In der 2. Klasse Süd-West haben die SV Lugstein Cabs Friedburg Juniors bei der Sportunion Raiffeisen St. Peter/Hart mit 5:2 gewonnen und vor allem nach dem 2:2 eine starke Antwort geliefert. Neo-Trainer Nicola Rago sprach nach dem Auswärtssieg von einem intensiven Spiel gegen einen guten Gegner, sah im eigenen Auftritt nicht alles rund laufen, lobte aber die Wirkung der Umschaltmomente und die Reaktion seiner Mannschaft in der entscheidenden Phase.

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Nicola Rago machte nach dem Schlusspfiff keinen Hehl daraus, dass die Partie für seine Mannschaft lange alles andere als einfach war. "Aus Trainersicht war es heute ein sehr interessantes und intensives Spiel gegen einen sehr guten Gegner", sagte der Trainer der SV Lugstein Cabs Friedburg Juniors. Vor allem die Qualität der Gastgeber in der Offensive und in den Umschaltphasen fiel ihm auf. Dazu kamen aus seiner Sicht eigene Probleme im Stellungsspiel. "Der Gegner konnte das Mittelfeld phasenweise dominieren und wir haben uns dadurch zu sehr an den Gegner angepasst", erklärte Rago. Trotzdem nahmen die Gäste eine Führung mit in die Pause. Sebastian Berner brachte die SV Lugstein Cabs Friedburg Juniors schon in der 8. Minute mit 1:0 in Front, Dominik Schachinger glich für die Sportunion Raiffeisen St. Peter am Hart in der 21. Minute aus, ehe Sebastian Matejka kurz vor der Pause in der 41. Minute das 1:2 erzielte. Genau darin sah Rago eine wichtige Qualität seiner Mannschaft. "Wir haben unsere Stärken in den Umschaltmomenten genutzt und mit schnellen Kontern sowie konsequentem Spiel in die Tiefe zwei Tore erzielt", sagte er über jene Phase, in der sein Team aus den richtigen Situationen Kapital schlug.
Zur Pause war die Partie also offen, und Rago wollte nach dem Seitenwechsel sofort noch einmal etwas verändern. "Wir wollten in der zweiten Halbzeit noch mehr und haben deshalb sofort drei neue Spieler gebracht", berichtete er. Allerdings brauchte seine Mannschaft etwas Zeit, um die richtigen Abläufe wiederzufinden. In genau dieser Phase fiel in der 50. Minute das 2:2 durch Andreas Auer. Für die Gäste war das zwar ein Rückschlag, aber eben nicht der Moment, in dem ihnen die Partie entglitt. "Nach dem 2:2 haben wir die richtige Antwort gegeben", sagte Rago, der vor allem in der zweiten Halbzeit bessere Umschaltmomente seiner Mannschaft sah. In der 72. Minute brachte Nico Feneberg die SV Lugstein Cabs Friedburg Juniors wieder in Führung. Der Trainer beschrieb das 2:3 als Folge eines starken Seitenwechsels und eines tiefen Laufs in den Strafraum. Als Felix Zarfl in der 79. Minute auf 2:4 stellte, war der Knackpunkt aus seiner Sicht erreicht. "Nach dem dritten Tor beziehungsweise nach dem vierten Tor hatten wir das Gefühl, dass wir das Spiel in der Hand haben", meinte Rago. Den Schlusspunkt setzte Bence Armin Fonai in der 88. Minute zum 2:5.
Dass seine Mannschaft fünf Tore erzielt und auswärts klar gewonnen hat, nahm Rago natürlich gerne mit. Trotzdem fiel seine Einordnung bewusst ausgewogen aus. "Am Ende bleibt aus Trainersicht das Glas halb voll", sagte er. Einerseits haben die SV Friedburg Juniors wichtige drei Punkte geholt und "über weite Strecken gezeigt, welche Qualität in der Mannschaft steckt". Andererseits sprach er auch offen an, was noch nicht passt. "Das Spiel soll flüssiger werden. Wir sind stark mit Ball am Boden und haben gute Abläufe, die wir leider noch nicht automatisiert haben", erklärte der neue Trainer. Als größte Stärke nannte er dabei nicht einzelne Spieler, sondern das Gesamtbild seiner Mannschaft: "Die Stärke der Mannschaft ist das gesamte Kollektiv beziehungsweise die Kräfte, die wir von der Bank nach und nach ins Spiel bringen." Auch den Gegner ordnete er klar ein und beschrieb die Sportunion St. Peter/Hart als aggressive Mannschaft, die jeden Umschaltmoment sucht und dadurch immer wieder gefährlich wird. Auch die Schiedsrichterleistung wollte er nicht groß thematisieren, weil für ihn feststand, dass Referee Pumberger "eine gute Leistung gebracht hat". Für die kommenden Wochen wünscht sich Rago, dass seine Mannschaft nach vorne noch intensiver wird, hinten gefährliche Szenen früher erkennt und Pressingmomente besser löst. Sein Ausblick passte zum Tenor des Tages: Er freue sich schon auf das nächste Spiel, wolle weitere junge Spieler einbauen und die Entwicklung jedes Einzelnen weiter vorantreiben.