Im Spitzenspiel der 2. Klasse West setzte sich der SV Schildorn gegen den SV Pram mit 2:0 durch. Vor der Pause hatte der Tabellenführer die besseren Chancen, ein gehaltener Elfmeter hielt die Heimelf jedoch im Spiel. Kurz vor der Halbzeit traf Momir Tuvaljevic zur Führung, spät legte Lukas Reiter per Konter nach. Trainer Sebastian Alexander Strasser stellte nach dem Abpfiff die starke Torhüterleistung heraus und lobte die Leidenschaft seiner Mannschaft, die sich den Dreier erarbeitete.

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Die ersten 45 Minuten gehörten in Summe dem Favoriten, doch Schildorn überstand die heiklen Momente. „Es war ein rassiges Spiel mit Momenten auf beiden Seiten“, sagte Coach Sebastian Alexander Strasser und schob nach: „Pram war in der ersten Halbzeit die gefährlichere Mannschaft.“ Der Schlüssel: der Mann zwischen den Pfosten. „Unser Tormann hat einen Elfer gehalten und auch ein Eins-gegen-eins entschärft.“ Gemeint war Keeper Philip Riepl, der seine Elf im Spiel hielt. Offensiv blieb Schildorn aber dran – und schlug genau im richtigen Moment zu. In Minute 42 stellte Momir Tuvaljevic auf 1:0. Strasser schilderte die Entstehung als klassisch simpel und sauber: ein weiter Abschlag, Stürmer Norbert Major behauptete sich halblinks im Duell, legte zur Mitte – und Tuvaljevic verwertete eiskalt. So ging es mit einer knappen, aber nicht unverdienten Führung in die Kabinen.
Nach dem Seitenwechsel bekam Schildorn mehr Zugriff. „Wir haben uns in der Halbzeit gut angepasst und dann wenig zugelassen“, erklärte Strasser. Ganz ohne Zittern ging es trotzdem nicht: Pram blieb mit seiner Offensivwucht gefährlich und traf bei einem direkten Freistoß die Stange. Von einem klaren Momentum wollte der Coach lange nichts wissen: „In so einem Topspiel kannst du nie sagen, das Spiel kippt in eine Richtung. Mit dem 2:0 war dann klar, dass wir uns das nicht mehr nehmen lassen wollen, aber bis dahin war es komplett offen.“ Den Deckel machte schließlich Lukas Reiter drauf: In der 82. Minute nutzte Schildorn eine Kontersituation zum 2:0. „Das war die Entscheidung – eine super Einzelleistung von unserem Youngster, der den Tormann umkurvt und eingeschoben hat“, so Strasser. Damit war die Partie entschieden, der Rest war kontrolliertes Heimbringen des Ergebnisses.
In seiner Analyse hob Strasser vor allem die Haltung seiner Truppe hervor. „Wir haben extrem leidenschaftlich agiert, viel Mentalität gezeigt. Die Jungs haben heute wirklich alles abgerufen, körperlich eine extreme Leistung. Der Teamspirit war enorm.“ Gleichzeitig blieb er ehrlich, denn Chancen auf das dritte Tor waren da: „Wir hätten die eine oder andere Kontersituation in der zweiten Halbzeit besser zu Ende spielen können, dann kannst du früher die Entscheidung treffen.“ Zum Gegner fand er klare Worte des Respekts: „Pram hat unglaubliche Wucht im Offensivdrittel. Sie spielen viele Chipbälle auf den Stürmer, der sichert, und über den zweiten Ball geht es sofort in die Tiefe. Das kannst du nicht immer verteidigen, da musst du hellwach sein.“ Auch das Schiedsrichterteam war Thema: „Der Unparteiische hat das Spiel hart laufen lassen, das war in Ordnung.“ Am Ende überwog die Freude: „Der Jubel war natürlich groß, weil wir sehr viel investiert haben. Unsere Torhüterleistung war heute speziell entscheidend und richtig stark.“ Im engen Spitzenrennen – Pram, Aspach/Wildenau und Schildorn liegen dicht beisammen – war dieser Heimsieg ein dicker Fingerzeig, dass Schildorn weiter voll dabei ist.