In der 2. Klasse West teilten sich SPG Friedburg/Pöndorf 1b und SV Schildorn die Punkte: 2:2 nach intensiver Partie. Nach torloser erster Hälfte brachte Lukas Jigalov die Hausherren in Front, Schildorns Martin Stockinger drehte per Doppelschlag – laut Coach zwei Strafstöße. In Minute 90+2 hielt Sebastian Berner die Nerven und sicherte den späten Ausgleich. Trainer Franz Rudinger sprach von einer starken Einheit und konnte mit dem Remis gut leben.

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Das Spiel startete ohne großes Abtasten, aber lange ohne klare Chancen. Franz Rudinger beschrieb die ersten 45 Minuten als Duell auf Augenhöhe: „Die erste Halbzeit war ziemlich ausgeglichen mit wenig Chancen. Es war eine sehr intensive, zweikampfgeprägte und schnelle, aber faire Partie.“ Beide Teams stellten die Räume gut zu, niemand öffnete leichtfertig die Tür. „Beide Mannschaften haben gut gegen den Ball gearbeitet und wenig zugelassen“, so der Friedburg/Pöndorf-Trainer. Entsprechend stand zur Pause das 0:0 – ein Zwischenstand, der das Geschehen am Rasen gut traf. Viel Laufarbeit, viele Duelle, aber kaum Gelegenheiten: Wer hier in Führung gehen wollte, musste nach der Pause noch eine Schippe drauflegen und die wenigen Momente vor dem Tor konsequenter zu Ende spielen.
Genau das gelang den Hausherren unmittelbar nach Wiederbeginn: In der 46. Minute vollendete Lukas Jigalov einen guten Angriff zum 1:0. „Beim Führungstreffer hatten wir bei der Flanke ein bisschen Glück, und unser Stürmer hat eiskalt abgeschlossen“, erzählte Rudinger. Die Antwort der Gäste ließ nicht lange auf sich warten. Martin Stockinger glich in der 50. Minute aus und traf in Minute 86 erneut zum 1:2. Aus Sicht von Rudinger fielen beide Schildorner Treffer vom Punkt: „Die beiden Tore von Schildorn waren zweimal Elfmeter. Man kann diskutieren, aber wahrscheinlich waren beide gerechtfertigt.“ Friedburg/Pöndorf 1b blieb jedoch hartnäckig und schlug in der Nachspielzeit zurück: Sebastian Berner traf in Minute 90+2 zum 2:2. „Wenn man so spät noch den Ausgleich schießt, muss man zufrieden sein“, sagte der Coach, der den Lucky Punch als Lohn für viel Arbeit verstand.
In seiner Analyse rückte Rudinger klar die Teamleistung in den Vordergrund. „Gut funktioniert hat die geschlossene Mannschaftsleistung. Obwohl wir wieder zwei sehr frühe Verletzungen hatten und wechseln mussten, hat sich die Mannschaft als Einheit präsentiert“, betonte er. Gegen einen starken Gegner sei genau das der Schlüssel gewesen: „Gegen einen sehr guten Gegner hat sich unsere Mannschaft gewehrt und dagegen gestellt.“ Gleichzeitig verteilte er Anerkennung an die Gäste: „Schildorn ist eine sehr gute Mannschaft, die nicht umsonst da vorne steht.“ Er sah die Gäste nach dem Seitenwechsel mit Möglichkeiten: „In der zweiten Halbzeit haben sie gute Chancen ausgelassen, stellenweise ein bissl fahrlässig.“ Zur Regelauslegung blieb Rudinger gelassen: „Der Schiedsrichter hat gepasst.“ Und zur Stimmung: „Es war im Großen und Ganzen eine faire Partie, ein paar Nickeligkeiten, aber nix Dramatisches.“ Sein Fazit fiel bodenständig aus: „Im Großen und Ganzen war Schildorn vielleicht doch ein bissl die bessere Mannschaft, aber wir sind mit dem 2:2 sehr zufrieden. Unser Ziel war, den Favoriten zu ärgern.“ Für Friedburg/Pöndorf 1b, aktuell stabil im oberen Mittelfeld, ist dieser späte Zähler gegen den Tabellendritten ein wertvoller Punkt.