In der 2. Klasse Süd setzte sich der SV Grün-Weiß Zell am Pettenfirst bei SV Bad Ischl 1b mit 3:2 durch. Die Gäste drehten ein chancenarmes Spiel nach 0:1-Pausenrückstand mit einem starken Auftritt nach der Pause und zwei späten Treffern. Sportlicher Leiter Jakob Kaltenbrunner sprach von einem verdienten Sieg, weil seine Mannschaft zusammenstand und am Ende die Chancen nutzte. Für Zell trafen Simon Lechner, Tinotenda Darrel Bindu und Valentin Brand, bei Ischl netzte Lucas Gil Cardoso Moreira doppelt.

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Die ersten 45 Minuten gehörten einer Partie, in der beide Seiten wenig zuließen. Bad Ischl 1b nutzte eine seiner wenigen Gelegenheiten konsequent: Lucas Gil Cardoso Moreira brachte die Hausherren in Minute 38 mit 1:0 in Front, mit diesem Resultat ging es auch in die Pause. Jakob Kaltenbrunner ordnete die erste Halbzeit offen ein: „Es war eine sehr chancenarme Partie, insgesamt ausgeglichen.“ Nach dem Seitenwechsel kam Zell wacher aus der Kabine und glich durch Simon Lechner in der 54. Minute zum 1:1 aus. „Anfang der zweiten Halbzeit hatte ich das Gefühl, dass es in unsere Richtung kippt“, sagte der Sportliche Leiter. Ischl schlug zwar noch einmal zurück – erneut war Moreira zur Stelle und stellte in der 64. Minute auf 2:1 –, doch Zell blieb dran, blieb geduldig und drehte das Match in der Schlussphase: Tinotenda Darrel Bindu traf in der 84. Minute zum 2:2, Valentin Brand legte in der 88. Minute das 3:2 nach.
Für Kaltenbrunner war der Grund für den Auswärtssieg klar: „Der Zusammenhalt der Mannschaft war heute ausschlaggebend.“ Er hob hervor, wie das Team trotz wochenlanger Engpässe zusammenstand: „Wir haben uns nicht aufgegeben. Trotz des anhaltenden Personalmangels konnten wir wieder eine Mannschaft stellen und bis zum Ende zusammenhalten – so haben wir uns den Sieg verdient.“ Auch zur Spielanlage fand er deutliche Worte: „In der zweiten Halbzeit haben wir uns gesteigert und am Schluss unsere Chancen genutzt.“ Der Gegner war nicht schlecht, aber wir haben uns gut darauf eingestellt. Zum Unparteiischen blieb Kaltenbrunner sachlich: „Es gab wenig strittige Szenen. Der Schiedsrichter wirkte ein paar Mal unsicher, aber das war nicht spielentscheidend.“
Der Dreier in Bad Ischl kommt für Zell am Pettenfirst zur rechten Zeit und gibt Rückenwind für das Saisonfinale. „Wir werden im letzten Spiel gegen Ebensee noch einmal alles geben und schauen, dass wir die drei Punkte holen“, kündigte Kaltenbrunner an. Danach soll gemeinsam gefeiert werden – und parallel laufen bereits die Planungen. „Wir haben personelle Engpässe, die wir kompensieren müssen. Für die nächste Saison planen wir den Kader, bekommen sehr viele Zugänge aus dem Eigenen Nachwuchs dazu und sind auch auf der Suche nach externen Verstärkungen.“ Die klare Botschaft: An der Geschlossenheit, die in Bad Ischl den Ausschlag gab, will Zell festhalten – und den Kader so aufstellen, dass solche Spiele künftig früher entschieden werden.