberg der Dreier gegen den Ligaprimus. Mit nun 45 Punkten und Rang vier bleibt die Union oben dran – und setzt ein Ausrufezeichen im Endspurt der Runde 24.