In der 2. Klasse West setzte sich die SPG Obernberg / Ort auswärts bei der Union St. Johann am Walde klar mit 6:2 durch. Nach einem 2:2 zur Pause legten die Gäste direkt nach dem Wiederanpfiff los und entschieden die Partie mit einem starken Auftritt im zweiten Durchgang. Trainer Denis Memisevic brachte es auf den Punkt: „Unsere Offensive war heute der Unterschied.“ St. Johann führte zweimal, doch Obernberg fand Antworten – erst kurz vor der Pause, dann eiskalt nach dem Seitenwechsel.

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Der Auftakt gehörte den Hausherren: Jonas Salhofer stellte in Minute 12 auf 1:0. Obernberg hatte laut Trainer schon zuvor gute Möglichkeiten, blieb aber zunächst ohne Ertrag. „Die erste Halbzeit war knapp. Wir hatten in den ersten zehn, fünfzehn Minuten zwei große Chancen, haben sie aber nicht genutzt. Der Gegner hat das ausgenutzt und wir waren zweimal hinten“, sagte Memisevic. Mario Sommer glich in der 27. Minute zum 1:1 aus, doch St. Johann antwortete prompt – Tobias Knauseder traf in der 31. Minute zum 2:1. In einer offenen, umkämpften Phase suchten die Gäste weiter den Weg nach vorne und wurden spät belohnt: In der Nachspielzeit der ersten Hälfte (45.+1) drückte Petr Palenik den Ball zum 2:2 über die Linie. „Gott sei Dank haben wir in der letzten Minute vor der Pause das Tor gemacht“, so der Coach, der von einem Kopfball sprach und den Zeitpunkt als wichtig für die Kabine wertete.
Mit Beginn der zweiten Hälfte legten die Gäste sofort zu. „Gleich nach dem Wiederanpfiff, in der 47. Minute, haben wir wieder getroffen. Das war ganz wichtig“, erklärte Memisevic. Torschütze war Marco Gebhartl, der auf 3:2 stellte und die Richtung vorgab. Obernberg blieb am Drücker, setzte das hohe Pressing durch und nutzte die Chancen abgeklärt. Sommer erhöhte in der 52. Minute auf 4:2, Josip Grebenar machte in der 67. Minute den Deckel drauf, ehe Palenik nur eine Minute später (68.) den Endstand von 6:2 fixierte.
„In der zweiten Halbzeit haben wir die Chancen ausgenutzt. Die vier Tore nach der Pause waren genug. Die Mannschaft war fit und hat das umgesetzt, was wir in der Halbzeit besprochen haben“, sagte der Trainer zufrieden. Zugleich vergaß er den Gegner nicht: „St. Johann war in der ersten Halbzeit fleißig und giftig. Nach der Pause hat das schnelle Tor vieles entschieden.“
Aus Obernberger Sicht stach die gesamte Offensivachse heraus: Sommer mit zwei Treffern, Palenik mit einem Doppelpack, dazu Gebhartl und Grebenar – die Gäste nutzten ihre Möglichkeiten nach der Pause eiskalt. Memisevic hob die Arbeit gegen den Ball und die Laufbereitschaft hervor: „Wir haben kompakt gestanden, gut nach vorne gepresst, jeden Zweikampf und die zweiten Bälle gewonnen. Das war entscheidend.“ Auch der Schiedsrichter bekam Lob: „Von zehn Punkten gebe ich dem Schiedsrichter neun. Er hat das super gemacht.“
Die Stimmung in der Kabine beschrieb der Coach als gelöst – kein Wunder nach einem Auswärtssieg in dieser Höhe. „Ich bin stolz auf meine Mannschaft, das ist der siebte Sieg in Folge“, sagte er und blickte auf die letzte Runde: „Wir haben noch ein Spiel. Wir wollen die drei Punkte zuhause lassen und dann eine schöne Abschlussfeier dranhängen.“