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„Der Doppelschlag kurz nach der Halbzeit war entscheidend“ – Coach Jamakovic erklärt Neukirchens 3:0-Sieg in Gosau

ASKÖ Raika Gosau
SK Polar Neukirchen/A.

Zum Saisonauftakt in der 2. Klasse Süd ist der SK Polar Neukirchen/Altmünsterf mit einem klaren 3:0-Sieg bei der ASKÖ Raiffeisen Gosau gestartet. Nach dem 1:0 kurz vor der Pause zog die Mannschaft von Neo-Trainer Ismir Jamakovic direkt nach dem Seitenwechsel davon. Für den neuen Coach lag der Knackpunkt klar auf der Hand: „Der entscheidende Moment war der Doppelschlag kurz nach der Halbzeit.“

Fußbälle und Trainingshütchen auf Rasen

Image by Alexander Fox | PlaNet Fox from Pixabay

Leidinger bringt Neukirchen vor der Pause auf Kurs

Jamakovic wusste vor dem Anpfiff genau, was seine Mannschaft in Gosau erwarten würde. „In Gosau ist es wie immer ein spezieller Platz, ein kleines Feld, viele Zweikämpfe“, sagte der Trainer nach dem Schlusspfiff. Umso wichtiger war für ihn, dass seine Elf von Beginn an wach war. Nach seiner Einschätzung hatte SK Polar Neukirchen/A. in den ersten zehn bis fünfzehn Minuten gleich zwei Top-Chancen, ließ diese aber ungenutzt. Danach entwickelte sich die Partie über längere Phasen offen. ASKÖ Raiffeisen Gosau kam vor allem in der ersten halben Stunde zu mehreren Eckbällen, doch Neukirchen verteidigte diese Situationen laut Jamakovic „sehr gut“ weg und ließ daraus keine zwingenden Möglichkeiten zu. Kurz vor der Pause fiel dann das aus Sicht der Gäste enorm wichtige 0:1: Nach einem Eckball sprang der Ball zu Kilian Leidinger zurück, der in der 41. Minute einschob und damit für die Pausenführung sorgte.

Der Doppelschlag nach dem Wechsel entscheidet das Spiel

Nach dem Seitenwechsel versuchte ASKÖ Raiffeisen Gosau, das Spiel noch einmal in eine andere Richtung zu drehen. Jamakovic sprach von einem aggressiven und motivierten Beginn des Heimteams und von „der einen oder anderen Halbchance“ in den ersten Minuten nach Wiederbeginn. Genau in dieser Phase setzte SK Polar Neukirchen/A. aber den entscheidenden Schlag. „Der entscheidende Moment war der Doppelschlag kurz nach der Halbzeit“, erklärte der Trainer. In der 51. Minute verwandelte Kapitän Sebastian Leitner einen direkten Freistoß zum 0:2, nur vier Minuten später legte Kilian Leidinger mit seinem zweiten Treffer des Tages das 0:3 nach. Für Jamakovic war damit die Richtung endgültig vorgegeben: „Dann haben wir das Spiel mehr oder weniger entscheiden können.“ Ganz zufrieden war er trotzdem nicht, weil seine Mannschaft in der letzten halben Stunde noch weitere Möglichkeiten hatte, diese aber nicht sauber genug zu Ende spielte und sich das Leben dadurch nicht noch früher leichter machte.

Hinten stabil, vorne noch Luft nach oben

Dass der Auftakt in der 2. Klasse Süd am Ende so klar ausfiel, führte der neue Trainer vor allem auf die Arbeit gegen den Ball zurück. „Besonders gut funktioniert hat die Abwehr. Wir haben sowohl die Standards sehr gut wegverteidigt als auch aus dem Spiel die Möglichkeiten des Gegners sehr gut unterbinden können“, sagte Jamakovic. Er sah seine Mannschaft aggressiv am Mann und auch im Spielaufbau von hinten mit guten Ansätzen. Gleichzeitig ließ er keinen Zweifel daran, wo noch Luft nach oben bleibt: „In der Offensive müssen wir unsere Chancen und unsere Aktionen konsequenter und besser fertigspielen.“ Den Gegner schilderte er als unangenehm und gut auf seinen Platz eingestellt. Die ASKÖ Gosau habe „alles reingehauen“, viel mit langen Bällen gearbeitet und vorne immer wieder versucht, Miroslav Grom und Lukas Islitzer in Szene zu bringen. Trotz des kampfbetonten Auftakts sprach Jamakovic von einem „fairen und angenehmen Spiel“ und bewertete auch die Leistung von Schiedsrichter Ali als „völlig in Ordnung“. Der Unterschied lag für ihn trotzdem klar bei seinen Farben: „Wir haben in der Defensive klar verteidigt und nach vorne die zwingenderen Chancen gehabt.“ So stand für SK Neukirchen zum Start nicht nur ein verdienter Auswärtssieg, sondern auch ein Auftritt, auf dem sich aufbauen lässt.

2. Klasse Süd: Gosau : Neukirchen/A. - 0:3 (0:1)

  • 55
    Kilian Leidinger 0:3
  • 51
    Sebastian Leitner 0:2
  • 41
    Kilian Leidinger 0:1