In der 2. Klasse West setzte sich die Union St. Johann am Walde am 22. Spieltag deutlich mit 6:0 gegen den SV Waldzell durch. Schon zur Pause stand es 4:0, am Ende blieb es beim halben Dutzend. Trainer Philipp Penninger sprach von einem Auftritt mit klarem Übergewicht: "Wir waren über neunzig Minuten dominant und hätten noch viel mehr Tore machen können." Sein Tenor nach dem Abpfiff: frühe Effizienz, viel Tempo über die Seiten und eine kompakte Vorstellung von hinten bis vorne.

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Die Hausherren erwischten einen Start nach Maß. Nach 13 Minuten eröffnete Tobias Knauseder mit dem 1:0, und St. Johann blieb am Drücker. Zwischen Minute 28 und 30 schnürte Julian Haslinger einen schnellen Doppelpack zum 2:0 und 3:0 – genau jene Phase, die das Spiel endgültig auf die Seite der Heimischen kippte. "Wir haben am Anfang eine sehr gute Chancenverwertung gehabt und sind aus den ersten Möglichkeiten 2:0 in Führung gegangen. Dann haben wir das Spiel kontrolliert", erklärte Penninger. Kurz vor der Pause legte Manfred Schrattenecker das 4:0 nach (41.), womit zur Halbzeit bereits klare Verhältnisse herrschten. Unmittelbar nach Wiederbeginn machte Haslinger mit seinem dritten Treffer das 5:0 (46.). Spät setzte Knauseder den Schlusspunkt zum 6:0 (80.).
Inhaltlich passte vieles zusammen, was der Trainer später detailliert beschrieb. "Wir sind sehr gut über die Seiten gekommen, haben unser Tempo und unsere Technik ausgespielt", so Penninger. Die Bälle wurden sauber verlagert, im Eins-gegen-eins suchten seine Spieler konsequent den Weg nach vorne, und vor dem Tor blieben sie eiskalt. "Es war eine sehr gute Leistung von hinten bis vorne. Wir haben hinten kompakt gestanden, im Mittelfeld die wichtigen Zweikämpfe gewonnen und einfach gespielt", sagte er und hob den Schlüssel hervor: "Die Kompaktheit und das schnelle Umschalten waren heute entscheidend." Dass mit Julian Haslinger ein Dreifachtorschütze glänzte und Tobias Knauseder doppelt traf, passte zum Bild einer Mannschaft, die sich viele Chancen erspielte und diese konsequent nutzte. "In Summe hätten wir durchaus zweistellig treffen können", meinte Penninger, ohne abzuheben – eher als nüchternes Fazit eines sehr runden Auftritts.
Trotz des klaren Ergebnisses fand Penninger auch Worte für den Gegner. "Waldzell ist aktuell sehr verletzungsgeschwächt und hat mit einer jungen Mannschaft gespielt", sagte er und ordnete ein: "Die Leistung war nicht berauschend, aber das ist wohl den vielen Ausfällen geschuldet." Positiv fiel sein Blick auf den Schiedsrichter aus: "Der Schiedsrichter hatte das Spiel sehr gut im Griff, es war nichts Strittiges. Ich glaube, es gab nicht einmal eine Gelbe Karte. Genau so stellt man sich das vor."
Laut der aktuellen Ligaportal-Tabelle liegt St. Johann/Walde auf Rang 5 mit 30 Punkten, Waldzell hält Rang 8 bei 29 Zählern. Für St. Johann bleibt nach diesem 6:0 vor allem die Erkenntnis, dass Kompaktheit, Tempo über die Flügel und klare Abschlüsse auch in den nächsten Runden der richtige Weg sein dürften.