In der 2. Klasse West-Nord feierte Union Stroheim gegen Union Guschlbauer St. Willibald einen 2:1-Heimsieg nach 0:1-Rückstand. Nach torloser erster Hälfte drehten ein souverän verwandelter Elfer von Thomas Ferihumer und Joker Thomas Wiesinger die Partie. Ein gehaltener Strafstoß von Keeper Samuel Jenner wurde zum Knackpunkt. Co-Trainer Johann Grabner sprach von großem Willen nach der Pause – ein wichtiger Dreier nach einer Durststrecke.

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Die Partie begann abwartend, beide Teams suchten lange Bälle und lieferten sich viele Zweikämpfe im Zentrum. „Die erste Halbzeit war ausgeglichen, viele Szenen im Mittelfeld, lange Bälle, intensive Zweikämpfe und eher wenig Torchancen“, fasste Stroheims Co-Trainer Johann Grabner zusammen. Nach dem 0:0 zur Pause erwischten die Gäste den besseren Start: St. Willibald nutzte eine unorganisierte Phase in Stroheims Hintermannschaft, kam über die rechte Seite durch und legte quer – Emanuil Metodiev stellte in Minute 55 auf 0:1. „Kurz nach der Pause war unsere Abwehr unorganisiert; über rechts kam der Angriff, der Querpass ins Zentrum brachte das 0:1“, so Grabner. Stroheim reagierte, zog das Tempo an und bekam die große Ausgleichschance: Nach einem Lauf von Alexander Kornfellner auf das Gästetor gab es Elfmeter. „Kornfellner war alleine durch und wurde Elfmeterreif gefoult. Thomas Ferihumer hat den Elfer souverän verwandelt“, sagte Grabner zum 1:1 in der 62. Minute.
Unmittelbar nach dem Ausgleich wackelte die Partie erneut. „Kurz darauf bekamen die Gäste einen klaren Elfer, den unser Tormann Samuel Jenner zum Glück gehalten hat“, berichtete Grabner. Für ihn war das der Schlüssel: „Der verschossene Elfer von St. Willibald und gleich darauf der Führungstreffer von Stroheim – das war die spielentscheidendste Szene.“ Mit einem Doppeltausch reagierte Stroheim, was Wirkung zeigte. „Durch einen Doppeltausch wurden wir immer stärker. Der unbedingte Wille in der zweiten Halbzeit war in der ganzen Mannschaft zu spüren“, erklärte der Co-Trainer. Die Gastgeber blieben am Drücker und drehten die Partie endgültig: Nach einem idealen Querpass von Kornfellner traf der eingewechselte Thomas Wiesinger in der 75. Minute zum 2:1. „Den Führungstreffer hat der eingewechselte Wiesinger nach einem perfekten Querpass gemacht“, so Grabner, der auch eine verpasste Vorentscheidung sah: „Kurz darauf hätten wir noch das 3:1 machen können.“ Danach arbeitete die gesamte Stroheimer Deffensive geschlossen gegen den Ball. „Durch eine kompakte mannschaftliche Leistung im letzten Drittel der zweiten Halbzeit haben wir den Sieg über die Zeit gebracht.“
In der Analyse fand Grabner auch Worte für den Gegner: „Willibald war offensiv sehr gefährlich und durchschlagskräftig, defensiv aber etwas anfällig. Das konnten wir zu unserem Vorteil nutzen.“ Rund um den Unparteiischen gab es Diskussionen auf Seiten der Gäste. „Die Gäste waren mit einigen Entscheidungen des Schiedsrichter,sprich gelbe Karten , nicht einverstanden. Grundsätzlich hat der Schiedsrichter aber gut gepfiffen“, blieb Grabner sachlich. Sportlich ist der Heimsieg für Stroheim wertvoll: Nach 25 Runden hält das Team bei 19 Punkten und rangiert auf Platz 12, St. Willibald liegt mit 28 Zählern auf Rang 9. Umso größer war die Erleichterung. „Nach der längeren Durststrecke haben wir uns über die drei Punkte übermäßig gefreut. Wir gehen jetzt mit Motivation ins letzte Spiel und wollen vielleicht die nächsten drei Punkte holen“, blickte der Co-Trainer nach vorne.