In der 2. Klasse West-Nord setzte sich Union Raika Enzenkirchen zuhause klar mit 6:1 gegen SV Schwarzmüller Freinberg durch. Die Gastgeber legten früh vor und ließen bis zum Schluss nicht locker. Freinberg-Trainer Johann Haslinger sprach danach von „einem Spiel wie auf einer schiefen Ebene“ und sah „die ersten beiden Tore als Knackpunkt“. Zwar bäumte sich sein Team nach der Pause kurz auf, doch der Vier-Tore-Rückstand zur Halbzeit war zu groß.

Image by Jörg Struwe from Pixabay
Enzenkirchen erwischte den deutlich besseren Start und ging schon in der 4. Minute durch Jakub Sedivy mit 1:0 in Führung. Der Treffer gab den Hausherren Rückenwind, sie blieben das aktivere Team und legten noch vor der Pause nach. Simon Hochegger erhöhte in Minute 25 auf 2:0, nur eine Minute später stellte erneut Sedivy auf 3:0. Kurz vor dem Pausenpfiff schob Nico Schatzberger auch noch das 4:0 nach – ein klares Zeichen vor der Pause. Aus Freinberger Sicht passte das zu Haslingers Eindruck: „Das war ein Spiel wie auf einer schiefen Ebene. Wir haben von Anfang an keinen Tritt gefasst, und es sind der Reihe nach viele Dinge schiefgegangen.“ Der Coach ordnete die Ursachen klar ein: „Wir hatten vor der Abwehr und in der Abwehr zu viele Fehler. Der Gegner war heute dominanter als wir.“
Auch nach dem Seitenwechsel blieb Enzenkirchen zielstrebig. Felix Spreitzer stellte schon in der 49. Minute auf 5:0, womit die Partie endgültig in ruhigen Bahnen lief. Freinberg versuchte trotzdem, sich aufzurichten. „Nach der Halbzeit haben wir uns noch einmal aufgebäumt. Kurzzeitig war es besser und kompakter“, sagte Haslinger. Ein kleiner Lohn dafür war das 5:1 durch David Cerveny in der 63. Minute. Mehr ließ Enzenkirchen aber nicht zu. Die Hausherren nutzten ihre Chancen weiterhin konsequent und setzten in Minute 79 durch Jakob Wimmer den Schlusspunkt zum 6:1. Haslinger blieb realistisch: „Zu diesem Zeitpunkt war es schon gelaufen, weil wir zur Pause 0:4 hinten waren. Die ersten beiden Tore waren der Knackpunkt, danach ist die Mannschaft ein bisschen in Resignation verfallen.“
Im Rückblick sparte der Freinberg-Trainer nicht mit klaren Worten. „Uns hat von Anfang an der nötige Biss gefehlt. Das geschlossene Auftreten, das wir sonst zeigen, war heute nicht da“, erklärte Johann Haslinger. Gleichzeitig lobte er die Hausherren: „Enzenkirchen war kompakt, sehr aggressiv und siegeswillig.“ An Ausreden beteiligte er sich nicht – im Gegenteil: „Strittige Situationen gab es meiner Meinung nach gar keine. Die Schiedsrichterleistung war einwandfrei.“ In der Tabelle hält Freinberg bei 23 Punkten auf Rang 11, Enzenkirchen liegt mit 45 Zählern auf Platz 4. Für Freinberg geht es nun darum, die einfachen Fehler vor und in der Abwehr abzustellen und jenes geschlossene Auftreten wiederzufinden, das Haslinger vermisst hat. Die Ansage des Trainers ist deutlich: „Wir müssen wieder von der ersten Minute an zupacken.“