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SPG Andorf/Sigharting: „Für uns gibt es ein Ziel: den Klassenerhalt“

FC Illumina Andorf

Der Vizemeistertitel in der Landesliga West und Aufstieg hat die Erwartungen nicht in die Höhe getrieben: In der LT1 OÖ-Liga setzt die SPG Illumina Andorf/Sigharting trotz einer starken Vorsaison auf ein klares, nüchternes Ziel – den Klassenerhalt. „Für uns gibt es ein Ziel, das muss uns ganz klar sein“, sagt Trainer Thomas Froschauer im Gespräch mit Ligaportal. Nach 66 Punkten und rund 80 Toren kommt der Aufsteiger mit viel Substanz, einem Umbau im Trainerteam und einem generalsanierten Stadion in eine Liga, die für Neulinge zuletzt kein leichtes Pflaster war.

Zwei Fußballspieler im Zweikampf

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Eine Saison, die Maßstäbe gesetzt hat

Die vergangene Spielzeit ordnet Froschauer ohne großes Herunterspielen ein. „Wenn man 66 Punkte macht und rund 80 Tore erzielt, ist das schon sehr, sehr gut.“ Für die Andorfer war das nicht nur statistisch eine starke Saison, sondern auch der Beleg dafür, dass die Mannschaft über Monate hinweg konstant geliefert hat.

Den Hauptgrund für den Erfolg sieht Froschauer weniger in einzelnen Leistungsträgern als in der Struktur des Kaders. „Unser großer und besonders ausgeglichener Kader für die Landesliga war eigentlich der ausschlaggebende Punkt.“ Genau diese Breite soll nun auch eine Etage höher helfen. Denn spielerisch hat das Team aus Sicht des Vereins schon im Vorjahr gezeigt, dass es Fußball auf gutem Niveau spielen kann. Wie viel davon in der OÖ-Liga trägt, wird sich allerdings erst weisen.

Körperliche Arbeit als erster Auftrag

In der Vorbereitung ist die Richtung deshalb eindeutig. „Oberste Priorität ist eine körperliche Top-Verfassung“, sagt Froschauer. Der Aufsteiger weiß, dass in der neuen Liga nicht nur Qualität am Ball gefragt ist, sondern auch Robustheit, Tempo und die Fähigkeit, das Niveau über 90 Minuten zu halten.

Dass die SPG nach vorne Potenzial mitbringt, steht für Froschauer außer Frage. Er verweist auf die Offensivstärke des Vorjahres, schiebt aber gleich nach, dass der Vergleich mit der neuen Liga erst auf dem Platz beantwortet werden kann. Die Vorbereitung dient daher weniger dem Feinschliff einzelner Spielzüge als der Basis, um in einer körperlich fordernden Meisterschaft konkurrenzfähig zu sein.

Ein Abgang, drei Zugänge und wichtige Rückkehrer

Am Kader wurde vergleichsweise behutsam gearbeitet. Mit Innenverteidiger Lejs Nezic verliert die SPG nur einen Spieler, der nach Wallern wechselt. Reagiert wurde dennoch gezielt: Rudolf Novak, ebenfalls Innenverteidiger, kommt aus Tschechien und soll diese Lücke schließen. Dazu stößt Ege Özdemir von den Hertha Wels Amateuren zum Team.

Besonders interessant ist die Personalie László Safar. Der linke Innenverteidiger kommt vom SV Grieskirchen zurück, wird aber vorerst nur passmäßig gebunden. Da er wieder nach Ungarn übersiedelt, soll er im Herbst bei Bedarf aushelfen. Noch wichtiger als die Neuzugänge sind aus Andorfer Sicht drei Rückkehrer: Jacob Manetsgruber, Thomas Kickinger und Benedikt Großbötzl waren im Vorjahr wegen Verletzungen nur eingeschränkt einsetzbar. „Das sind drei sehr wichtige Spieler und sie kommen Gott sei Dank jetzt wieder zur Mannschaft zurück“, sagt Froschauer.

Neues im Trainerteam, Auftakt im neuen Stadion

Auch im Trainerstab gab es eine Veränderung. Das bisherige Duo mit Edin Ibrahimovic wird es so nicht mehr geben, weil dieser aus privaten Gründen kürzertritt und nun bei Regionalligist Wallern als Co-Trainer arbeitet. An die Seite von Froschauer rückt Thomas Paminger, mit dem die Arbeit auf mehrere Schultern verteilt werden soll.

Abseits des Rasens steht in Andorf ein besonderer Sommer an. Die Daxl-Arena wurde generalsaniert und umgebaut, gleichzeitig feiert der FC Andorf sein 80-Jahr-Jubiläum. Beides soll am 8. August beim Spiel gegen Edelweiß einen würdigen Rahmen bekommen. Für den Verein fällt der Start in der OÖ-Liga damit auch mit einem besonderen Termin im Umfeld zusammen.

Die Latte liegt bewusst nicht zu hoch

Bei der Zielsetzung bleibt Froschauer trotzdem betont sachlich. „Wenn man als Zweiter aufsteigt und schaut, wie es den Meistern in den vergangenen Jahren in der Oberösterreichliga ergangen ist, dann ist das natürlich schwierig.“ Aus dieser Einschätzung leitet sich der Maßstab für die Saison ab: „Unser ganz klares Ziel ist der Klassenerhalt.“

Die Ausgangslage ist damit klar. Andorf geht nicht mit großen Ansagen in die Liga, sondern mit dem Wissen, dass die vergangene Saison stark war, der Kader Breite besitzt und einige wichtige Spieler zurückkommen. Ob das reicht, wird sich bald zeigen. Klar ist schon jetzt: Im Mittelpunkt steht für den Aufsteiger nicht die Feier rund um das neue Stadion, sondern der Klassenerhalt in der OÖ-Liga.