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Union Leonding: „Unter die ersten Fünf soll diesmal das Ziel sein“

Union Leonding

Nach Platz elf in der 1. Klasse Mitte will die Union Leonding heuer deutlich weiter vorne mitmischen. „Mit der Platzierung waren wir nicht zufrieden. Es wäre weitaus mehr möglich gewesen“, sagt Sportchef Gerald Trummer im Gespräch mit Ligaportal. Der Verein setzt dabei auf einen breiteren Kader, sieben Neuzugänge und das eingespielte Trainerteam. Das Ziel ist klar formuliert: Diesmal soll die Mannschaft den Sprung in die Top-Fünf schaffen.

Weiß-Blau-Orangener Fußball auf Rasen

Foto von Alfonso Scarpa auf Unsplash

Die vorige Saison wirkt noch nach

In Leonding wird die vergangene Spielzeit nicht schöngeredet. Der sportliche Leiter spricht offen davon, dass das Abschneiden hinter den eigenen Erwartungen geblieben ist. Zwar nennt Trummer keine Gründe im Detail, er verweist aber auf „verschiedene Umstände“, die ein besseres Abschneiden verhindert hätten. Gerade deshalb ist die Ausgangslage für den Sommer klar: Es geht nicht um einen Neustart mit großem Umbruch, sondern um eine Korrektur nach einer Saison, in der aus Sicht des Vereins mehr drin gewesen wäre.

Dieser Anspruch prägt auch die Zielsetzung für die kommende Meisterschaft. Trummer formuliert sie bewusst ambitioniert, aber ohne große Ankündigungen: „Wir versuchen, so gut wie möglich die Meisterschaft zu spielen, und unter die ersten Fünf soll diesmal das Ziel sein.“ Nach dem elften Platz ist das eine deutliche Ansage. In Leonding will man sich nicht mit dem unteren Tabellenbereich zufriedengeben.

Breiterer Kader, neue Konkurrenz im Team

Der wichtigste Hebel dafür ist der Kader. Die Union hat auf die Abgänge reagiert und personell nachgelegt. „Wir haben den Kader ein bisschen breiter gemacht“, sagt Trummer. Insgesamt kamen sieben Neuzugänge, darunter auch Spieler, die den Verein bereits kennen. Mit Edis Salkic kehrt ein bekanntes Gesicht zurück. Dazu wurde mit Cristian Demsa ein neuer Torhüter verpflichtet. Für mehr Routine in der Defensive soll Innenverteidiger Jozo Marijanovic sorgen. Außerdem wurden Haris Eminic und der junge Rilind Aliu geholt.

Dem gegenüber stehen drei Abgänge. Harun Karic hat den Verein verlassen, Tim Permadinger wurde verliehen, Eric Etah-Abunaw ist ebenfalls nicht mehr Teil des Kaders. Die Richtung ist damit klar: Leonding wollte personell nicht nur nachbesetzen, sondern die Auswahl im gesamten Aufgebot vergrößern. Das erhöht die Konkurrenz innerhalb der Mannschaft und gibt dem Trainerstab mehr Möglichkeiten, wenn über eine lange Saison hinweg Ausfälle, Formschwankungen oder Sperren dazukommen.

In der Vorbereitung liegt der Schwerpunkt zunächst auf den Grundlagen. Trummer nennt vor allem die Ausdauerarbeit in der Aufbauzeit. Gleichzeitig geht es darum, die neue Gruppe zusammenzuführen. „Wir haben einige Neuzugänge, damit sich die Mannschaft kennenlernt“, sagt er. Gerade bei einem Kader, der in mehreren Bereichen verändert wurde, ist das ein entscheidender Punkt.

Konstanz bei der Kampfmannschaft, neuer Impuls bei der 1b

Rund um die Kampfmannschaft setzt der Verein auf Kontinuität. Im Trainerstab gibt es keine Änderungen. Damit bleibt man in Leonding beim eingeschlagenen Weg. Bewegung gibt es hingegen bei der 1b. Dort übernimmt Manuel Siess als neuer Trainer. Trummer verbindet das mit einer klaren Aufgabe: „Da werden wir die jungen Leute wieder forcieren.“ Die 1b soll wieder stärker als Plattform für den Nachwuchs dienen.

Personell ist die Lage zum Start der Vorbereitung ruhig. Größere Verletzungssorgen gibt es aktuell nicht, auch wenn laut Trummer ein, zwei Spieler noch nicht ganz fit sind. Bis zum Meisterschaftsstart hofft man im Verein aber auf Entwarnung. So geht die Union mit einer Mischung aus Unzufriedenheit über das Vergangene und klarer Erwartung an das Kommende in die neue Saison. Der Kader ist breiter, das Umfeld ruhig, das Ziel unmissverständlich. Jetzt muss die Mannschaft jene Punkte holen, die sie im vergangenen Jahr zu oft liegen ließ.