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SC St. Valentin: Nach Kraftakt im Frühjahr beginnt der Neuaufbau

SC St. Valentin

Vom Fast-Absteiger zum Überlebenskünstler: In der Bezirksliga Ost hat der SC St. Valentin mit einer starken Rückrunde noch die Kurve bekommen, nun steht im Sommer aber ein großer personeller Umbruch an. Sektionsleiter Harald Leitner spricht im Gespräch mit Ligaportal über einen Herbst „zum Vergessen“, den Umschwung nach dem Trainingslager auf Mallorca, zahlreiche Veränderungen im Kader und eine Mannschaft, die sich in kurzer Zeit neu finden muss. Dazu kommen drei Langzeitverletzte und ein Jubiläumsfeier zum 80-jährigen Bestand des Vereins.

Trainingsball in Weiß, Blau und Orange. Im Hintergrund trainieren Spieler bei Flutlicht

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Frühling rettete eine schwierige Saison

Die vergangene Spielzeit hatte beim SC St. Valentin zwei völlig unterschiedliche Gesichter. Nach einem schwachen Herbst steckte die Mannschaft tief im Tabellenkeller fest. „Der Herbst war zum Vergessen. Mit sieben Punkten waren wir am vorletzten Tabellenplatz“, sagt Leitner. Gerade deshalb fällt die Bewertung am Ende deutlich milder aus, weil die Reaktion nach der Winterpause stimmte.

Im Frühjahr präsentierte sich die Mannschaft stabiler, widerstandsfähiger und vor allem deutlich erfolgreicher. „Im Frühjahr zeigte die Mannschaft unter Trainer Radek Gulajev Charakter. In der Rückrunde machten wir 20 Punkte, belegten den siebenten Platz und haben so aus eigener Kraft den Abstieg verhindert“, so Leitner. Ausschlaggebend dafür war aus seiner Sicht nicht nur die sportliche Arbeit, sondern auch der Zusammenhalt in der Gruppe. „Der Schlüssel zum Erfolg war das Trainingslager auf Mallorca und der Charakter der Mannschaft.“ So wurde aus dem drohenden Absturz am Ende noch Rang elf in der End-Tabelle.

Großer Umbruch im Sommer

Auf dieser Rettung kann der Verein nun aber nicht mit unverändertem Personal aufbauen. Im Gegenteil: Leitner spricht selbst von einem „großen Umbruch“. Verabschiedet wurden unter anderem Sebastian Gschnaidtner und Benjamin Gönner, die ihre Karrieren beenden. Dazu kommen weitere Abgänge mit Viktor Atasanov, Timon Hengst, dem langjährigen Kapitän und Eigenbauspieler Raphael Fischelmayr, Ivan Leovac, Denis Camdzic, Jonas Peterseil und Furkan Yigit.

Gleichzeitig wurde der Kader in mehreren Mannschaftsteilen ergänzt. Neu dazugekommen sind Nenad Stankovic vom SK Asten, Arian Ramadani von Seitenstetten, Emir Hamzic von Neuhofen/Krems, Armin Memic, Naip Ameti und Anes Samardzic jeweils von Neue Heimat Linz sowie Philipp Schibani von Kronstorf. Mit Nurija Masic kehrt zudem ein Mittelfeldspieler nach einer Leihe von St. Pantaleon/Erla zurück, dazu kommt Samuel Schmalzer aus dem Nachwuchs von Blau-Weiß Linz. Bestätigung für die Arbeit im Verein dass wir immer wieder gute Spieler aus den eigenen Reihen von unten nach oben rausbringen wir haben auch Verständnis dass einige den nächsten Entwicklungsschritt machen wollen und wir daher sportlich keine Steine in den Weg legen

Die Vorbereitung begann am 13. Juli, wegen der Urlaubszeit etwas später als gewohnt. Inhaltlich setzt der Verein auf Grundlagenarbeit. Kondition, Fitness, Technk und Taktik stehen im Mittelpunkt, noch wichtiger ist für Leitner aber das Zusammenfinden der neu zusammengestellten Gruppe. Cheftrainer Gulajev arbeitet dabei mit den Co-Trainern Marco Oblingerund René Brandl sowie mit Tormanntrainer Christian Winkler im Team. Die neue Mannschaft muss sich so schnell wie möglich finden“, sagt Leitner. „Wir möchten so schnell als möglich eine Mannschaft finden, die Charakter und Biss zeigt.“

Erschwert wird dieser Prozess durch drei längere Ausfälle. Felix Hagler dürfte laut Leitner in rund zwei Monaten wieder einsatzfähig sein. Julian Gschnaidtner fehlt länger nach einem Kreuzbandriss, Jonas Moser wird mit einer Schulterverletzung die gesamte Herbstsaison verpassen.

Das Ziel ist klar, die Liga bleibt eng

Nach dem Zittern des Vorjahres formuliert der Verein seine Erwartungen nüchtern. „Wir wollen nicht absteigen, sondern im gesicherten Mittelfeld agieren“, sagt Leitner. Große Ansagen vermeidet er bewusst, auch weil die Liga für ihn schwer einzuschätzen bleibt. „Die Bezirksliga Ost ist sehr ausgeglichen. Es spielen starke Mannschaften, jeder kann jeden schlagen.“ Genau deshalb wird für die Niederösterreicher entscheidend sein, diesmal nicht erst im Frühjahr in die Spur zu finden.

Einen frühen Fixpunkt gibt es schon vor dem Ligastart: Am kommenden Dienstag bestreitet der Verein im Rahmen des 80-Jahr-Jubiläums ein Testspiel gegen den Nachbarn unbd OÖ-Ligisten ASK St. Valentin. Am 8. August findet dann das Highlight des Vereins statt mit dem letzten Test ebenfalls gegen einen weiteren Nachbarn aus St. Pantaleon. Nach dem Spiel steigt eine Riesenparty zum 80-jährigen Jubiläum. Der Klub rechnet mit zahlreichen Besuchern. Sportlich beginnt für den SC St. Valentin damit eine Saison, in der vieles neu zusammengesetzt werden muss. Nach dem Charaktertest im Frühjahr wird sich nun zeigen, wie rasch aus dem Umbruch wieder eine schlagkräftige funktionierende Mannschaft wird.