Beim neuen 2. Klasse Nord-Mitte-Klub Union Bad Kreuzen ist die Rückrunde noch nicht ganz aus den Köpfen, gleichzeitig geht der Blick schon klar nach vorne. Trainer Marcel Hirnschrott zieht trotz einer wechselhaften Schlussphase mit zwei Siegen und drei Niederlagen aus den letzten fünf Spielen ein positives Fazit. „Im Großen und Ganzen können wir mit der Rückrunde richtig zufrieden sein“, sagt er vor dem Start in die neue Vorbereitung.

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Dass Marcel Hirnschrott die vergangenen Monate nicht nur an den letzten Resultaten misst, macht er im Gespräch schnell klar. Union Bad Kreuzen gewann in der Schlussphase der 2. Klasse Nord-Ost zunächst bei Union Arbing mit 2:1 und ließ gegen Union Münzbach ein deutliches 6:1 folgen. Danach setzte es allerdings Niederlagen gegen ASKÖ Schwertberg 1b, DSG Union Perg 1b und Pierbach/Rechberg. Für den Trainer ändert das am Gesamtbild aber wenig. „Natürlich waren viele Spiele dabei, in denen wir gewisse Situationen einfach besser lösen konnten oder besser machen hätten können“, sagt Hirnschrott. Genau darin steckt auch seine Einordnung der Rückrunde: Es gab genug Momente, in denen mehr drinnen gewesen wäre, trotzdem bleibt unter dem Strich ein Halbjahr, mit dem der Trainer leben kann.
Die wichtigste personelle Veränderung betrifft die Tormannposition. Alexander Leonhardsberger hat den Verein verlassen. „Das ist natürlich sehr bitter“, sagt der Trainer. Gleichzeitig klingt bei ihm aber auch Überzeugung mit, weil Union Bad Kreuzen mit Enrik Prenqi bereits eine Lösung im Kader hat, der er viel zutraut. „Mit Enrik Prenqi haben wir einen extrem guten Tormann“, betont Hirnschrott. Dazu kommt mit Tobias Huber ein Neuzugang für das Mittelfeld. Auch hier spart der Trainer nicht mit Lob: „Tobias Huber wird uns im Mittelfeld sehr bereichern. Er ist ein sehr junger, talentierter Spieler, der sich in den letzten Jahren extrem entwickelt hat.“
Abseits des Rasens geht Union Bad Kreuzen ohne große Unruhe in den Sommer. „Im Gesamtverein hat sich nichts verändert“, sagt Hirnschrott, und genau dieser Satz beschreibt die Lage ziemlich treffend. Es gibt keine Baustellen im Trainerstab, keine größeren Nebenthemen und auch aus medizinischer Sicht keine schlechten Nachrichten. Verletzte oder angeschlagene Spieler meldete der Trainer nicht. Stattdessen richtet sich der Blick auf die nächsten Termine. Der Vorbereitungsstart steht unmittelbar bevor, am Wochenende folgt das Burgfest in Bad Kreuzen und schon in der kommenden Woche ist das erste Testspiel angesetzt. Vieles läuft also nach Plan an, und gerade das ist in dieser Phase für einen Verein oft mehr wert als große Schlagzeilen.
Auffällig ist, dass Hirnschrott keinen einzelnen Spieler herausheben will. Auf die Frage nach Gewinnern der vergangenen Monate lenkt er den Blick ganz bewusst auf die Gruppe. „Die gesamte Mannschaft hat sich in den letzten Wochen und Monaten extrem entwickelt, egal ob in der Gemeinschaft oder spielerisch“, sagt der Trainer. Damit beschreibt er auch den Weg, den Union Bad Kreuzen weitergehen will. In der Vorbereitung soll genau dort angesetzt werden, wo sich das Team zuletzt verbessert hat. „Da werden wir jetzt ansetzen, damit wir gut in die neue Meisterschaft starten“, erklärt Hirnschrott. Auch wenn die neue Einteilung und die damit verbundenen weiteren Wege für den Verein ein Thema sind, überwiegt in Bad Kreuzen derzeit klar das Gefühl, auf einer ordentlichen Basis in die nächste Saison zu gehen.