In der 2. Klasse West-Nord feierten die Union Peuerbach Juniors gegen Union Guschlbauer St. Willibald einen 2:1-Heimsieg. Nach frühem 0:1 durch Emanuil Metodiev blieben die Juniors geduldig, drehten die Partie in der Schlussphase dank eines Doppelpacks von Hanno Kinzl (82., 87.) und beendeten eine monatelange Durststrecke. Trainer Tobias Baumgartner sprach von einem nervösen Beginn, vielen Ausfällen und einer sehr jungen Elf – und sah den Knackpunkt in der gelb-roten Karte für die Gäste.

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Peuerbach erwischte keinen ruhigen Einstieg in diese Partie. Trainer Tobias Baumgartner ordnete das gleich ein: "Wir hatten einen nervösen Beginn. Wir haben viele Ausfälle und eine Startelf mit drei U15-Spielern, generell nur drei Spieler über 19 Jahre." Früh schlug St. Willibald zu: In Minute 14 traf Emanuil Metodiev zum 0:1, die Juniors nahmen dieses Ergebnis mit in die Pause. "Wir hatten beim Spielaufbau viele Unsauberkeiten, das hat St.Willibald in die Karten gespielt und zum Tor geführt", sagte Baumgartner offen. Nach dem Seitenwechsel adaptierten die Hausherren einige Dinge und legten zu. "Wir haben in der Halbzeit ein paar Sachen angesprochen und sind immer besser ins Spiel gekommen." Als St. Willibald später in Unterzahl agieren musste, kippte das Momentum endgültig. "Nach der gelb-roten Karte waren wir klar die dominierende Mannschaft." Die Geduld zahlte sich spät aus: Hanno Kinzl glich in der 82. Minute aus und legte in der 87. zum 2:1 nach – laut Baumgartner "am Ende nicht unverdient".
Der Sieg trägt für Baumgartner eine größere Geschichte in sich. "Wir sind aktuell sehr im Umbruch. Wir haben ältere, erfahrene Spieler, die aus privaten oder beruflichen Gründen fehlen. Wir haben laufend sechs, sieben Ausfälle und bestreitet die Spiele deswegen mit vielen Spielern aus den U15- und U18-Mannschaften." Dass es bis zu diesem Abend gedauert hat, um wieder dreifach zu punkten, verschwieg er nicht: "Seit 14. September letztes Jahr haben wir nicht gewonnen." Trotzdem blieb die Gruppe motiviert. "Die Trainingsmoral ist sehr gut, die Burschen wollen sich immer weiterentwickeln", betonte der Coach. Gegen erfahrene Gegner in dieser Liga müsse seine junge Truppe "noch viel Lehrgeld zahlen". Umso größer war die Erleichterung: "Diesmal haben wir uns endlich mit einem Sieg belohnt, weil wir stetig weiter trainieren. Wir sind auf einem guten Weg." Dass die zwei späten Treffer fielen, war für ihn die Quittung für Haltung und Aufwand.
Baumgartner zollte dem Gegner Respekt: "St. Willibald ist eine erfahrene Mannschaft. Man sieht, sie sind in gewissen Situationen einfach abgebrüht." In Hälfte zwei bekamen die Juniors mit frischer Energie Zugriff. "Mit unserer jugendlichen Dynamik hatten wir es dann gut im Griff", so der Trainer. Eine Szene prägte den Verlauf spürbar. "Der Knackpunkt war die gelb-rote Karte für St. Willibald wegen Kritik. Der Schiedsrichter hat das Spiel grundsätzlich mit einer guten Linie geführt." Sportlich gab es noch eine besondere Note: "Es freut mich besonders, dass ein Fünfzehnjähriger die zwei Tore zum Sieg gemacht hat." Die Treffer gingen auf das Konto von Hanno Kinzl – das 1:1 in der 82., das 2:1 in der 87. Minute. Mit nun 18 Punkten auf Rang zwölf tanken die Peuerbacher Selbstvertrauen für den Schlussspurt. Baumgartner fasste zusammen: "Wir hören nicht auf, wir glauben dran – und heute haben wir uns für den Aufwand endlich belohnt."