In der 2. Klasse Süd-West lag die Union Schwand bei der Union St. Radegund komfortabel mit 2:0 voran, nahm am Ende aber nur ein 2:2 mit. Besonders bitter: Der Ausgleich fiel in der Nachspielzeit. Trainer Szabolcs Biro sprach von „Chancen für zwei, drei Spiele“ und haderte damit, dass seine Mannschaft den Vorsprung nicht über die Ziellinie brachte. Für ihn war es zugleich das letzte Spiel als Schwand-Coach – der Abschied stand bereits fest.

Image by Alexander Fox | PlaNet Fox from Pixabay
Der Verlauf passte aus Schwander Sicht zunächst perfekt: In Minute 18 stellte Patrick Weissenbacher auf 0:1, in der 31. Minute legte Peter Hangöbl das 0:2 nach. Mit dieser Zwei-Tore-Führung ging es auch in die Halbzeit, St. Radegund fand bis dahin kein Rezept. „Wir hatten Chancen für zwei, drei Spiele und haben das 2:0, das wir uns erarbeitet haben, nicht über die Ziellinie gebracht“, ärgerte sich Szabolcs Biro.
Nach der Pause blieb St. Radegund dran und verkürzte in der 75. Minute durch David Esterbauer auf 1:2. Schwand verpasste in dieser Phase den Deckel draufzumachen – genau das, was Biro monierte. Und als vieles schon nach einem Auswärtssieg aussah, schlug St. Radegund in der Nachspielzeit (90+3) zu: Giovanni Schösswendter traf zum 2:2 und sorgte für hängende Köpfe bei den Gästen.
Biro brachte die Schwachstelle klar auf den Punkt: „Der Sieg wäre heute für uns hochverdient gewesen. Doch leider haben wir die vielen Torchancen nicht genutzt.“ Aus seiner Sicht war Schwand über weite Strecken das aktivere Team. „Wir waren offensiv sehr drangvoll und bis zum ersten Gegentor haben wir hinten eigentlich alles gut verteidigt“, erklärte er. Den Gegner sah er vor allem lauernd: „St. Radegund hat auf die Chancen gewartet, die sie am Schluss genutzt haben, und sie haben auch gut verteidigt – mit dem nötigen Glück, das dazugehört.“ Was fehlte? „Sowohl in der ersten als auch in der zweiten Halbzeit hätten wir die Führung früher ausbauen müssen, dann wäre es bis zum Schluss ein ruhigeres Spiel gewesen.“ Lob gab es für die Schiedsrichterleistung: „Die Schiedsrichterleistung war sehr gut, strittige Situationen hatten wir gar keine.“
Für Szabolcs Biro war es ein besonderer Nachmittag, weil es sein letztes Spiel als Trainer der Union Schwand war. „Für das, dass das mein letztes Spiel war, war das ein Abschluss, der in Ordnung ist, wir hacken die Saison, sagte er. Die Trennung wurde vor vier Wochen beschlossen, Biro lässt seine Zukunft offen und betont, dass es zwei schöne und spannende Jahre waren, wo er viele Freunde gewonnen hat. Bei Schwand steht der Nachfolger bereits fest und soll in den kommenden Wochen präsentiert werden.
In der Tabelle schließen St. Radegund (38 Punkte) und Schwand (35) die Runde als direkte Nachbarn auf den Rängen acht und neun ab – das 2:2 passt damit sportlich ins Bild des engen Mittelfelds, fühlt sich für die Gäste nach der späten Egalisierung aber wie ein verpasster Sieg an.