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"Es war mit Abstand unsere beste Leistung in dieser Saison"! - die Stimmen nach dem fulminanten 6:1 Heimsieg der SPG FC Illumina Andorf/Sigharting gegen SK-Kammer

Den Auftakt der 27. Runde der Landesliga West bildete das Duell zwischen der SPG FC Illumina Andorf/Sigharting und dem SK-Kammer. Die Gäste rund um Übungsleiter Schobesberger konnten nach zuletzt drei Niederlagen in Serie am vergangenen Spieltag wieder voll anschreiben und somit für positive Schlagzeilen sorgen. Diesen Schwung wollte man zweifelsohne auch in die heutige Begegnung mitnehmen, um dem Zweitplatzierten im Klassement bestmöglich Paroli zu bieten und im Idealfall etwas Zählbares mitzunehmen. Doch auch das Heimteam war gewillt, seine starke Form zu bestätigen und die beeindruckende Heimserie weiter auszubauen. Während Kammer im ersten Spielabschnitt den eigenen Kasten noch sauber halten konnte und mit einem torlosen Zwischenstand in die Kabinen ging, zeigte sich nach dem Seitenwechsel ein völlig anderes Bild: Andorf schaltete mehrere Gänge hoch und nutzte die sich bietenden Räume konsequent aus. Schlussendlich musste der Underdog eine deutliche 6:1-Niederlage hinnehmen, womit die Gastgeber ihre Favoritenrolle eindrucksvoll untermauerten. Ligaportal holte nach Schlusspfiff Stimmen aus beiden Lagern ein. 

Edin Ibrahimovic (Trainer, SPG FC Illumina Andorf/Sigharting): 

„Man kann es eigentlich kaum besser spielen. Auch wenn wir in der ersten Hälfte noch kein Tor erzielt haben, haben wir uns bereits zahlreiche hochkarätige Chancen erarbeitet und die Partie unglaublich dominant gestaltet. Es war mit Abstand unsere beste Leistung in dieser Saison. In den ersten 45 Minuten hat uns gefühlt nur das Tor gefehlt – und wenn man einmal trifft, kann das oft wie ein Dosenöffner wirken und vieles läuft danach von selbst. Der Gegner agierte mit einer Fünferkette, wodurch es nicht einfach war, die passenden Räume zu finden. Trotzdem haben wir das hervorragend gelöst und ich bin mit unserer Spielweise total zufrieden – vor allem mit unserer Dominanz am Ball und der Art und Weise, wie wir uns die Tore herausgespielt haben. Das war schon Fußball auf sehr hohem Niveau. Dazu kamen noch echte Traumtore – insbesondere eines von Klamminger, das aus meiner Sicht durchaus Kandidat für das Tor des Jahres sein könnte. In der Pause haben wir uns vorgenommen, das Tempo in der zweiten Hälfte zumindest beizubehalten beziehungsweise noch zu erhöhen – und die Jungs haben das wirklich eins zu eins perfekt umgesetzt.“ 

Markus Schneidhofer (Sportlicher Leiter, SK-Kammer): 

„Die erste Hälfte war aus unserer Sicht noch halbwegs in Ordnung. Im zweiten Abschnitt haben wir dann allerdings komplett den Faden verloren und in kurzer Zeit praktisch im Minutentakt Gegentore kassiert. Wir sind aus der Kabine gekommen und hatten in allen Bereichen Probleme mit der Zuordnung. Wir haben den Kontrahenten zu viel spielen lassen – und das Ergebnis zeigt, was passiert, wenn man Andorf zu viele Räume gibt und sie in Spiellaune kommen. In der ersten Hälfte konnten wir sie noch einigermaßen verteidigen und in Schach halten, obwohl sie auch da bereits zwei- bis dreimal gefährlich vor unserem Tor aufgetaucht sind. Wir haben Fehler gemacht, die ein Gegner wie Andorf sofort bestraft und konsequent zu seinen Gunsten nutzt. Wenn man dann Tor um Tor kassiert, schwindet irgendwann auch der Glaube daran, noch etwas Zählbares mitnehmen zu können. Es ist jetzt kein Beinbruch, aber sechs Gegentore tun natürlich enorm weh. Gegen einen Gegner dieser Qualität kann man verlieren – aber nicht in dieser Höhe.“ 

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