Spielberichte

„Die Rote Karte war ganz klar der entscheidende Moment“ – Union Regau nimmt in Rüstorf trotz Unterzahl einen Punkt mit

Ligaportal als bevorzugte Google-Quelle hinzufügen
ATSV Rüstorf
Union Regau

In der 2. Klasse Süd hat der ATSV Rüstorf gegen die Union Raika Regau am Samstagnachmittag 2:2 gespielt, ein Ergebnis, das aus Sicht von Trainer Robert Engl vor allem an einer Szene nach der Pause hing. Die Gäste gingen früh in Führung, glichen vor der Pause zum 2:2 aus und mussten nach einer Roten Karte lange in Unterzahl auskommen. Für Engl war deshalb klar: "Die Rote Karte war für uns ganz klar der entscheidende Moment."

Torwart in türkisem Trikot

Image by Alexander Fox | PlaNet Fox from Pixabay

Regau trifft zuerst, Rüstorf dreht vor der Pause

Die Partie begann aus Sicht des Trainers nicht nach Wunsch. Robert Engl schilderte, dass der Absteiger "am Anfang sehr gut in die Partie gekommen ist" und zunächst klar mehr vom Spiel hatte. Vor allem über Standards sei die Heimelf schnell präsent gewesen. Trotzdem ging Regau in Führung. "Wir haben dann aus einem schön gespielten Angriff ganz überraschend das 1:0 gemacht", sagte Engl über das 0:1 durch Lukas Trieb in der 12. Minute. Der Treffer gab den Gästen aber nicht die Ruhe, die sie gebraucht hätten. Stattdessen kam Rüstorf immer besser in die Partie, holte sich laut Engl das nötige Selbstvertrauen und drehte die Begegnung noch vor der Pause. Zuerst glich Lukas Zobl zum 1:1 aus, danach brachte Sebastian Stieglbauer die Gastgeber mit 2:1 in Front. Regau schaffte aber noch vor dem Seitenwechsel die passende Antwort. Engl sprach von einer Standardsituation "zum richtigen Zeitpunkt", aus der das 2:2 fiel. Torschütze war erneut Lukas Trieb, der damit schon vor der Pause seinen Doppelpack schnürte.


Minute 55 bringt Wende, aber kein spätes Kippen der Partie

Nach dem 2:2 zur Halbzeit blieb für Engl vor allem eine Szene in Erinnerung, die aus seiner Sicht das Spiel entschieden hat. Der Regauer Trainer schilderte einen Angriff über die linke Seite, bei dem Mark Babuljak durchging und regelwidrig zu Fall gebracht worden sein soll. "Es hätte klar Elfmeter für uns geben sollen", machte Engl seine Sicht deutlich. Stattdessen lief die Aktion weiter, und im Gegenzug kam es auf der anderen Seite zum Foul, das in der 55. Minute die Rote Karte gegen Angelo Serdar brachte. Für Engl war genau das der Knackpunkt: "Der entscheidende Moment war für uns ganz klar die Rote Karte. Mit zehn Mann war es dann gegen eine sehr stark kämpfende Rüstorfer Mannschaft brutal schwierig." Regau musste die restliche Spielzeit in Unterzahl bestreiten, brachte das Remis aber über die Zeit. Der Trainer lobte seine Mannschaft dafür ausdrücklich: "Die haben dann die Partie ordentlich fertig verteidigt und wir haben hochverdient einen Punkt mitnehmen können." Auch mit dem Schiedsrichter war Engl nicht zufrieden. Er meinte, dieser habe "nicht seinen besten Tag gehabt" und verwies dabei vor allem auf die strittige Szene vor der Roten Karte.

Viel Einsatz, wenig Leichtigkeit – und jetzt wartet Aurach

Über die eigene Mannschaft sprach Engl trotz des Remis auffallend positiv. Er verschwieg nicht, dass die Union Regau derzeit mit Problemen zu kämpfen hat. "Spielerisch ist momentan nicht viel möglich, weil wir sehr viele verletzte und angeschlagene Spieler haben", sagte der Trainer offen. Genau deshalb stellte er die Haltung seiner Mannschaft in den Vordergrund. "Was extrem zuversichtlich stimmt, ist die Einstellung der Mannschaft. Wir waren kämpferisch top und haben alles am Platz gelassen." Dass es zuletzt trotzdem nicht öfter zu vollen Erfolgen reicht, ärgert ihn zwar, doch Panik ist in Regau nicht zu spüren. Auch den Gegner ordnete Engl fair ein. Der ATSV Rüstorf sei daheim bekannt kampfstark, habe auf dem kleinen Platz intensiv gearbeitet, die Zweikämpfe angenommen und sich den Punkt verdient. Für Regau bedeutet das 2:2 in Runde zwölf, dass man in der Tabelle auf Rang vier steht. Nächste Woche wartet mit Aurach die nächste schwierige Aufgabe. Engl macht auch dort keinen Hehl aus der Ausgangslage: "Wir sind auf alle Fälle der Underdog. Mit einem gesperrten Spieler und drei, vier weiteren Ausfällen wird es brutal schwierig. Aber die Außenseiterrolle liegt uns und wir werden alles für den Derbysieg tun."

2. Klasse Süd: Rüstorf : Regau - 2:2 (2:2)

  • 43
    Lukas Trieb 2:2
  • 38
    Sebastian Stieglbauer 2:1
  • 23
    Lukas Zobl 1:1
  • 12
    Lukas Trieb 0:1