In der 2. Klasse Süd-West ist der USV St. Pantaleon zum Auftakt mit einer 1:4-Niederlage beim SV LITZ Mauerkirchen gestartet, obwohl Trainer Mijo Ravlija seine Mannschaft zunächst gut im Spiel gesehen hatte. "Wenn man die Tore selber nicht macht, dann bekommt man sie", sagte der Coach nach dem Schlusspfiff und lieferte damit die einfache Erklärung für einen Sonntagnachmittag, an dem vor allem die Effizienz den Unterschied machte.

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Mijo Ravlija hatte den Absteiger zunächst ordentlich in der Partie gesehen. "Wir sind gut reingestartet", sagte der Trainer, und genau darin lag aus seiner Sicht auch der große Knackpunkt dieses Spiels. Nach seiner Einschätzung hätte der USV St. Pantaleon die Begegnung in der Anfangsphase auf seine Seite ziehen müssen. "In den ersten fünfzehn Minuten müssen wir 2:0 oder 3:0 in Führung gehen", erklärte Ravlija. Stattdessen kippte das Spiel mit dem ersten Treffer. In der 19. Minute brachte Lukas Markus Köhl den SV LITZ Mauerkirchen mit 1:0 in Führung. Bis zur Pause blieb es bei diesem 1:0, obwohl der USV St. Pantaleon laut seinem Trainer nicht weit weg von einer anderen Spielentwicklung war.
Auch nach dem Seitenwechsel hatte Ravlija nicht sofort das Gefühl, dass die Partie bereits entschieden wäre. Im Gegenteil: Aus seiner Sicht kam der USV St. Pantaleon noch einmal ordentlich aus der Kabine und arbeitete sich wieder in eine Phase, in der der Ausgleich möglich schien. "Danach waren wir wieder am Drücker und dem 1:1 näher", schilderte der Trainer. Gerade deshalb wog das zweite Gegentor besonders schwer. Wieder sprach Ravlija von einem Treffer nach einem Konter, offiziell stellte Lukas Markus Köhl in der 56. Minute auf 2:0 für den SV LITZ Mauerkirchen. Danach lief die Partie endgültig in eine klare Richtung. Simon Gillhuber erhöhte in der 63. Minute auf 3:0, Ali Reza Javanshir legte in der 79. Minute das 4:0 nach. Das 4:1 durch Tobias Fuchs in der 85. Minute war aus Sicht des USV St. Pantaleon nur noch Ergebniskosmetik.
In seiner Analyse blieb Ravlija deutlich und sprach nicht nur über ausgelassene Chancen, sondern auch über die Reaktion seiner Mannschaft auf den Rückstand. "Der Wille, ganz klar der Wille beziehungsweise der Glaube an das Zurückkommen, hat gefehlt", sagte der Trainer offen. Vor allem das Verhalten nach dem 1:0 war für ihn ein entscheidender Punkt. "Nach dem 1:0 hängen bei uns die Köpfe", erklärte Ravlija und machte damit klar, dass ihn weniger der Rückstand an sich störte als die Wirkung dieses Moments auf den weiteren Auftritt des USV St. Pantaleon. Gerade weil der Beginn seiner Mannschaft aus seiner Sicht gut gewesen war, fiel dieses Nachlassen umso mehr ins Gewicht. Wer seine Möglichkeiten in so einer Phase nicht nutzt und danach den Glauben verliert, macht sich das Spiel selbst unnötig schwer.
Neben der eigenen fehlenden Konsequenz hob Ravlija auch die Stärken des Gegners hervor. Der Trainer bescheinigte dem SV Mauerkirchen ein gutes Umschaltspiel und verwies dabei besonders auf die schnellen Spieler auf den Flügeln. "Sie haben ein gutes Umschaltspiel gehabt und waren einfach effizienter", sagte Ravlija. Genau das spiegelte sich im Ergebnis wider, denn Mauerkirchen machte aus seinen Möglichkeiten vier Treffer, während der USV St. Pantaleon aus einer vielversprechenden Anfangsphase nichts Zählbares mitnahm. Auf mögliche positive Punkte wollte Ravlija direkt nach dem Spiel nicht eingehen. Diskussionen über den Unparteiischen gab es für ihn dagegen keine. "Schiedsrichter Haxhija hat seine Sache ganz ordentlich gemacht, es gab nichts einzuwenden", sagte der Trainer. Nach diesem misslungenen Auftakt in Runde eins ist damit vor allem eines klar: Der USV muss gute Phasen künftig auch mit Toren belohnen.