In der 2. Klasse Süd haben die ASKÖ Ohlsdorf Juniors zum Auftakt gegen die Union Raika Regau mit 2:5 verloren, obwohl die Partie nach der Pause ausgeglichener wurde. Entscheidend war aus Sicht von Trainer Robert Engl die Wucht seiner Mannschaft in den ersten 45 Minuten. Die Union lag schon zur Pause 5:0 vorne, ließ danach zwar noch zwei Gegentreffer zu, brachte den klaren Auswärtssieg aber sicher ins Ziel.

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Dass es bei diesen Temperaturen kein gewöhnlicher Auftakt werden würde, war für Robert Engl schon vor dem Anpfiff klar. „Es waren heute sehr schwierige Verhältnisse. Um etwa 14 Uhr hatte es 36 Grad“, sagte der Trainer von Union Raika Regau nach dem Schlusspfiff. Umso bemerkenswerter war aus seiner Sicht, wie seine Mannschaft in die Partie fand. Bereits in der 3. Minute brachte Mark Babuljak Union Raika Regau in Führung, in der 17. Minute legte derselbe Spieler das 0:2 nach. Danach blieb Union Raika Regau am Drücker, Petar Cotic erhöhte in der 26. und in der 41. Minute, ehe Calvin Kern noch vor der Pause das 0:5 besorgte. Für Engl war genau diese Phase spielentscheidend: „Wir sind in der ersten Halbzeit sehr gut ins Spiel gekommen, haben richtig gut kombiniert und eine Chance nach der anderen kreiert.“
Besonders eines der Tore blieb dem Trainer hängen. Engl sprach von einer „Traumkombination“ und hob dabei vor allem den neuen Spieler Mark Babuljak hervor. „Mark Babuljak aus Ungarn hat eine wunderschöne Flanke auf Petar Cotic gespielt, der schön mit dem Kopf in das lange Eck getroffen hat. Das war das Tor des Tages“, sagte der Trainer. Diese Szene passte für ihn gut zum gesamten Auftritt seiner Mannschaft, weil Union Raika Regau nicht nur früh traf, sondern die Angriffe auch sauber zu Ende spielte. Engl sah einen „sehr geschlossenen Auftritt“ und betonte, dass nicht nur die Startelf, sondern „vom ersten bis zum siebzehnten Spieler“ viel Energie eingebracht wurde. Gerade diese Geschlossenheit, dazu Zweikampfstärke und das spielerische Plus, seien für ihn die Gründe gewesen, warum der klare Vorsprung zur Pause zustande kam.
Nach dem Seitenwechsel änderte sich das Bild dann spürbar, ohne dass der Sieg noch ernsthaft in Gefahr geriet. Robert Engl sagte offen, dass seine Mannschaft „der Hitze Tribut gezollt“ habe und körperlich etwas nachgelassen habe. Union Raika Regau ließ dadurch mehr zu als vor der Pause, und ASKÖ Ohlsdorf Juniors blieb in der Partie. In der 68. Minute verkürzte Nikolai Quirchtmayr auf 1:5, in der 85. Minute stellte Lukas Schallmeiner den Endstand von 2:5 her. Engl wollte den Gegner trotz des klaren Halbzeitstandes nicht kleinreden. ASKÖ Ohlsdorf Juniors sei „eine sehr gute junge Truppe“, die nach der Pause nie aufgegeben habe und immer wieder versucht habe, ins Spiel zurückzukommen. Auch abseits davon hatte der Trainer nichts zu beanstanden: „Keine Diskussionen über den Schiedsrichter. Eine sehr faire und gute Leistung.“
Unterm Strich überwog bei der Union Regau trotzdem klar die Zufriedenheit über einen Auftakt, der vor allem vor der Pause sehr deutlich in eine Richtung lief. „Der entscheidende Unterschied war die Energie ganz zu Beginn in der ersten Halbzeit“, fasste Engl zusammen. Mit dem Fünf-Tore-Vorsprung zur Pause habe seine Mannschaft die Partie „sehr souverän“ gewonnen. Ganz fertig sind die Regauer aus Sicht des Trainers aber noch nicht. Er sprach davon, dass man sich körperlich weiterentwickeln müsse und die Defensive wieder kompakter werden solle. Genau dort sieht Robert Engl den Schwerpunkt für die kommenden Wochen. Nach diesem 5:2 kann die Union den ersten Schritt in die neue Saison aber als gelungen abhaken.