Zum Auftakt in der 1. Klasse Mitte haben die SC Gartenkomplett Marchtrenk Juniors gegen den SV Franckviertel Linz einen knappen 1:0-Heimsieg eingefahren. Co-Trainer Nicolas Töltsch sprach nach einer starken ersten Hälfte, einer offeneren zweiten Halbzeit und viel Abwehrarbeit in der Schlussphase von einem glücklichen, aber keineswegs unverdienten Erfolg. Entscheidend war am Ende nicht nur der Treffer von Marko Andrejevic, sondern auch der Glaube daran, dass dieses Tor noch fallen würde.

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Co-Trainer Nicolas Töltsch sah vor allem vor der Pause vieles von dem, was sich das Trainerteam vorgenommen hatte. „Wir sind sehr stark in die Partie hineingestartet, haben gleich sehr viel Spielanteile übernommen und die ersten 35 Minuten sehr ansehnlichen Fußball gespielt“, sagte er. Die Gastgeber kombinierten nach seinen Worten gut und kamen zu zahlreichen Möglichkeiten, aus denen eigentlich eine Führung hätte herausschauen müssen. Töltsch sprach von einem Stangenschuss, einem Lattenschuss, einer Eins-gegen-eins-Situation gegen den Torwart und weiteren guten Chancen nach Standards. Dass es zur Halbzeit trotzdem 0:0 stand, passte für ihn nicht ganz zum Verlauf dieser ersten Phase. Gleichzeitig verschwieg er nicht, dass auch SV Franckviertel Linz immer wieder gefährlich wurde. Vor allem über Konter mit schnellen Spielern kamen die Gäste zu ihren Möglichkeiten. „Unser Torwart hat heute einen sehr starken Tag gehabt und uns hinten die Null gerettet“, betonte Töltsch. So blieb es bis zur Pause beim 0:0, obwohl beide Seiten gute Gründe hatten, auf mehr zu hoffen.
Nach dem Seitenwechsel änderte sich das Bild laut Töltsch merklich. „Mit der Fortdauer des Spiels haben wir ein bisschen mehr den Faden verloren“, sagte er, und genau dadurch wurde die Partie deutlich ausgeglichener. Ganz weg war die Offensivgefahr der Heimelf aber nicht, und in der Halbzeit war die Botschaft ohnehin klar gewesen. „Wir müssen dranbleiben und daran glauben, egal wann, egal wie, wir werden da ein Tor machen und die Partie gewinnen“, schilderte der Co-Trainer die Ansage aus der Kabine. In der 66. Minute fiel dann tatsächlich die Entscheidung. Nach einem Eckball wurde der Ball vom Torwart herausgefaustet. Marko Andrejevic nahm sich aus der Distanz ein Herz und traf zum 1:0. Für Töltsch war diese Führung zu diesem Zeitpunkt verdient, weil seine Mannschaft sich die besseren Phasen zuvor erarbeitet hatte. Trotzdem war mit dem Treffer noch nichts abgesichert, denn das Spiel blieb offen und wurde in der Schlussphase immer mehr zu einer Frage des Durchhaltens.
Warum SC Gartenkomplett Marchtrenk Juniors nach dem 1:0 so stark unter Druck geriet, erklärte Nicolas Töltsch sehr konkret. Die personelle Lage war angespannt, auf der Bank saßen nur zwei Ersatzspieler, dazu musste schon in der Halbzeit gewechselt werden. Auch die hohen Temperaturen spielten aus seiner Sicht eine große Rolle. „Ab der 75. Minute waren wir mehr oder weniger nur mehr am Verteidigen“, sagte er. In dieser Phase überließ die Heimelf SV Franckviertel Linz über weite Strecken das Feld, und in den letzten zehn bis 15 Minuten drückten die Gäste noch einmal kräftig an. Töltsch sprach deshalb auch von einem Gegner „auf Augenhöhe“, gegen den die Partie ebenso gut unentschieden hätte enden können. Umso höher bewertete er, dass seine Mannschaft diesmal standhielt. „Der kompakte Zusammenhalt, der Ehrgeiz und dass jeder für jeden gekämpft hat, waren ausschlaggebend“, sagte er. Auch mit dem Unparteiischen gab es aus seiner Sicht keinen Anlass zur Diskussion. „Die Schiedsrichterleistung war sehr korrekt“, hielt Töltsch fest und sah auch strittige Entscheidungen, die im Spiel angesprochen wurden, sauber gelöst.
Für den Auftakt in die Meisterschaft nehmen die SC Marchtrenk Juniors damit vor allem die drei Punkte, die starke Anfangsphase und ein gutes Stück Selbstvertrauen mit. Töltsch sprach von großer Zufriedenheit im Trainerteam und machte deutlich, dass dieser Sieg angesichts der Vorbereitung nicht selbstverständlich war. „Für das erste Meisterschaftsspiel war es sehr erfreulich, wie die Mannschaft herangegangen ist und das umgesetzt hat, was wir vorgegeben haben“, sagte er. Gleichzeitig beließ er es nicht bei Lob. Fußballerisch und körperlich gebe es noch einiges zu verbessern, weil Urlaube, Ausfälle und Krankheiten eine normale Vorbereitung erschwert hätten. Auch deshalb hofft das Trainerteam in den nächsten Wochen auf mehr Breite im Kader. Der erste Schritt ist aber gelungen, und genau darauf wollte Töltsch nach dem Schlusspfiff hinaus: In der vergangenen Saison gingen enge Spiele seiner Mannschaft oft noch spät verloren, diesmal brachte sie das 1:0 über die Zeit und startete mit einem Erfolgserlebnis in die neue Saison.