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„Der Kader war ursprünglich einfach zu knapp“ – Freinberg-Coach Haslinger sieht genau dort den Haupthebel

SV Freinberg

Beim SV Schwarzmüller Freinberg richtet sich der Blick in der 2. Klasse West-Nord schon klar auf den Frühjahrsstart. Trainer Johann Haslinger zieht nach einer fordernden Saisonhälfte ein nüchternes Fazit: Nicht fehlender Wille, sondern vor allem die geringe Kadertiefe hat dem Verein zugesetzt. Genau dort soll nun angesetzt werden. Personell bleibt vieles offen, strukturell hat sich im Verein aber bereits einiges getan.

Weiß-Roter Fußball auf Rasen

Foto: Harald Dostal/fodo.media

Die Kadertiefe hat Freinberg über Monate beschäftigt

Haslinger macht in seiner Einordnung schnell klar, wo für ihn der größte Punkt liegt. „Der Kader war ursprünglich einfach zu knapp, um über die ganze Saison ordentlich Leistung zu bringen“, sagt der Trainer und spricht damit das Thema an, das sich aus seiner Sicht durch die bisherige Spielzeit gezogen hat. Es geht dabei nicht um einzelne Wochen, sondern um die Belastung über einen längeren Zeitraum. Sobald Verletzungen, Ausfälle oder auch Urlaube dazukamen, wurde es eng. „Durch Verletzungen, Ausfälle, Urlaub und so weiter war der Kader immer an seiner Grenze oder sogar zum Teil nicht mehr voll ersetzbar“, schildert Haslinger. Gerade in einer langen Saison ist das ein Punkt, der schnell spürbar wird. Umso höher bewertet er, dass die Mannschaft trotzdem zusammengeblieben ist und sich in dieser Lage nicht hat hängenlassen. Einen einzelnen Spieler wollte er daher bewusst nicht herausheben. Stattdessen stellt er den Zusammenhalt in den Vordergrund. „Ich würde eigentlich den Kader als solchen nennen, der sich gemeinsam trotzdem immer bemüht hat, sein Bestes zu geben und bei dem der Zusammenhalt über die ganze Saison gehalten hat.“

Keine Abgänge, aber mehrere Ergänzungen und neue Strukturen

In der Personalfrage gibt es beim SV Schwarzmüller Freinberg vorerst keine Abgänge zu vermelden. „Unsere Mannschaft bleibt bis dato gleich“, sagt Haslinger. Gleichzeitig ist aber klar, dass der Verein auf die Erfahrungen der vergangenen Monate reagieren will. Der Kader soll verbreitert werden, damit die Belastung im Frühjahr besser aufgefangen werden kann. „Wir ergänzen unseren Kader mit circa vier bis fünf Spielern“, kündigt der Trainer an. Namen wollte er noch nicht nennen, weil nach seinen Worten „noch verschiedene An- und Ummeldeoptionen offenstehen“. Auch abseits des Spielerkaders hat sich etwas bewegt. Haslinger hebt besonders hervor, dass mit Matthias Helmberger ein sportlicher Leiter installiert wurde. „Das war für uns wichtig, und wir haben das mit Matthias Helmberger sehr gut besetzt“, sagt er. Dazu kommt eine weitere Änderung im Unterbau des Vereins. Auch die 1b-Mannschaft wird nun von einem eigenen Trainer betreut. Für Freinberg ist das kein Nebenthema, sondern Teil einer klaren organisatorischen Weiterentwicklung, mit der der Verein breiter aufgestellt in die nächste Phase gehen will.

Auftakttraining mit vollem Feld und klarem Blick nach vorne

Vor dem Start in die Vorbereitung gibt es aus Freinberger Sicht zumindest bei der personellen Verfügbarkeit positive Nachrichten. Haslinger rechnet damit, dass zum Auftakttraining alle Spieler am Feld stehen. „Zum jetzigen Zeitpunkt dürften morgen zum Auftakttraining alle Spieler am Feld sein. Ich wüsste momentan keinen Spieler, der noch irgendwelche Verletzungen auskuriert“, sagt er. Das ist für einen Trainer nach einer Phase mit engem Kader natürlich ein wichtiger Punkt, weil damit die Arbeit von Beginn an unter besseren Voraussetzungen anlaufen kann. Auf die Konkurrenz schaut Haslinger ebenfalls genau. Als „stabilste Mannschaft“ nennt er ein Team aus der Liga und verweist darauf, dass dieses in dieser Klasse aus seiner Sicht konstant gute Leistungen gebracht habe. Außerdem hebt er hervor, dass sich auch andere Teams sehr gut entwickelt hätten. Für den SV Schwarzmüller Freinberg geht es nun darum, aus den Erfahrungen der bisherigen Saisonhälfte die richtigen Schlüsse zu ziehen. Die Richtung ist mit Haslingers Aussagen jedenfalls klar: mehr Breite im Kader, funktionierende Strukturen im Verein und ein Start mit möglichst voller Mannschaft.