Beim neuen 2. Klasse West-Nord-Klub TSV St. Marienkirchen/Schärding steht der Sommer klar im Zeichen des Neuaufbaus. Spielertrainer Bence Kalmar muss nach dem Abstieg aus der 1. Klasse Nord-West einige personelle Veränderungen auffangen, will die Vorbereitung aber vor allem dafür nutzen, junge Spieler an die Kampfmannschaft heranzuführen. Mit Adam Nagy gibt es einen Neuzugang, noch wichtiger ist für den Coach aber die Grundlinie für die nächsten Wochen: „Wir haben keinen Druck. Wir versuchen, Fußball zu spielen.“

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Statt auf viele externe Lösungen zu setzen, will Kalmar die Entwicklung im eigenen Verein vorantreiben. „Wir haben unsere 1b mit vier, fünf Spielern verstärkt. Damit kann ich die jungen Spieler, die bisher in der 1b gespielt haben, in die Kampfmannschaft einbauen“, erklärte er. Genau darin liegt für ihn der Kern dieser Vorbereitung. „Das ist auch mein Hauptziel: den jungen, talentierten Spielern Minuten und Chancen zu geben.“ Diese Aussage zeigt ziemlich klar, wohin die Reise gehen soll. Nicht ein großer personeller Schnitt von außen, sondern ein behutsamer Aufbau mit Spielern aus dem eigenen Umfeld. Einen Zugang gibt es dennoch: Adam Nagy kommt aus Haag. Auch hier bleibt Kalmar sachlich und vorsichtig. „Er braucht noch etwas Zeit. Wir wollen ihn nach seiner Verletzung wieder aufbauen. Wenn er fit ist, kann er uns helfen.“ Damit ist die Rolle des Neuzugangs umrissen, ohne dass der Trainer die Erwartungen unnötig hochschraubt.
Dass das Trainerteam unverändert bleibt, ist in dieser Phase für Kalmar ein wichtiger Punkt. „Das Trainerteam bleibt unverändert“, sagte er, und genau diese Kontinuität soll helfen, die wenigen Wochen bis zum Start bestmöglich zu nutzen. Der Plan ist eng gesteckt: 15 Trainings und vier Testspiele stehen auf dem Programm. „Viel Zeit haben wir nicht, aber wir versuchen, uns optimal auf die neue Saison vorzubereiten“, sagte Kalmar. Dahinter steckt aber nicht nur der übliche Sommerfahrplan, sondern auch ein sportlicher Gedanke, der ihm wichtig ist. „Unser Ziel ist es, einen eigenen Spielstil zu erarbeiten, damit alle Spieler endlich wieder befreit spielen können.“ Das ist eine klare Ansage für die tägliche Arbeit am Trainingsplatz. Dazu passt auch, dass es aktuell keine verletzten oder angeschlagenen Spieler gibt. Kalmar kann damit von Beginn an nahezu mit dem kompletten Kader arbeiten und seine Ideen entsprechend direkt umsetzen.
Bei der Konkurrenz hielt sich der Trainer bewusst zurück. „Ich kenne die Liga nicht so gut“, sagte Kalmar offen und ließ erkennen, dass er sich vorerst stärker mit der eigenen Entwicklung beschäftigen will als mit großen Einschätzungen über andere Teams. Gerade diese Zurückhaltung passt zu seinem gesamten Auftreten in diesem Gespräch. Er redete nicht um große Ziele herum und vermied laute Ansagen. Der Satz, der hängen bleibt, fiel erst gegen Ende und beschreibt den Zugang des Vereins ziemlich gut: „Wir haben keinen Druck. Wir versuchen trotzdem, Fußball zu spielen.“ Für den TSV St. Marienkirchen/Schärding ist das vor dem Start in die neue Runde eine nachvollziehbare Linie. Junge Spieler sollen herangeführt werden, ein eigener Stil soll wachsen und die Mannschaft soll Schritt für Schritt in ihre Rolle finden. Vieles ist in diesem Sommer noch im Aufbau, die Richtung, die Kalmar vorgibt, ist aber deutlich zu erkennen.