Spielberichte

Union Hochburg/Ach träumt nach Last-Minute-Sieg in Neukirchen/Enknach vom Aufstieg

In der AUTO GÜNTHER Relegation 2026 trafen in der Begegnung zwischen der Union Raiffeisen Neukirchen/Enknach und der Union Raiba Hochburg/Ach der Drittletzte der 1. Klasse Süd-West und der Vizemeister der 2. Klasse Süd-West aufeinander. Nach lediglich zwei Siegen in 13 Heimspielen in der abgelaufenen Saison blieb für die Neukirchener der Befreiungsschlag auch am Donnerstagabend aus. Die Erbschwendtner-Elf musste sich durch einen Treffer in der Nachspielzeit mit 0:1 geschlagen geben und schwebt mehr denn je in akuter Abstiegsgefahr. Bei den Gästen hingegen stand vier Tage nach einem 4:0-Sieg in Pfaffstätt auch in der Stadler Metall Arena hinten die Null, weshalb die Hochburger nach dem Last-Minute-Sieg und aufgrund des Heimvorteils dem Rückspiel am Sonntag überaus optimistisch entgegenblicken können.

 

Hochburg mit optischem Übergewicht

Nach dem Anpfiff von Schiedsrichter Schlesinger bekamen rund 800 Zuschauer zunächst ein vorsichtiges Abtasten zu sehen. In der Anfangsphase waren beide Mannschaften bestrebt, Fehler zu vermeiden und hinten nichts zuzulassen. Mit zunehmender Spieldauer erarbeiteten sich die Gäste ein optisches Übergewicht. Zum einen unterbanden die Hochburger die Angriffe der Hausherren, und zum anderen tauchten die Gäste immer wieder gefährlich vor dem Neukirchener Kasten auf. Da Philipp Rosenlechner und Andreas Bonauer ausgezeichnete Chancen nicht nutzen konnten und auch die Erbschwendtner-Elf kein Mittel fand die Defensive des Vizemeisters zu knacken, ging es torlos in der Pause.

Joker sticht in Minute 91

Nach Wiederbeginn war deutlich zu erkennen, dass beide Mannschaften mit den hohen Temperaturen zu kämpfen hatten. Beide Teams agierten in Halbzeit zwei nicht wirklich zwingend, weshalb Chancen nach der Pause Mangelware waren. In einem überaus fairen Spiel - der Unparteiische musste keinen einzigen Spieler verwarnen - sah es bereits nach einem torlosen Unentschieden aus. Doch in Minute 91 hatten die mitgereisten Gäste-Fans Grund zur Freude. Nach einem feinen Steckpass von Patrick Innerebner tauchte der eingewechselte David Wengler alleine vor Torwart Hannes Priewasser auf. Der 28-Jährige bewahrte die Ruhe, schob die Kugel eiskalt ein und fixierte den 1:0-Sieg der Gäste.

Sebastian Schulz, Co-Trainer Union Hochburg/Ach:
"Ich denke, dass aufgrund der Leistung in der ersten Halbzeit der Sieg verdient war, auch wenn die Entscheidung spät gefallen ist. Im Fußball ist bekanntlich alles möglich, nach diesem Erfolg schaut es aber gut aus und freuen uns schon auf das Rückspiel am Sonntag. Wenn wir unser Spiel auf den Platz bringen, stehen die Chancen gut, den entscheidenden Schritt setzen zu können".