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ASKÖ Schwertberg: Nach dem Ligaerhalt soll vorne mehr Durchschlagskraft kommen

ASKÖ Schwertberg

Nach einer Saison mit zwei sehr unterschiedlichen Phasen soll bei der ASKÖ Steinbach Schwertberg in der Landesliga Ost vor allem die Offensive zulegen. Trainer Dominik Scheuringer spricht im Interview mit Ligaportal von einer klaren Stabilisierung im Frühjahr, aber auch von einem Manko, das den Verein bis zuletzt zittern ließ. Mehrere Neuzugänge im Angriff sollen nun dafür sorgen, dass aus ordentlichen Auftritten auch mehr Punkte eingefahren werden.

Weiß-Roter Fußball auf Rasen

Foto von Marcel Strauß auf Unsplash

Vom problematischen Herbst zur stabileren Rückrunde

Der Rückblick fällt in Schwertberg differenziert aus. „Im Herbst war das nicht so erfolgreich für uns“, sagt Scheuringer. Mehrere hohe Niederlagen und insgesamt zu viele Gegentore prägten die erste Saisonhälfte. Gerade diese Anfälligkeit brachte die Mannschaft in eine unangenehme Lage, in der der Ligaerhalt zum bestimmenden Thema wurde.

Im Frühjahr zeigte die Elf dann ein anderes Gesicht. Die ASKÖ startete mit zwei Siegen in die Rückrunde, blieb in den ersten vier Spielen ungeschlagen und verbesserte sich vor allem gegen den Ball deutlich. „Wir haben uns stabilisiert und über das ganze Frühjahr gesehen sehr wenig Gegentore erhalten“, sagt der Trainer. Dass es am Ende trotzdem noch knapp wurde, hatte einen anderen Grund.

Das große Thema bleibt das letzte Drittel

Die Fortschritte in der Defensive reichten nämlich nicht aus, um sich frühzeitig aus dem unteren Bereich zu lösen. Vor allem in der zweiten Hälfte des Frühjahrs fehlte Schwertberg vor dem Tor oft die nötige Konsequenz. „Unser Manko war, dass wir zu wenig Tore geschossen haben“, sagt Scheuringer. Genau dort setzt nun auch die Vorbereitung an. Das Spiel im letzten Drittel, die Qualität im Abschluss und die Durchschlagskraft im Angriff stehen im Zentrum der Arbeit, während die Ordnung aus dem Frühjahr erhalten bleiben soll.

Die personellen Entscheidungen passen zu dieser Analyse. Mit Raphael Fischelmayr vom SC Valentin und Maximilian Heiml von St. Magdalena kommen zwei Spieler für das zentrale Mittelfeld, dazu wurden mit Furkan Yigit vom SC Valentin, Paul Leuchtenmüller von St. Pantaleon und Lukas Wurzer von St. Oswald/Freistadt gleich drei Offensivkräfte verpflichtet. Schwertberg reagiert damit sehr gezielt auf jenes Problem, das die Mannschaft in der Vorsaison am meisten gebremst hat.

Mehrere Abgänge und ein schmerzhafter Ausfall

Auf der anderen Seite muss der Verein einige personelle Veränderungen auffangen. Mit Paul Hentschläger, Bilal Cavusoglu und Ilke Demir gehen drei Stürmer, dazu verlassen Timo Freistätter und Innenverteidiger Julian Resch den Verein. Besonders bitter ist die Situation bei Mathias Feichtinger, der nach einem Kreuzbandriss im Herbst definitiv fehlen wird. Darüber hinaus gibt es laut Scheuringer noch ein, zwei angeschlagene Spieler, bei denen im Laufe des Herbstdurchgangs mit einer Rückkehr gerechnet wird.

Abseits des Kaders bleibt bei der Kampfmannschaft vieles unverändert. Das Trainerteam arbeitet in derselben Konstellation weiter, nur bei der 1b-Mannschaft gibt es eine neue Besetzung. Ein größerer Umbruch ist in Schwertberg also nicht zu erkennen, vielmehr will der Verein auf den Entwicklungen aufbauen, die in der Rückrunde sichtbar wurden.

Mittelfeld statt Zittern bis zum Schluss

Die Zielsetzung ist entsprechend bodenständig formuliert. „Unser oberstes Ziel ist natürlich, die Liga zu halten“, sagt Scheuringer. Im Idealfall soll die Mannschaft mit dem Abstiegskampf diesmal gar nicht erst bis in die Schlussphase hinein zu tun haben, sondern sich im gesicherten Mittelfeld festsetzen. Ein einstelliger Tabellenplatz wäre aus Sicht des Trainers das bestmögliche Szenario.

Dass Schwertberg sich mehr zutraut als nur das bloße Reagieren, leitet Scheuringer aus dem Frühjahr ab. „Wir haben gezeigt, dass wir gegen jeden Gegner mithalten konnten.“ Auch die vorderen Mannschaften sollen wieder geärgert werden, entscheidend werden aber die Partien gegen direkte Konkurrenten sein. Dort braucht die ASKÖ heuer mehr Ertrag als im Vorjahr. Scheuringer weiß, dass die Aufgabe schwierig bleibt, weil wieder starke Teams in der Liga stehen. Trotzdem ist die Richtung klar: Die defensive Stabilität soll kein Strohfeuer gewesen sein, und vorne soll deutlich mehr kommen. Dann sollte der Kampf um den Klassenerhalt diesmal früher entschieden sein.