Spielberichte

"Für uns ist das ein gewonnener Punkt" – SV Bad Schallerbach 1b nimmt nach Rückstand und Führung ein 2:2-Remis mit

SPG St. Marienkirchen/Wallern 1c
Bad Schallerbach 1b

In der 2. Klasse West-Nord nahm der SV Bad Schallerbach 1b bei der SPG St. Marienkirchen/Wallern 1c ein 2:2-Remis mit, das Co-Trainer Thomas Grünauer als "gewonnenen Punkt" einordnete. Seine Mannschaft lag früh zurück, drehte die Partie nach der Pause sogar und musste sich am Ende doch mit einem Remis begnügen. Weil die Heimelf viele Chancen ungenutzt ließ und Sandro Nöbauer stark hielt, hatte der Zähler für die Gäste spürbar Gewicht.

Torwart in Scharz und Neonorange legt sich den Ball für einen Abstoß zurecht

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Früher Rückstand, aber Bad Schallerbach fand zurück

Aus Sicht von Thomas Grünauer begann die Partie für seine Mannschaft alles andere als ideal. Schon in der 4. Minute brachte Patrick Traussner die SPG St. Marienkirchen/Wallern 1c mit 1:0 in Führung, und der Trainer der Gäste haderte dabei vor allem mit der Entstehung. "Wir sind durch einen relativ blöden Freistoß, den wir eigentlich hätten verhindern können, 1:0 in Rückstand geraten", sagte Grünauer. Entscheidend war für ihn aber, dass die Heimelf aus diesem frühen Treffer nicht sofort noch mehr Kapital schlug. "St. Marienkirchen/Wallern hat es meiner Meinung nach verabsäumt, in eine Druckphase zu kommen", erklärte er. Genau das eröffnete dem SV Bad Schallerbach 1b die Chance, wieder in die Partie hineinzuwachsen. In der 23. Minute gelang dann Matthias Meindlhumer der Ausgleich zum 1:1 nach einer Top-Flanke von Ivan Matesic und mit diesem Treffer änderte sich aus Sicht der Gäste auch die Stimmung auf dem Platz. Grünauer formulierte es so: "Durch unseren Ausgleich haben wir wieder Mut und Kraft geschöpft." Dass die SPG St. Marienkirchen/Wallern 1c über weite Strecken mehr vom Spiel hatte, stellte er dabei gar nicht in Abrede. "St. Marienkirchen/Wallern hat sicher über weite Strecken das Spiel kontrolliert", sagte er, schob aber sofort nach, dass seine Mannschaft immer wieder "den einen oder anderen Nadelstich" setzen konnte. So ging es mit einem 1:1 in die Pause, obwohl die Spielanteile eher bei der Heimelf lagen.

Führung nach der Pause, dann fiel der Ausgleich

Direkt nach dem Seitenwechsel schlug der SV Bad Schallerbach 1b erneut zu und belohnte sich für seine Effektivität. In der 50. Minute traf Matthias Meindlhumer zum 2:1 für die Gäste, und Grünauer sprach offen aus, dass diese Führung für ihn nicht aus heiterem Himmel kam. "Wir gingen kurz nach der Halbzeit zu dem Zeitpunkt meiner Meinung nach auch nicht unverdient mit 2:1 in Führung", sagte er. Das passte aus seiner Sicht zum gesamten Auftritt seiner Mannschaft, die zwar nicht das Spiel kontrollierte, nach vorne aber immer wieder gefährlich blieb. Danach drückte die SPG St. Marienkirchen/Wallern 1c wieder stärker, konnte sich aber lange nicht belohnen. Grünauer sprach von "vier, fünf hochkarätigen Chancen", die der Gegner in der zweiten Halbzeit hatte, ohne den SV Bad Schallerbach 1b entscheidend zu treffen. Erst in der 63. Minute fiel das 2:2 durch Moritz Viehböck. Der Trainer der Gäste sah vor dem Eckball, der zum Ausgleich führte, zwar eine strittige Situation. "Das 2:2 war etwas bitter, weil ich glaube, davor eine Abseitsstellung gesehen zu haben", meinte er. Er wollte daraus aber kein großes Thema machen, denn unmittelbar danach räumte er auch ein: "Nichtsdestotrotz, der Eckball wurde dann schön verwandelt." Diskussionen um die Spielleitung wollte er insgesamt ohnehin nicht aufmachen. "Der Schiedsrichter war gut, er war unauffällig", sagte Grünauer, der dem Unparteiischen eine saubere Leistung bescheinigte.

Nöbauer stark, die Ordnung passt noch nicht immer

Warum es am Ende beim 2:2 blieb, beantwortete Grünauer sehr klar: Die Heimelf ließ zu viel liegen, und der SV Bad Schallerbach 1b stemmte sich mit großem Einsatz dagegen. "Die SPG St. Marienkirchen/Wallern 1c hat es nicht geschafft, die Großchancen zu verwerten, und ist auch an unserem tollen Tormann Sandro Nöbauer gescheitert", sagte er. Genau dieser Rückhalt war für ihn einer der wichtigsten Punkte am Freitagabend. Überhaupt hob er mehrere Mannschaftsteile hervor und blieb nicht beim Torhüter stehen. "Angefangen vom Tormann, bis hin zu unseren Flügelspielern, aber auch die Innenverteidigung, das hat definitiv gut geklappt", erklärte Grünauer. Dazu kam für ihn auch das Umschaltspiel, denn "wir konnten immer wieder den einen oder anderen schnellen Nadelstich setzen, waren auch vor dem Tor gefährlich". Gleichzeitig verschwieg er nicht, woran weiter gearbeitet werden muss. "Wo wir definitiv noch arbeiten müssen, ist die Abstimmung, dadurch, dass wir seit Beginn der Saison eine neu zusammengewürfelte Mannschaft sind", sagte der Trainer. Gerade deshalb fiel seine Gesamtbewertung deutlich positiv aus. "Von der kämpferischen Leistung meiner Mannschaft bin ich sehr zufrieden. Somit ist das ein gewonnener Punkt." Und er ergänzte noch einen Blick auf den Gegner: Die SPG sei "eine spielstarke Mannschaft", komme viel über die Flügel und werde für ihn "unter den Top Fünf der Liga" zu finden sein. Umso mehr Bedeutung hatte dieses Remis für die Gäste, die nach frühem Rückstand zurückkamen, zwischenzeitlich führten und am Ende mit einem Zähler heimfuhren, den Grünauer ausdrücklich als verdienten Ertrag eines hart erarbeiteten Auftritts wertete.

2. Klasse West-Nord: SPG St. Marienkirchen/Wallern 1c : B. Schallerbach 1b - 2:2 (1:1)

  • 63
    Moritz Viehböck 2:2
  • 50
    Matthias Meindlhumer 1:2
  • 23
    Sebastian Alejandro Rodriguez Contreras 1:1
  • 4
    Patrick Traussner 1:0