In der 2. Klasse Süd hat der SV Bad Ischl 1b gegen den ATSV Timelkam mit 1:2 verloren. Aus Sicht von Trainer Alexander Oberperfler lag der Schlüssel darin, dass seine Mannschaft nach dem schnellen Ausgleich ruhig blieb, ihr Spiel weiterzog und die Partie danach immer mehr in die eigenen Hände bekam. Selbst die Unterzahl in der Schlussphase brachte die Gäste nicht aus der Spur.

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Die Partie hatte früh Tempo, auch wenn sie sich aus Sicht der Gäste zunächst nicht geradlinig entwickelte. Timelkam ging in der 15. Minute durch Dino Cavkusic mit 1:0 in Führung und hatte damit zunächst den perfekten Ertrag auf der Anzeigetafel. Bad Ischl antwortete aber schnell, denn schon drei Minuten später stellte David Pamminger auf 1:1. Genau in dieser Phase sah Oberperfler den Moment, in dem seine Mannschaft wieder die Kontrolle bekam. „Nach dem 1:1 habe ich schon geglaubt, dass wir gewinnen, weil wir da wirklich einen Gang zugelegt haben“, sagte der Trainer. Noch vor der Pause legten die Gäste nach: Alexander Oberperfler traf in Minute 25 zum 2:1, laut Trainer nach einem Freistoß. Mit diesem Zwischenstand ging es auch in die Halbzeit.
Gerade die Reaktion auf das 1:1 stellte der Timelkam-Coach in den Mittelpunkt seiner Analyse. Für ihn war entscheidend, dass seine Mannschaft nach dem Rückschlag nicht unruhig wurde, sondern weiter bei sich blieb. „Wir waren nach dem 1:1 über siebzig, achtzig Minuten wirklich die bessere Mannschaft“, sagte Oberperfler, der seiner Elf vor allem den ruhigen Umgang mit der Spielsituation anrechnete. Er sprach davon, dass Timelkam „brav Fußball gespielt“ habe und sich nicht habe durcheinanderbringen lassen. Das 2:1 passte zu dieser Einschätzung, weil die Gäste nach dem Ausgleich nicht nur reagierten, sondern das Spiel aus seiner Sicht Schritt für Schritt an sich zogen. Bad Ischl hielt anfangs dagegen, doch Timelkam bekam immer mehr Zugriff und nahm die Führung mit in die Kabine.
Nach der Pause sah Oberperfler seine Mannschaft weiter auf Linie. Er sprach sogar von einer Phase, auf die er „wirklich sehr stolz“ sei, weil Timelkam aus seiner Sicht nicht nur das Ergebnis verwaltete, sondern weiter Fußball spielte. Der Trainer betonte, dass seine Mannschaft mehrere Chancen auf ein drittes Tor hatte, der Bad Ischler Torhüter aber einige Male stark hielt. Ein möglicher Knackpunkt kam in der 77. Minute, als Almir Mujanic die Rote Karte sah und Timelkam die Schlussphase in Unterzahl bestreiten musste. Doch auch das änderte am Eindruck des Trainers nichts. „Das hat unserem Spiel nicht wehgetan. Wir haben das bis zum Ende nicht gemerkt, weil wir wirklich brav fertig gespielt haben“, sagte Oberperfler. Dazu passte seine Einschätzung, dass Bad Ischl im zweiten Durchgang „kaum eine Torchance“ hatte.
Den größten Anteil am Auswärtssieg schrieb Oberperfler dem Auftreten seiner gesamten Mannschaft zu. „Der Zusammenhalt war unsere größte Stärke. Wir haben die ganze Partie über brav Fußball gespielt und uns nicht durcheinanderbringen lassen“, sagte der Trainer. Gerade dieser geschlossene Auftritt war für ihn der Grund, warum der ATSV Timelkam nach dem 1:1 nicht vom Weg abkam und den knappen Vorsprung auch mit zehn Mann über die Zeit brachte. Ganz ohne Kritik wollte er den Sieg aber nicht stehen lassen. „Kämpferisch ist noch ein wenig Luft nach oben, auch im Zweikampfverhalten“, meinte Oberperfler. Respekt hatte er trotzdem auch für den noch sieglosen Tabellenletzten, den er als „sehr, sehr junge Mannschaft“ beschrieb, die viel laufe und viel kämpfe. Auch mit der Leistung des Unparteiischen war er einverstanden: „Schiedsrichter Vareskic war sehr gut in der Partie.“ Unter dem Strich blieb für Timelkam damit ein verdienter 2:1-Auswärtssieg, den der Trainer vor allem wegen der Reaktion seiner Mannschaft nach dem Ausgleich hoch bewertete.