In der 2. Klasse West-Nord drehte Union Raiffeisen Prambachkirchen ein intensives Heimspiel gegen SV Bad Schallerbach 1b und gewann 3:2. Nach frühem Rückstand und erneutem Rückschlag kurz nach der Pause bogen die Hausherren die Partie mit viel Geduld doch noch um. Sportchef Hannes Gruber sah „über weite Strecken mehr Spielanteile“ und lobte die Moral – bemängelte aber die liegen gelassenen Chancen. Den Schlusspunkt setzte Jürgen Erlinger in der Nachspielzeit.

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Kaum war angepfiffen, lag Prambachkirchen zurück: In Minute 2 verwandelte Lukas Manzenreiter einen Strafstoß zum 0:1. Für Sportchef Hannes Gruber war das ein Start nach Maß für die Gäste: „Der frühe Elfer hat Bad Schallerbach in die Karten gespielt.“ Trotzdem übernahm Prambachkirchen zusehends die Kontrolle. „Über neunzig Minuten waren wir spielbestimmend, hatten mehr vom Spiel und die größeren Chancen“, so Gruber. Der verdiente Lohn folgte in der 14. Minute: Richard Öberseder wuchtete einen Eckball per Kopf ins lange Eck und stellte auf 1:1. Bis zur Pause blieb die Union das aktivere Team, fand weitere Möglichkeiten vor, musste sich aber mit dem Remis zur Halbzeit (1:1) begnügen.
Gleich nach der Pause der nächste Dämpfer: Aus dem Nichts traf Paul Ruschitzka in der 51. Minute zum 1:2 für Bad Schallerbach 1b. „Direkt nach der Pause ist Schallerbach aus dem Nichts wieder in Führung gegangen“, ärgerte sich Gruber, ohne seiner Mannschaft den Glauben zu nehmen. Denn die Gastgeber blieben ruhig und marschierten weiter. In Minute 65 übernahm erneut Öberseder die Verantwortung und glich – diesmal per Elfmeter – zum 2:2 aus. „Wir haben es verabsäumt, mehr Tore zu erzielen, und sind oft am sehr guten Schallerbacher Schlussmann gescheitert“, sagte Gruber offen. Gleichzeitig betonte er die Qualität, bis zum Ende dran zu bleiben: „Geduld. Geduld. Wir haben bis zum Schluss weitergekämpft.“ Prambachkirchen blieb am Drücker und suchte konsequent den Sieg.
Die Partie blieb bis in die Schlussminuten offen – bis Jürgen Erlinger in der Nachspielzeit zuschlug. In der 90.+3. Minute drehte er sich an der Strafraumgrenze frei und setzte den Ball per Volley zum 3:2 ins Netz. „Das 3:2 von Jürgen Erlinger war aus der Drehung ein Volleyschuss von der Strafraumgrenze – sehr schön“, schwärmte Gruber. Die Stimmung im Stadion kippte schlagartig: „Nach dem späten Treffer war die Stimmung sehr ausgelassen, es wurde viel gejubelt.“ Auch zur Leitung des Unparteiischen bezog er Position: „Der Schiedsrichter hat sowohl für Schallerbach als auch für uns je einen Strafstoß gepfiffen. Für mich waren beide klar, er hat seine Linie durchgezogen.“ In der hektischen Schlussphase gab es zudem einen Platzverweis für den gegnerischen Trainer (Rot) und eine Gelb-Rote Karte gegen einen Schallerbacher Spieler. Gruber dazu: „Regeltechnisch korrekt, mit etwas mehr Fingerspitzengefühl hätte man es wohl anders lösen können.“
Mit dem späten Heimsieg hält Prambachkirchen nach 25 Runden bei 57 Punkten – gleichauf mit den Grieskirchen Juniors (57) und knapp vor Union Suben (56). Das Rennen um den direkten Aufstieg bleibt damit extrem eng. „Mit dem späten Treffer haben wir uns das Endspiel nächste Woche in Enzenkirchen erarbeitet. Drei Mannschaften kämpfen um den direkten Aufstieg“, blickt Gruber voraus. Den Gegner lobte er trotz Niederlage: „Schallerbach ist sehr engagiert aufgetreten, ist viel gelaufen und hat viel investiert. Je länger das Spiel gedauert hat, haben sie ein wenig an Kraft eingebüßt.“ Für die Vorbereitung hat Gruber einen klaren Plan: „Fokus ist, gut zu regenerieren. In Enzenkirchen wird es ganz wichtig sein, defensiv stabil zu stehen – und vorne mit der nötigen Konsequenz die Tore zu machen.“