Zum Saisonauftakt der 2. Klasse West hat die Union St. Johann/Walde beim UFC Mettmach mit 2:1 gewonnen. Trainer Philipp Penninger sah eine starke erste Halbzeit seiner Mannschaft, die sich mit Treffern von Jakob Berer und Tobias Knauseder früh belohnte. Nach der Pause wurde die Partie deutlich zerfahrener, trotzdem brachten die Gäste den Vorsprung über die Zeit und starteten mit einem verdienten Auswärtssieg in die Saison.

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Für Philipp Penninger war vor allem der Beginn seiner Mannschaft der Schlüssel zu diesem Auftaktsieg. „Wir sind sehr gut ins Spiel gekommen, waren eigentlich spielbestimmend in der ersten Halbzeit“, sagte der Trainer der Union St. Johann am Walde nach der Partie. Diese Einschätzung deckte sich auch mit dem Spielverlauf, denn die Gäste setzten früh die ersten Akzente und gingen in der 12. Minute in Führung. Jonas Salhofer spielte dabei den Steckball auf Jakob Berer, der zum 0:1 traf. Nur sechs Minuten später legte Union St. Johann am Walde nach, als Tobias Knauseder einen direkten Freistoß aus rund 30 Metern zum 0:2 verwandelte. Penninger sprach beim zweiten Treffer von einem „absoluten Traumtor“ und sah seine Mannschaft auch danach weiter am Drücker. Zur Pause stand damit ein verdientes 0:2 aus Sicht des UFC Mettmach.
Ganz zufrieden war Penninger mit den zweiten 45 Minuten aber nicht, auch wenn am Ende die drei Punkte mit nach Hause gingen. Der Trainer meinte, dass sein Team nach der Pause nicht mehr richtig in den eigenen Rhythmus gefunden habe. „In der zweiten Halbzeit sind wir nicht mehr wirklich ins Spiel gekommen“, sagte er und verwies dabei vor allem auf die vielen Unterbrechungen. Penninger sprach von einer sehr harten Gangart des UFC Mettmach und hatte den Eindruck, dass der Spielfluss seiner Mannschaft dadurch immer wieder gebrochen wurde. „Ein bisschen eine klarere Linie hätte der Schiedsrichter durchaus ziehen können“, formulierte er seine Sicht auf die Partie, ohne dem Unparteiischen grundsätzlich einen Vorwurf zu machen. Gefährlich wurde der UFC Mettmach nach seiner Einschätzung dennoch nur selten, wirklich zwingende Offensivaktionen sah Penninger nicht. Spannend blieb es trotzdem bis in die Nachspielzeit, weil Simon Knauseder in der 97. Minute noch auf 1:2 verkürzte.
Dass es am Ende überhaupt noch einmal knapp wurde, hatte aus Sicht des Trainers auch mit der eigenen Chancenverwertung zu tun. Penninger machte klar, dass die Union St. Johann am Walde das Spiel früher hätte entscheiden können. „In solchen Partien müssen wir früher den Deckel draufmachen, dass wir das 3:0 und 4:0 nachlegen“, sagte er. Möglichkeiten dafür waren nach seiner Schilderung vorhanden, denn neben den beiden Toren hatte seine Mannschaft noch weitere gute Chancen. Einmal landete der Ball an der Stange, dazu gab es noch zwei Situationen im Eins-gegen-eins mit dem Tormann, die nicht genutzt wurden. Genau dort sah Penninger auch den Hebel für die nächsten Wochen. Wenn die Gäste ihre Umschaltmomente sauberer fertig spielen, dann müssen sie sich ein Spiel wie dieses am Ende nicht unnötig schwer machen.
Trotz aller Kritikpunkte zog Penninger unter den Strich ein positives Fazit. „In Summe ein verdienter Sieg von uns, eine gute Leistung“, sagte der Trainer nach dem Schlusspfiff. Gleichzeitig betonte er, dass seine Mannschaft noch in vielen Bereichen Luft nach oben habe, vor allem bei der Genauigkeit im Passspiel und im Ausspielen guter Kontersituationen. Interessant war auch sein Blick auf den Gegner. „Der Gegner war stärker, als ich erwartet habe“, meinte Penninger über den UFC Mettmach und hob die guten Einzelspieler sowie die unangenehme Spielweise hervor. Für "Saiga Hans" ist dieser 2:1-Erfolg zum Auftakt damit ein gelungener Start in die neue Saison. Die Punkte sind eingefahren, die erste Halbzeit macht Mut, und gleichzeitig ist klar, woran in den nächsten Einheiten gearbeitet werden muss.