Im Duell der 2. Klasse West-Nord setzte sich der SV Schwarzmüller Freinberg bei der Union Guschlbauer St. Willibald mit 2:1 durch. Nach einer starken Freinberger Anfangsphase und der Führung lag zur Pause dennoch Gleichstand in der Luft, ehe die Gäste in Halbzeit zwei wieder zulegten und in Minute 69 den Siegtreffer setzten. Trainer Johann Haslinger sprach von einem „hart umkämpften, aber fairen“ Spiel und hob vor allem die Kompaktheit seiner Mannschaft als Schlüssel hervor.

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Freinberg kam gut rein und legte den Ton früh fest. „Die erste Halbzeit geht meiner Meinung nach klar spielerisch auf unsere Seite“, sagte Johann Haslinger und erklärte, woran das lag: „Wir haben sehr früh Druck aufgebaut auf den Gegner und uns schnell Chancen erarbeitet. Schon in den ersten zwanzig Minuten hatten wir zwei gute Möglichkeiten.“ Die Gäste belohnten sich in Minute 29, als David Cerveny zum 0:1 traf. St. Willibald ließ sich davon nicht beirren und schlug praktisch mit dem Pausenpfiff zurück: Safak Ileli stellte in der 45. Minute auf 1:1. Haslinger schilderte zudem aus seiner Sicht eine heikle Phase vor der Pause, ehe der Ausgleich nach einem langen Ball fiel. Zur Halbzeit stand es jedenfalls 1:1 – ein Ergebnis, das den offenen Schlagabtausch bis dahin gut abbildete.
Nach dem Seitenwechsel bekam die Partie einen neuen Anstrich. „Der Gegner hat das System umgestellt und dann mit weiten Bällen agiert“, so Haslinger. „Das hat uns am Anfang der zweiten Halbzeit die erste Viertelstunde schon zu schaffen gemacht, wir haben uns aber sehr schnell darauf eingestellt.“ In dieser umkämpften Phase blieb Freinberg wach und setzte wieder Nadelstiche. Der Lohn kam in Minute 69: Nach einem Eckball war Moritz Diebetsberger per Kopf zur Stelle und traf zum 1:2. „Die zweite Halbzeit war stark umkämpft“, fasste Haslinger die Intensität zusammen – gemeint: viele Zweikämpfe, wenig Raum. Freinberg brachte den knappen Vorsprung anschließend über die Zeit. „Wir haben das Spiel dann nach Hause gefahren“, sagte der Trainer zufrieden und sprach von einem „gerechten 2:1“ aus seiner Sicht.
In der Analyse blieb Haslinger bei klaren Punkten. „Gut funktioniert hat das Verhalten gegen den Ball, vor allem weil wir das Pressing höher angesetzt haben“, erklärte er. Als Baustelle nannte er einmal mehr „weite Bälle, die hinter unsere Abwehr fallen“, auch wenn man das „an diesem Tag schon bedeutend besser gemacht“ habe. Den Gegner würdigte er ausdrücklich: „Die Partie war hart umworben, aber sehr fair auch vom Gegner.“ Zur Leitung sagte er: „Die Schiedsrichterleistung war hüben wie drüben in Ordnung.“ Den Unterschied machte für ihn aber die Geschlossenheit: „Der entscheidende Unterschied lag in unserer Kompaktheit, in unserem geschlossenen Auftreten.“ In der Tabelle schiebt sich Freinberg mit nun 23 Punkten auf Rang zehn, St. Willibald hält als Siebter bei 28 Zählern. Für Haslinger ist klar: An der Kompaktheit festhalten, bei langen Bällen weiter zulegen – dann sollen die nächsten Punkte folgen.