Zum Auftakt der 2. Klasse West hat der SV Grün-Weiß Zell/Pettenfirst gegen die Union Polling einen klaren 6:1-Heimsieg gefeiert. Obwohl die Gäste mit ihrem ersten Torschuss in Führung gingen, verlor die Mannschaft nie den Faden. Sportchef Jakob Kaltenbrunner sprach danach von einer Partie, die "eigentlich immer in unseren Händen" gewesen sei.

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Der Endstand klingt deutlich, ganz ohne kleinen Haken war der Nachmittag für den Liga-Neuling aber nicht. Union Polling ging in der 18. Minute durch Armin Plavulj mit 1:0 in Führung, obwohl die Hausherren laut Jakob Kaltenbrunner bis dahin schon klar mehr vom Spiel hatten. Der Sportliche Leiter beschrieb den Beginn so: "Wir haben stark angefangen. Die Torchancen lagen klar auf unserer Seite, dann haben wir durch den ersten Torschuss der Gegner leider einen Gegentreffer kassiert." Genau dieser frühe Nackenschlag brachte die Mannschaft aber nicht aus dem Tritt. Schon zwei Minuten später stellte Florian Wenninger auf 1:1, und damit war aus Sicht der Heimischen rasch wieder Ordnung in der Partie.
Mit dem schnellen Ausgleich im Rücken bekam SV Grün-Weiß Zell am Pettenfirst die Begegnung wieder klar auf seine Seite. Kaltenbrunner sagte danach sehr deutlich, dass er nie das Gefühl hatte, die Partie könnte kippen: "Eigentlich von Anfang an. Die Partie war immer in unseren Händen. Das Gegentor hat uns nicht aus der Fassung gebracht." Diese Einschätzung deckte sich auch mit dem weiteren Verlauf. In der 35. Minute brachte Albion Krasniqi die Heimischen mit 2:1 nach vorne, sechs Minuten später erhöhte Simon Lechner auf 3:1. Bis zur Pause war damit nicht nur das Ergebnis gedreht, sondern auch der Eindruck gefestigt, dass SV Grün-Weiß Zell am Pettenfirst die Begegnung kontrollierte und Union Polling kaum mehr in die Partie kommen ließ.
Entscheidend für den klaren Heimsieg war dann, dass SV Grün-Weiß Zell am Pettenfirst nach der Führung nicht verwaltete, sondern weiter nachlegte. Genau das hob Kaltenbrunner nach dem Spiel besonders hervor: "Der Zusammenhalt, das ständige Nachdrücken und auch beim 2:1 und 3:1 immer noch weiterzuspielen und die Tore zu machen." Diese Haltung zeigte sich nach Wiederbeginn sehr deutlich. Simon Lechner traf in der 53. Minute zum 4:1, Florian Wenninger erhöhte nur vier Minuten später auf 5:1, und in der 67. Minute stellte Roman Steinberger den 6:1-Endstand her. Aus einem kurzen Rückstand wurde so ein ganz klarer Auftakterfolg, bei dem die Heimischen ihre Überlegenheit mit jedem weiteren Treffer auch auf der Anzeigetafel sichtbar machten.
Entsprechend zufrieden fiel die Analyse des Sportlichen Leiters aus, wobei er den Sieg vor allem als Gemeinschaftsleistung einordnete. "Die mannschaftliche Leistung war top. Es haben alle Spieler zusammen gut funktioniert. Jeder hat Einsatz gezeigt und wir waren als Mannschaft und als Einheit heute sehr gut am Platz", sagte Kaltenbrunner. Gleichzeitig wollte er den Auftaktsieg nicht größer machen, als er zu diesem frühen Zeitpunkt der Saison sein kann. "Wir dürfen uns jetzt nicht auf dem Erfolg ausruhen, sondern müssen weiter an uns arbeiten", hielt er fest. Über die Union Polling wollte er nach der ersten Runde bewusst noch kein großes Urteil abgeben und betonte stattdessen die eigene Linie: "Wir schauen nur auf uns, sind zufrieden mit der Leistung im ersten Spiel und schauen, dass wir die nächsten Wochen daran anknüpfen." Dass es laut Kaltenbrunner zudem nur wenige strittige Szenen gab und Schiedsrichter Laimer "kein schweres Arbeiten" hatte, passte zu einem Nachmittag, an dem die Grün-Weißen nach einem kurzen Rückschlag rasch das Kommando übernahmen und den Start in die neue Saison eindrucksvoll gestalteten.