Spielberichte

Josip Lucic (Trainer ASKÖ Raiffeisen Gosau): "Ein verdienter Sieg trotz zu vieler Abwehrfehler"

ASKÖ Raika Gosau
SV Zell/Pettenfirst

In der 2. Klasse Süd erlebten die Zuschauer ein wildes Torfestival: Der ASKÖ Raiffeisen Gosau rang den SV Grün-Weiß Zell am Pettenfirst mit 5:4 nieder, nach 2:2 zur Pause. Gosau führte früh 2:0, ließ den Ausgleich zu und legte nach dem Wechsel immer wieder nach. Trainer Josip Lucic sprach von einem verdienten Sieg, sah aber zu viele Abwehrfehler auf beiden Seiten. Miroslav Grom und Doppelpacker Bernard Majic machten am Ende den Unterschied.

Mehrere Spieler auf dem Platz - ein Betreuer trägt eine Eisbox

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Gosau startet stark, Zell gleicht noch vor der Pause aus

Gosau erwischte den perfekten Start und legte den Grundstein für das Torfeuerwerk schon in der Anfangsphase. In Minute 8 stellte Miroslav Grom auf 1:0, in der 20. Minute erhöhte Bernard Majic auf 2:0. Bis dahin passte vieles beim Heimteam, was auch Josip Lucic so sah: "Vom Anpfiff weg hatten wir die Kontrolle über das ganze Spiel. Wir kamen sehr gut hinein und waren schnell mit zwei Toren vorne." Dann aber kippte die Partie kurz, weil Zell am Pettenfirst zwei Fehler eiskalt nutzte: Valentin Brand traf in der 39. Minute zum 2:1, Tomislav Trupina legte nur zwei Minuten später den Ausgleich nach. "Dann schlichen sich bei uns Abwehrfehler ein, die uns leider zwei Gegentreffer kosteten", ärgerte sich Lucic über das 2:2 zur Halbzeit.

Nach der Pause legt Gosau nach – Grom und Majic im Fokus

Direkt nach Wiederbeginn übernahm Gosau wieder das Kommando und legte erneut vor. Miroslav Grom traf in der 50. Minute zum 3:2, Markus Egger baute den Vorsprung in Minute 64 auf 4:2 aus. Zwar brachte Alexander Reisenberger die Gäste in der 75. Minute wieder heran, doch Bernard Majic stellte in der 88. Minute das 5:3 her, ehe Florian Wenninger postwendend zum 5:4-Endstand traf. Lucic ordnete den wilden zweiten Akt so ein: "Einen Schlüsselmoment gab es nicht. Es ging immer hin und her, mit Anschlusstreffern, Ausgleichen und wieder Führungen – turbulent für die Zuschauer, für mich als Trainer aber zu viele defensive Fehler." Warum es trotzdem reichte, erklärte er ebenso deutlich: "Die entscheidenden Tore fielen nach der Pause, weil wir immer wieder nachgelegt und die Konter gut ausgespielt haben. Miroslav Grom hat sie verwertet, dazu kam ein Freistoßtor von Berni und am Ende noch sein zweiter Treffer." Sein Fazit fiel entsprechend aus: "Am Ende war es trotzdem ein verdienter Sieg, die größeren Chancen waren bei uns."

Lob für Moral, Respekt für Zell – und Ärger über Abseits-Szenen

Bei allem Spektakel rückte Lucic die Basics in den Mittelpunkt: "Ich möchte die Einstellung und Moral der Mannschaft besonders loben. Wir haben in sieben Tagen drei Spiele absolviert, viel rotiert, viele Junge gebracht – und trotzdem gewinnen wir weiter, auch wenn wir Tore kassieren. Damit bin ich zufrieden." Auch dem Gegner zollte er Anerkennung: "Zell hat keine schlechte Leistung gebracht, ist immer wieder aufopferungsvoll zurückgekommen und hat nie aufgegeben." Diskutiert wurde aus Gosauer Sicht dennoch: "In der ersten Halbzeit gab es zwei, drei Szenen beim Linienrichter auf der Gegenseite, wo aus unserer Sicht Abseits übersehen wurde. Da waren ein bis zwei Tore für mich im Abseits. Das ist ärgerlich." Unabhängig davon blieb es ein offener Schlagabtausch, bei dem beide Seiten trafen – am Ende aber die Heimelf das eine Tor mehr erzielte.

Ausblick: Testen für morgen, Punkte für heute

Der Sieg passt ins aktuelle Bild der Gosauer, die in den letzten sieben Partien ungeschlagen blieben – sechs Siege und ein Remis, wie Lucic hervorhob. In der Tabelle hält Gosau nach 22 Runden bei 35 Punkten auf Rang fünf, Zell/Pettenfirst liegt mit 20 Zählern auf Platz zwölf. Lucic denkt bereits weiter: "Wir sind jetzt so weit, dass wir den Fokus auf die nächste Saison legen. Die letzten vier Spieltage wollen wir nützen, um etwas auszuprobieren, Positionen zu wechseln und dann sehr optimistisch in die neue Saison zu starten."

Die Marschroute ist klar: weiter punkten, Vertrauen sammeln – und gleichzeitig die Weichen für das kommende Jahr stellen.

2. Klasse Süd: Gosau : Zell am Pett. - 5:4 (2:2)

  • 89
    Florian Wenninger 5:4
  • 88
    Bernard Majic 5:3
  • 75
    Alexander Reisenberger 4:3
  • 64
    Markus Egger 4:2
  • 50
    Miroslav Grom 3:2
  • 41
    Tomislav Trupina 2:2
  • 39
    Valentin Brand 2:1
  • 20
    Bernard Majic 2:0
  • 8
    Miroslav Grom 1:0