In der 2. Klasse Süd-West ist die Union Neukirchen/Enknach mit einem 4:1-Auswärtssieg gegen die SPG Pfaffstätt/Munderfing 1b in die Saison gestartet. Für Sektionsleiter Manuel Stadler war vor allem der Beginn ein entscheidender Punkt, weil der Absteiger von Anfang an Druck machte, nach dem Ausgleich sofort wieder antwortete und sich damit die Partie auf seine Seite zog. Trotz des klaren Ergebnisses sah er aber auch schon zum Auftakt noch Luft nach oben.

Foto von Pedram Raz auf Unsplash
Aus Sicht der Gäste begann die Partie genau so, wie man es sich für einen Saisonstart wünscht. Manuel Stadler sagte im Gespräch sehr deutlich: „Wir haben gleich einmal Vollgas gegeben, weil wir gesagt haben, wir müssen gut in die Saison hineinstarten.“ Dieses Selbstverständnis war für ihn auch auf dem Platz zu sehen. Die ersten zwanzig Minuten beschrieb er als klare Phase für Union Neukirchen/Enknach, die seiner Einschätzung nach „schon drückend überlegen“ war. In dieser Spielanlage lag dann auch der Weg zur Führung. Kevin Aigner erzielte in der 26. Minute das 0:1, und Stadler hob hervor, wie wichtig dieses Tor für den weiteren Verlauf war. Das 1:1 durch Simon Ibertsberger in der 33. Minute brachte die SPG Pfaffstätt/Munderfing 1b zwar zurück ins Spiel, doch genau diese Phase gefiel Stadler im Nachhinein besonders, weil seine Mannschaft nicht nachließ. „Das Gute war, dass wir gleich wieder zugeschlagen haben“, sagte er. Noch vor der Pause stellte Nikola Stanisavljevic in der 36. Minute auf 1:2 und brachte die Gäste damit wieder in Führung.
Mit dem 1:2 zur Halbzeit hatte Union Neukirchen/Enknach die passende Antwort auf den zwischenzeitlichen Rückschlag schon gegeben, und nach dem Seitenwechsel zog die Mannschaft die Partie dann endgültig auf ihre Seite. Nikola Stanisavljevic traf in der 50. Minute zum 1:3 und legte in der 63. Minute noch das 1:4 nach. Damit war aus dem engen Zwischenstand ein klarer Auswärtssieg geworden. Stadler erklärte den Auftritt seiner Mannschaft vor allem über die Arbeit gegen den Ball und über das Umschalten. „Das ganze Umschaltspiel war eigentlich sehr gut. Wir haben sehr gut gegen den Ball gearbeitet und sind bewusst sehr kompakt aufgetreten“, sagte der Sektionsleiter. Dass die Gäste in der zweiten Hälfte nachlegen konnten, passte genau zu dieser Beschreibung. Union Neukirchen/Enknach blieb in den entscheidenden Phasen stabil und nutzte die Chancen konsequent. Auch die letzten beiden Tore ordnete Stadler positiv ein: „Das 3:1 und 4:1 waren eigentlich gut kombiniert.“
So klar das Ergebnis am Ende auch ausfiel, Stadler machte nach dem Schlusspfiff keinen Hehl daraus, dass er in einigen Punkten noch Entwicklung sieht. Gerade deshalb wirkte seine Einordnung glaubwürdig, weil sie nicht beim 4:1 stehen blieb. „Luft nach oben ist natürlich, dass wir das Ganze über neunzig Minuten so spielen. Der Kampf war heute sicher da, aber wir müssen über neunzig Minuten mit dem Ball ruhiger bleiben und dürfen nicht hektisch werden“, sagte er. Diese Aussage erklärt auch gut, warum er den Auftritt trotz vier erzielter Treffer nicht einfach nur als rundum perfekt abhakt. Es ging ihm weniger um einzelne Szenen als um die Konstanz im eigenen Spiel. Gleichzeitig fiel sein Urteil über den Gegner respektvoll aus. Die SPG Pfaffstätt/Munderfing 1b sei „im Umschaltspiel relativ kompakt“ gewesen, außerdem betonte Stadler: „Pfaffstätt ist eine super Mannschaft.“ Damit machte er klar, dass dieser Auftaktsieg aus seiner Sicht durchaus Gewicht hat.
Für die Union Neukirchen/Enknach steht damit nach der ersten Runde ein überzeugender Start in der Tabelle und ein Spiel, aus dem sich einiges mitnehmen lässt. Das 4:1 bei der SPG Pfaffstätt/Munderfing 1b war nicht nur wegen des Ergebnisses gelungen, sondern auch wegen der Art, wie die Gäste nach dem 1:1 reagierten und die Begegnung wieder an sich rissen. Genau diesen Punkt stellte Stadler in den Mittelpunkt seiner Analyse. Der frühe Druck, die gute Arbeit gegen den Ball und die schnelle Antwort auf schwierige Momente haben seiner Mannschaft den Weg geöffnet. Gleichzeitig ließ er keinen Zweifel daran, dass die Union den Sieg als Schritt nach vorne versteht, aber nicht als fertige Vorstellung. Die Richtung stimmt zum Auftakt, und genau darauf wird man im Lager der Gäste nun aufbauen wollen.