Im Duell der 1b-Teams der 2. Klasse Süd setzte sich die Union Gschwandt 1b beim SV Bad Ischl 1b mit 2:1 durch. Ein unglückliches Eigentor von Andreas Scheibenpflug brachte die Gäste zunächst in Rückstand, Christoph Berger glich kurz vor der Pause aus. In der Nachspielzeit entschied Lenny Holzinger die über weite Strecken ausgeglichene Partie. Co-Trainer Bernhard Panzirsch sprach von zwei jungen, engagierten Teams – und sah den unbedingten Willen seiner Truppe als Schlüssel zum Auswärtssieg.

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Union Gschwandt 1b brauchte in Bad Ischl zunächst Nerven. In Minute 39 lenkte Andreas Scheibenpflug den Ball unglücklich ins eigene Tor – 0:1 aus Sicht der Gäste. Die Antwort kam genau im richtigen Moment: Christoph Berger traf in der Nachspielzeit der ersten Hälfte (45+2) zum 1:1, sodass es mit einem offenen Spiel in die Kabinen ging. Auch nach dem Seitenwechsel blieb es eng, keiner der beiden Kontrahenten konnte sich dauerhaft absetzen. „Es war eine ausgeglichene Partie“, hielt Co-Trainer Bernhard Panzirsch fest und ergänzte auf die Frage nach einem Momentum: „Eigentlich gar nicht, weil es wirklich eine ausgeglichene Partie war. Beide Mannschaften waren sehr jung, sehr engagiert.“ Als vieles schon auf ein Remis hindeutete, stach Gschwandt doch noch zu: In Minute 90+3 besorgte Lenny Holzinger den umjubelten 2:1-Siegtreffer.
Wie knapp es war, zeigen auch die Momente, die Bad Ischl ungenutzt ließ. „Wir haben ein, zwei Hundertprozentige gehabt. Bad Ischl hat einen Elfer verschossen, hat in den letzten Minuten auf die Querlatte geschossen“, schilderte Panzirsch. Genau in dieser Phase bewahrte Gschwandt kühlen Kopf – und lauerte auf die eine Umschaltaktion. „Dann haben wir durch einen Konter das 2:1 gemacht“, fasste der Co-Trainer zusammen. Dass der entscheidende Treffer erst in der dritten Minute der Nachspielzeit fiel, passt zu diesem Spiel, in dem Kleinigkeiten entschieden. Gschwandt blieb dran, überstand die heiklen Momente und nutzte seine späte Chance eiskalt. Für die Gäste zahlte sich die Geduld aus, für Bad Ischl blieb nach vergebenem Strafstoß und Aluminiumtreffer nur der bittere Beigeschmack, ohne Punkt dazustehen.
In seiner Analyse blieb Bernhard Panzirsch konsequent bei einem Kernpunkt. „Der Wille zu gewinnen. Das war das Entscheidende“, sagte er über die Stärke seiner Mannschaft an diesem Abend. Gleichzeitig stellte er dem Gegner ein sehr gutes Zeugnis aus: „Der Gegner war sehr, sehr gut. Ganz, ganz junge Mannschaft, sehr kampfstark, laufstark. Super Mannschaft.“ Trotz des Dreiers wollte der Co-Trainer keine rosa Brille aufsetzen. „In jeder Hinsicht: hinten, vorne, Mitte – überall“, sieht er weiter Luft nach oben. So klar und offen wie seine sportliche Bewertung war auch sein Umgang mit heiklen Themen. Auf Nachfrage zur Leitung des Unparteiischen blieb Panzirsch bewusst zurückhaltend: „Zur Schiedsrichterleistung möchte ich heute nichts sagen.“
Der Dreier in Bad Ischl soll mehr sein als nur eine Momentaufnahme. „Der Sieg für die nächsten Runden war super. Für die Moral war das eine super Sache“, betonte Panzirsch. Tatsächlich fühlt sich ein Auswärtssieg in Minute 90+3 anders an als ein routiniertes 2:0, gerade für eine junge Mannschaft, die in dieser Saison immer wieder enge Spiele erlebt. In der Tabelle steht Gschwandt 1b nach Runde 23 bei 27 Punkten, Bad Ischl 1b hält bei 24. Das ist kein Grund, irgendetwas zu verklären – eher ein Ansporn, die angesprochenen Baustellen anzugehen. Aus dem schwierigen Start mit dem Eigentor machte die Union am Ende die passende Antwort. Und weil der Co-Trainer den Willen zu gewinnen als Kompass vorgibt, ist auch klar, woran in der kommenden Woche gearbeitet wird: dranbleiben, gierig bleiben, die Chancen noch entschlossener ausspielen.