In der 2. Klasse Süd-West hat sich die Union Raiffeisen Geretsberg am Samstagnachmittag einen knappen 1:0-Erfolg gegen die Union St. Radegund erarbeitet. Nach einem offenen Spiel mit torloser erster Hälfte entschied Michael Russinger die Partie kurz nach der Pause. Trainer Moritz Huber sprach danach von einem glücklichen Sieg, den seine Mannschaft vor allem mit Leidenschaft, Intensität, Kampf und Willen über die Zeit brachte.

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Geretsberg kam laut Trainer Moritz Huber ordentlich in die Partie. "Wir sind in den ersten zehn, fünfzehn Minuten gut ins Spiel gekommen", sagte er nach dem Schlusspfiff und verwies darauf, dass seine Elf in dieser Phase auch "ein, zwei Halbchancen" vorfand. Lange war es danach aber kein Spiel, in dem die Gastgeber alles im Griff hatten. Huber schilderte, dass St. Radegund Schritt für Schritt besser hineinfand. Obwohl Geretsberg über Strecken mehr Spielanteile hatte, setzten die Gäste immer wieder gute Akzente nach vorne. Dass es zur Pause 0:0 stand, passte daher zu einem Verlauf, in dem keine Mannschaft klar davonzog und beide Seiten ihre Momente hatten.
Entschieden wurde die Partie dann früh im zweiten Durchgang. In der 54. Minute brachte Michael Russinger Geretsberg mit 1:0 in Führung und sorgte damit für das einzige Tor des Nachmittags. Huber beschrieb die Szene sehr klar: "Der Ball ist rechts raus auf Lukas Wolfersberger gegangen. Er hat in den Sechzehner geflankt, und am zweiten Pfosten hat Michael Russinger gewartet und eingeköpft." Mehr brauchte es an diesem Tag nicht. Weil die Gastgeber diesen Angriff sauber zu Ende spielten und danach an ihrer Linie festhielten, blieb dieser Treffer bis zum Ende der Unterschied zwischen beiden Mannschaften. Aus einem Spiel, das davor lange offen gewesen war, wurde damit ein Heimspiel, in dem Geretsberg plötzlich etwas zu verteidigen hatte.
Dass die Führung tatsächlich hielt, hatte für den Geretsberg-Coach einen ganz bestimmten Grund. Rund zehn bis fünfzehn Minuten vor Schluss kam St. Radegund laut Huber "sehr stark über die linke Seite", der Abschluss war gut, doch Florian Sinzinger hielt seine Mannschaft im Spiel. "Unser Torwart Florian Sinzinger hat den Ball aus dem Dreieck gefischt", sagte Huber über jene Szene, die für ihn einer der entscheidenden Momente war. Gerade weil die Gäste auch personell Qualität mitbrachten, bekam diese Parade zusätzlich Gewicht. Huber sprach von einer "sehr guten Mannschaft" mit "sehr guten Einzelspielern" und hob vor allem Philipp Schnaitl hervor, der über die linke Seite offensiv "eine brutale Geschwindigkeit" mitbringe. Umso mehr wusste Geretsberg, dass diese eine Rettungstat am Ende sehr viel wert war.
So fiel das Urteil des Trainers trotz des Heimsiegs durchaus nüchtern aus. "Ich denke, dass man zum Schluss auch sagen kann, dass es ein glücklicher Sieg war", meinte Huber. Für ihn lag der Unterschied darin, "dass wir das Tor gemacht haben und mit Kampf und Willen der glückliche Sieger waren". Gleichzeitig gefiel ihm, worauf sich seine Mannschaft stützen konnte. "Sehr gut waren heute unsere Leidenschaft, die Intensität gegen den Ball, der Kampf und der Wille", sagte der Coach. Genau auf diese Basis will seine Elf aufbauen, auch wenn Huber gleich den nächsten Auftrag mitlieferte. "Wir müssen hinten raus noch klarer und einfacher Fußball spielen und nicht zu viele hohe Bälle haben", forderte er. Auch die Leistung von Schiedsrichter Billinger ordnete er sachlich ein. Viel Strittiges habe es nicht gegeben, bei einer Szene sei seine Mannschaft mit Gelb "gut bedient" gewesen.