In der 2. Klasse West-Nord musste die Union Guschlbauer St. Willibald am 24. Spieltag eine 0:3-Heimniederlage gegen die Union Raiffeisen Prambachkirchen hinnehmen. Schon zur Pause stand es 0:2, am Ende setzten sich die Gäste klar durch. Trainer Arnold Haderer ordnete die Partie nüchtern ein: „Prambachkirchen ist einfach stärker als wir. Wir haben verteidigt, so gut es geht, aber irgendwann geht einer rein.“ Seine Mannschaft habe „brav gekämpft“, doch mehr sei „momentan leider nicht drin“ gewesen.

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Die Geschichte der ersten halben Stunde passte zur Einschätzung des Heimtrainers. Prambachkirchen hatte früh mehr vom Spiel, suchte konsequent den Weg nach vorne und kam zu mehreren Abschlüssen. Arnold Haderer bestätigte genau das: „Prambachkirchen hatte so viele Chancen, die hätten in den ersten 30 Minuten schon entscheiden können. Sie haben sie aber liegen lassen.“ St. Willibald stemmte sich dagegen, verteidigte tief und versuchte, das 0:0 so lange wie möglich zu halten. In Minute 26 war der Bann dann gebrochen: Gergely László Balázs traf zum 0:1. Haderer schilderte die Szene aus seiner Sicht: „Das erste Tor fiel, nachdem sie durch die Mitte durchkamen. Es gab kurz eine strittige Elfmetersituation, es ging weiter – und dann war der Ball drin.“ Für St. Willibald blieb es in dieser Phase vor allem Abwehrarbeit, die Entlastung war rar und meist schnell wieder weg.
Die Gäste blieben nach dem Führungstreffer das aktivere Team und legten noch vor dem Pausenpfiff nach. In der 40. Minute stellte Richard Öberseder auf 0:2, womit die Ausgangslage für den zweiten Durchgang klar war. „Wir haben verteidigt, so gut es geht“, meinte Haderer, der im Auftreten seiner Mannschaft wenig zu kritisieren fand: „Es hat gepasst. Sie haben brav gekämpft, aber die Möglichkeiten, die wir gehabt haben, haben wir ausgeschöpft. Mehr war und ist momentan leider nicht drin.“ St. Willibald hielt nach der Pause weiter ordentlich dagegen, suchte kurze Phasen der Entlastung, doch Prambachkirchen blieb am Drücker und ließ hinten wenig zu. Als die Minuten verrannen, entschieden die effizienten Gäste die Partie endgültig: In der 78. Minute sorgte Maksym Solonyna mit dem 0:3 dafür, dass am Ende keine Fragen offenblieben.
In seiner Analyse blieb Arnold Haderer konsequent bei einer Kernaussage: „Der Qualitätsunterschied war ausschlaggebend.“ Auf Nachfrage präzisierte er: „Sie haben mehr Qualität als wir.“ Gleichzeitig wollte der St. Willibald-Coach keine Schiedsrichterdebatte eröffnen. Obwohl er das 0:1 mit einer kurzen Elfer-Szene einordnete, hielt er fest: „Das Schiedsrichterteam war okay. Es hat nicht wirklich strittige Situationen gegeben, das war ziemlich eindeutig.“ Der Blick auf die Tabelle unterstreicht seine Einschätzung: Prambachkirchen steht mit 54 Punkten auf Rang zwei und hält Anschluss an die Spitze, St. Willibald bleibt mit 28 Zählern Achter. Viel Aufhebens machte Haderer um all das aber nicht. „Wir sind derzeit nicht so stark“, sagte er, ohne Ausreden zu suchen.