Spielberichte

„Wir wollten den Sieg mehr“ – Bammer jubelt über spätes 1:0 und sieht vorne weiter Bedarf

Grünau/Pettenbach 1b
SV Bad Ischl 1b

In der 2. Klasse Süd stoppte die SPG Grünau/Pettenbach 1b gegen die SV Bad Ischl 1b ihre Negativserie und gewann am 26. Spieltag 1:0. Nach einer torlosen ersten Hälfte entschied Christoph Karl Klinger in Minute 85. Trainer Patrick Bammer sprach von einem fairen Duell zweier junger Teams, sah seine Mannschaft aber mit mehr Ballbesitz und dem klareren Zug zum Tor: „Wir wollten den Sieg mehr“ – und trotz des glücklichen Treffers „war es über neunzig Minuten verdient“.

Spieler rutscht mit Ball auf Rasen

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Geduldspiel bis zur 85. Minute

Beide Teams legten von Beginn an einen sauberen, spielerischen Auftritt hin. Hektik oder wilde Fouls blieben aus, stattdessen prägten viele gewonnene Zweikämpfe und lange Ballbesitzphasen das Bild. Zur Pause stand es 0:0, auch weil die Hausherren im letzten Drittel noch nicht durchkamen. „Wir hätten in der ersten Halbzeit ein, zwei Tore machen können, aber der letzte Pass ist einfach nicht angekommen“, ärgerte sich Patrick Bammer über verpasste Momente. Nach dem Wechsel meldete sich Bad Ischl mit der größten Auswärtsschance und einem Lattentreffer an. Doch Grünau/Pettenbach blieb am Drücker, ließ hinten wenig zu und wartete weiter geduldig auf die Lücke. Als die Uhr schon Richtung Schlussphase lief, traf schließlich Christoph Karl Klinger in der 85. Minute zum 1:0 – der erleichternde Schuss ins Glück nach der Negativserie.

„Mehr Ballbesitz, bessere Möglichkeiten“ – Bammers Erklärung für den knappen Sieg

Für den Heimtrainer war der Ausgang logisch, auch wenn das Goldtor spät und „glücklich“ fiel. „Wir hatten das Spiel im Griff, wir hatten viel mehr Ballbesitz“, ordnete Bammer ein. Seine Mannschaft habe sich die besseren Gelegenheiten erspielt, während die Gäste „ab und zu zu Chancen gekommen“ seien. Der Plan beruhte auf Stabilität und Konsequenz in den Duellen. „Es war ein Spiel, geprägt von Zweikampf und Aggressivität. Wer die Zweikämpfe besser annimmt, setzt sich durch – und wir wollten den Sieg mehr als Bad Ischl“, sagte er. Schon während der Partie hatte Bammer das Gefühl, dass ein einziges Tor den Unterschied machen würde: „Ich war mir sicher, dass wir noch ein Tor machen – wer das erste Tor schießt, entscheidet das Spiel.“ Genau so kam es.

Respekt für Bad Ischl und Lob für das faire Spiel

Trotz aller Freude über den Heimsieg verlor Bammer den Blick für den Gegner nicht. Bad Ischl trat, wie die Hausherren verjüngt und mit klarer Ausbildungs-Idee auf. „Ich mag Bad Ischl sehr gerne. Eine junge Mannschaft mit vielen guten Talenten, genauso wie wir“, betonte der Coach und hob die Parallelen hervor: Beide Vereine wollen Spieler nach oben bringen, Richtung Landesliga. Das passte auch zum Charakter der Partie: intensiv, aber sauber geführt. „Es hat keine wilden Fouls gegeben. Es war ein faires Spiel auf Augenhöhe“, sagte Bammer. Entsprechend gelassen fiel sein Urteil über das Schiedsrichterteam aus: „Es gab strittige Situationen auf beiden Seiten, aber nichts Spielentscheidendes. Ich möchte den Schiedsrichter nicht negativ bewerten.“ Diese Mischung aus Respekt und Klarheit prägte den Ton nach dem Abpfiff.

Ausblick nach Platz neun: vorne fehlt der Knipser

Der Dreier tut doppelt gut, sportlich und fürs Gefühl. „Uns ist ein Stein vom Herzen gefallen. Wir mussten gewinnen, damit die positive Mentalität wieder da ist“, erklärte Bammer offen. In der Abschlusstabelle landet seine junge Truppe auf Rang neun mit 30 Punkten – eine solide Basis, aus der der Trainer bereits den nächsten Schritt ableitet. „Wir hätten uns ein paar Punkte mehr gewünscht, aber ich bin sicher, dass wir kommende Saison um die ersten vier bis fünf Plätze mitspielen können.“

Wo noch geschraubt werden muss, benannte er klar: „Unsere Verteidigung ist extrem stark, das Mittelfeld genauso. Vorne fehlt uns der Mann für den letzten Pass und die Tore.“ Der Wunsch ist deutlich: Ein Abnehmer im Strafraum soll die vielen guten Ansätze in Zählbares verwandeln – damit enge Spiele wie dieses künftig früher entschieden werden.

2. Klasse Süd: Grünau/Pettenbach 1b : Bad Ischl 1b - 1:0 (0:0)

  • 85
    Christoph Karl Klinger 1:0