Spielberichte

Union Pabneukirchen setzt nach schwierigem Jahr auf Ruhe und Jugend

Pabneukirchen

Nach Platz zwölf in der im Sommer still gelegten 2. Klasse Nord-Ost will die Union Pabneukirchen nach dem Wechsel in die 2. Klasse Nord-Mitte nicht alles auf links drehen, sondern den eingeschlagenen Weg stabilisieren. Trainer Christian Schachenhofer beschreibt die vergangene Saison im Gespräch mit Ligaportal als sportlich enttäuschend, sieht aber auch Gründe, warum die Mannschaft Zeit gebraucht hat. Nach dem Ligawechsel setzt der Verein auf Kontinuität, die stärkere Einbindung junger Spieler und drei Rückkehrer nach Verletzungen. Das Ziel für die neue Spielzeit ist deutlich ambitionierter als der Tabellenstand in der alten Liga.

Torwart in Neongrün, im Vordergrund der Ball

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Ein schwieriges Jahr mit Lernprozess

Die Bilanz der vergangenen Saison fällt in Pabneukirchen klar aus. "Die vorige Saison stand eher unter einem negativen Vorzeichen", sagt Schachenhofer. Ausschlaggebend war aus seiner Sicht weniger ein einzelnes Problem als vielmehr ein größerer Umstellungsprozess innerhalb der Mannschaft. Die Union musste junge Spieler einbauen, gleichzeitig ein neues Spielsystem festigen und dabei erst herausfinden, wo die Stärken und Schwächen des Teams liegen.

Gerade dieser Prozess zog sich länger hin, als man sich im Verein erhofft hatte. Der Tabellenplatz blieb das große Manko, zumal sich die Mannschaft laut Schachenhofer daraus "nicht aus eigener Kraft" befreien konnte. Dass dennoch nicht alles schlecht war, betont der Trainer ausdrücklich. "Positiv war die Einstellung der Mannschaft, trotzdem immer am Ball zu bleiben." Diese Haltung ist nun einer der wenigen Fixpunkte, auf denen die Pabneukirchener aufbauen wollen.

Kaum Bewegung im Kader, aber wichtige Rückkehrer

Personell steht der Verein für Kontinuität. Neue Spieler gibt es bisher nicht, größere Abgänge ebenfalls nicht. Einzig Christian Wimmer kehrte zu seinem Stammverein St. Oswald zurück. Viel mehr als ein Sommer des Umbaus ist es in Pabneukirchen also ein Sommer der Kontinuität.

Gerade deshalb kommt den Rückkehrern aus der Verletzungspause besondere Bedeutung zu. Drei im Frühjahr ausgefallene Spieler sind wieder fit und sollen der Mannschaft sofort mehr Breite und Stabilität geben. "Wir sind froh, dass die drei im Frühjahr verletzten Spieler jetzt zurückgekommen sind. Sie sind wieder fit, auskuriert und verstärken das Team enorm", sagt Schachenhofer. Änderungen im Trainerstab oder sonstige größere Neuigkeiten im Vereinsumfeld gibt es nicht.

Daran zeigt sich auch die Herangehensweise für die kommende Saison: Pabneukirchen sucht die Verbesserung nicht über externe Korrekturen, sondern über eine Mannschaft, die sich inzwischen besser kennt, personell nahezu zusammengeblieben ist und die jungen Spieler weiter in tragende Rollen führen soll.

Das Ziel ist deutlich höher angesetzt

In der Vorbereitung liegt der Schwerpunkt daher weniger auf Experimenten als auf Sicherheit und Stabilität. Die Jugend soll noch stärker eingebunden werden, gleichzeitig will die Mannschaft vom ersten Spieltag an freier auftreten als zuletzt. Schachenhofer spricht davon, "von Null weg" in die Saison zu starten und damit unbelasteter aufzutreten als in der schwierigen vergangenen Runde.

Sportlich formuliert der Trainer das Ziel ohne Umschweife: "Wir wollen uns im vorderen Drittel etablieren." Für einen Klub, der zuletzt auf Rang zwölf gelandet ist, ist das eine deutliche Ansage. Dahinter steckt kein Ruf nach Spektakel, sondern ein klarer sportlicher Anspruch. Pabneukirchen will "spielerisch wie auch taktisch die Gegner unter Kontrolle halten" und über mehr Ordnung zu besseren Ergebnissen kommen.

Für die Fans bedeutet das vor allem eines: Sie werden keine neu zusammengestellte Mannschaft sehen, sondern ein Team, das aus einem schwierigen Jahr lernen soll. Gelingt es der Union Pabneukirchen, die Jugend rasch einzubinden, die Rückkehrer stabil zu integrieren und vom Start weg mehr Sicherheit in die eigenen Abläufe zu bringen, könnte sich das Bild rasch verändern. Nach dem schwierigen Vorjahr setzt der Verein jedenfalls auf einen unspektakulären, aber klaren Weg.