Spielberichte

„Der Matchball zum 2:1 ist uns vorbeigegangen“ – Grabner ordnet Stroheims 1:1 in Schallerbach ein

Bad Schallerbach 1b
Union Stroheim

Zum Saisonkehraus in der 2. Klasse West-Nord trennten sich der SV Bad Schallerbach 1b und die Union Stroheim 1:1. Nach einer Stroheimer Führung zur Pause glichen die Hausherren nach dem Seitenwechsel aus. Für Co-Trainer Johann Grabner war das Remis unterm Strich in Ordnung, auch wenn er einer liegen gelassenen Großchance hinterhertrauerte: „Der Matchball zum 2:1 haben wir nucht verwertet.“ Angesichts der Tabellensituation konnte Stroheim mit dem Punkt leben – die Lehre bleibt: mehr Konsequenz vorm Tor und präziser im letzten Drittel.

Spieler rutscht mit Ball auf Rasen

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Stroheim nutzt den Standard, Schallerbach startet aktiver

Die Partie begann aus Stroheimer Sicht mit viel  Defensivarbeit. „Die waren da einfach aktiver, beweglicher, zielstrebiger“, beschrieb Johann Grabner die ersten 20 Minuten, in denen Bad Schallerbach 1b mehr vom Spiel hatte. Danach fand Stroheim besser hinein, gewann Zweikämpfe und kam zu den ersten Möglichkeiten. Die Belohnung folgte in Minute 29: Ein Freistoß von rechts segelte genau in den freien Raum, wo Thomas Ferihumer per Kopf zum 0:1 einnickte. „Ein perfekter Kopfball, der Tormann hatte keine Chance“, so Grabner. Mit der Führung im Rücken blieb die Begegnung bis zur Pause ausgeglichen, Chancen gab es hüben wie drüben. Der Halbzeitstand von 0:1 passte zum Bild: Stroheim hatte sich nach verhaltenem Beginn gesteigert und den Standard eiskalt genutzt.

Der Ausgleich nach der Pause und die verpasste Großchance

Neun Minuten nach Wiederbeginn schlug Bad Schallerbach 1b zurück: In der 54. Minute stellte Loris Renner auf 1:1. Aus Stroheimer Sicht war das Gegentor vermeidbar. „Da waren wir auf unserer Abwehrseite komplett desorientiert und im Zentrum  einen Schritt zu weit weg“,. Der Ball kam flach zur Mitte, Renner drückte ihn aus kurzer Distanz über die Linie. Nur kurz darauf tat sich für Stroheim die Riesengelegenheit zum erneuten Vorsprung auf. „Das wäre wirklich der Matchball gewesen“, sagte Grabner über die vergebene Eins-gegen-eins-Szene. Danach blieb es offen: Möglichkeiten auf beiden Seiten, aber nichts Zählbares mehr. „Vom Spielverlauf her müssen wir mit dem 1:1 zufrieden sein“, ordnete der Co-Trainer ein.

Außenbahnen machen Druck, doch der letzte Pass fehlt

In der Analyse hob Grabner die funktionierenden Flügelangriffe hervor. „Unsere Angriffe über die Außenseiten, rechts wie links, haben gut funktioniert. Wir sind immer wieder gefährlich in den Strafraum gekommen“, erklärte er. Was fehlte, war die Präzision im entscheidenden Moment: „Der letzte Pass war ein Manko. Den haben wir nie so richtig gut angebracht.“ Dazu kamen ein paar Wackler gegen hohe, tiefe Zuspiele der Gastgeber: „Bei den langen Bällen von Schallerbach hatten wir phasenweise Probleme, die wurden immer wieder über unsere letzte Reihe gespielt.“ Den Gegner beschrieb er als „junge, dynamische Mannschaft“. Lob gab es auch für den Unparteiischen: „Der Schiedsrichter hat souverän geleitet, es gab keine Diskussionen.“

Elf Remis, fehlende Effizienz und ein Dank an Coach Klug

Der Blick über die 90 Minuten hinaus fiel nüchtern aus. „Wir haben heuer relativ viele Unentschieden verbucht“, so Grabner. „Durch die elf Remis fehlen uns wirklich einige Punkte. Oft waren es nur Kleinigkeiten – Unaufmerksamkeiten oder vergebene Großchancen –, und am Ende bleibt immer nur ein Punkt übrig. Bei etwas mehr Effizienz wären Siege genauso möglich gewesen.“ In der Tabelle schließt Stroheim als Zwölfter ab, Bad Schallerbach 1b beendet die Runde auf Rang 14 – auch deshalb konnte man mit dem Punkt leben. Zum Schluss bat Grabner noch um eine Anmerkung: „Ich möchte mich bei Reinhard Klug bedanken, der eineinhalb Jahre Trainer bei uns war. Es war eine super Zusammenarbeit.“

2. Klasse West-Nord: B. Schallerbach 1b : Stroheim - 1:1 (0:1)

  • 54
    Loris Renner 1:1
  • 29
    Thomas Ferihumer 0:1