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SPG Pregarten: „Zumindest nichts mit dem Abstieg zu tun haben“

SPG Pregarten

Bei der SPG Algenmax Pregarten beginnt nach einem Sommer mit Trainerwechsel und markantem Kaderumbau eine Phase der Neuordnung in der LT1 OÖ-Liga. Sektionsleiter Thomas Posch beschreibt im Gespräch mit Ligaportal eine Mannschaft, die nach dem Ligaverbleib einige personelle Einschnitte verkraften muss und sich erst neu finden soll. Der bisherige Verlauf der Vorbereitung sei zwar „sehr zufriedenstellend“, die Zielsetzung für die Saison bleibt trotzdem bewusst schlicht: möglichst früh nichts mit dem Tabellenkeller zu tun haben.

Ersatzbank mit Sportplatz im Hintergrund

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Ein Rückblick mit zwei Seiten

Die vergangene Saison bewertet Posch nicht einseitig. Einerseits hebt er die Arbeit des bisherigen Trainers Robert Lenz hervor, andererseits verschweigt er nicht, dass der Verbleib in der Liga am Ende auch von äußeren Umständen beeinflusst wurde. „Vor allen Dingen war es die gute Arbeit von Coach Lenz“, sagt Posch über die abgelaufene Spielzeit. Gerade mit der jungen Mannschaft sei das ein wichtiger Faktor gewesen.

Gleichzeitig fiel die Bilanz nicht so aus, dass man sich in Pregarten entspannt zurücklehnen könnte. Posch formuliert es offen: Auch die Auflösung von Oedt 1b habe dazu beigetragen, „dass wir damit weiterhin in der OÖ-Liga geblieben sind“. Zwischen Anerkennung für die geleistete Arbeit und dem nüchternen Blick auf die Tabellenrealität liegt damit die Ausgangslage dieses Sommers. Pregarten startet also nicht mit Selbstzufriedenheit in die neue Saison, sondern mit dem Wissen, dass Stabilität erst wieder erarbeitet werden muss.

Neuer Trainer, viele neue Gesichter

Der auffälligste Schnitt erfolgt auf der Trainerbank. Mit Jakob Wolf übernimmt ein neuer Mann, dazu kommen Co-Trainer Markus Leitner, Sportwissenschaftlerin Johanna Hauhart und 1b-Trainer Ionel Mocea. Posch erwartet durch den Wechsel auch neue Reize im Trainingsalltag. „Wir haben einen neuen Coach, und der wird einiges neu machen“, sagt der Sektionsleiter.

Dass diese Arbeit nicht von heute auf morgen abgeschlossen sein wird, hängt auch mit den personellen Veränderungen zusammen. „Wir haben auch einen halbwegs großen Kaderumbruch“, so Posch. Verlassen haben die SPG Fabio Weissenberger in Richtung Rohrbach, Tobias Wollendorfer nach Oberneukirchen, die Kolm-Zwillinge Christoph und Julian zu Vorwärts Steyr, Verteidiger Julian Rechberger nach Bad Leonfelden und Verteidiger Konrad Walaszek nach Gallneukirchen, weiters Richard Kandler (St. Martin/M.) und Fabio Himmelbauer (Wartberg/Aist).

Auf der anderen Seite wurde der Kader in der Breite aufgefüllt. Neu dazugekommen sind David Challenger fürs Mittelfeld, Stürmer Ilke Demir, Verteidiger Manuel Hofer und Philip Wutzl, die Mittelfeldspieler Emirhan und Temirlan Isajew, Benjamin Krempl sowie Julian Peherstorfer und Oliver Peterseil für die Defensive. Die Liste zeigt, worum es in den nächsten Wochen gehen wird: Abläufe finden, Rollen verteilen und eine neue Hierarchie aufbauen.

Noch nicht komplett, aber der Kurs ist klar

Ganz sorgenfrei ist die personelle Lage ohnehin noch nicht. Toprak Galitekin arbeitet nach einer Knieverletzung am Comeback, Manuel Hofer befindet sich nach einer Achillessehnenverletzung im Aufbau, dazu steht auch Marko Tawdrous nach Kreuzbandverletzung vor der Rückkehr. Das macht die Vorbereitung zusätzlich anspruchsvoll, weil nicht vom ersten Tag an alle Optionen voll zur Verfügung stehen.

Trotzdem klingt Posch beim bisherigen Eindruck aus dem Sommer nicht alarmiert. „Der bisherige Verlauf ist zufriedenstellend“, sagt er. Mehr will man in Pregarten daraus derzeit auch gar nicht ableiten. Nach dem Wechsel im Trainerstab, mehreren Abgängen und einer langen Liste an Neuzugängen geht es zuerst darum, rasch eine funktionierende Mannschaft zu formen.

Die Zielsetzung ist daher bewusst bodenständig. Posch bringt sie in einem Satz auf den Punkt: „Zumindest nichts mit dem Abstieg zu tun zu haben.“ Nach einem Sommer des Umbaus wäre schon das ein wichtiger Schritt. Auf die SPG wartet damit keine Saison großer Ankündigungen, sondern eine, in der sich zeigen muss, wie schnell aus vielen neuen Einzelteilen wieder ein konkurrenzfähiges Team wird.