In der 2. Klasse West hat der UFC Mettmach am Sonntagnachmittag ein wildes 4:3 bei der Union Polling geholt und dabei einen 0:2-Rückstand gedreht. Trainer Merkle sprach nach dem Spiel von einem verdienten Sieg, obwohl seine Mannschaft anfangs große Probleme hatte. Entscheidend war aus seiner Sicht die Phase nach der ersten Trinkpause, in der der UFC die Kontrolle übernahm und immer wieder eine Antwort fand.
Der Start gehörte klar den Gastgebern. Union Polling überraschte UFC Mettmach nach Aussage von Merkle mit einer starken Anfangsphase und lag nach Treffern von Philipp Badegruber in der 16. und 19. Minute schnell 2:0 vorne. „Wir haben die Partie vielleicht ein bisschen verschlafen. In den ersten Minuten sind wir gar nicht reingekommen“, sagte der Trainer von UFC Mettmach. Der Anschlusstreffer fiel dann genau in jener Phase, die er als Wendepunkt nannte: Simon Pillichshammer traf in der 23. Minute zum 2:1, laut Beschreibung mit einem Volleyschuss aus rund 18 Metern direkt ins Kreuzeck. Danach wurde UFC Mettmach griffiger. „Wir müssen mehr in die Zweikämpfe gehen, härter sein und den Ball flach halten“, gab Merkle seiner Mannschaft mit. Noch vor der Pause stellte David Stastny in der 44. Minute auf 2:2, und spätestens da war UFC Mettmach endgültig in dieser Partie angekommen.
Mit dem Ausgleich unmittelbar vor dem Seitenwechsel war für UFC Mettmach vor allem eines zurückgekehrt: der Glaube an die Partie. Merkle formulierte es deutlich: „Da war das Momentum sicher bei uns.“ Auch nach der Pause sah er UFC Mettmach zunächst gut im Spiel, ehe Union Polling durch Michael Achleitner in der 59. Minute neuerlich vorlegte. Dass UFC Mettmach darauf wieder eine Antwort fand, wertete der Trainer als ganz wichtigen Teil dieses Auswärtssieges. David Stastny traf in der 67. Minute zum 3:3 und schnürte damit seinen Doppelpack. „Wir haben nie aufgegeben und nie den Kopf hängen lassen“, sagte Merkle. Gerade dieses ständige Zurückkommen nach jedem Rückstand sei für ihn das A und O gewesen. Dazu kam, dass UFC Mettmach nach seiner Einschätzung ab der Trinkpause mehr Chancen hatte und hinten nicht mehr viel zuließ.
Die Entscheidung fiel schließlich spät, aber sie passte genau zur Sicht von Merkle auf dieses Spiel. In der 89. Minute machte Antonio Cvetkovski das 4:3 für den UFC Mettmach, nachdem der Ball bei einem Schuss noch abgefälscht worden war. „Das war dann der Lucky Punch zum Schluss“, sagte Merkle, schob aber sofort nach, dass der Sieg für ihn trotzdem verdient gewesen sei. Seine Begründung war eindeutig: „Wir wollten einfach mehr.“ Gleichzeitig fand er auch anerkennende Worte für die Union Polling. „Polling hat es nicht schlecht gemacht. Die ersten 20 Minuten waren wir direkt überrascht, dass die Union so gut war“, sagte er. Beim Gegner habe er Ruhe am Ball gesehen und auch einige Halbchancen, ohne dass die Pollinger ganz zwingend geworden sei. Luft nach oben sieht der Trainer bei seiner eigenen Mannschaft trotzdem genug: „Wir dürfen den Anfang nicht immer verschlafen, müssen von Beginn an mehr in die Zweikämpfe gehen und in der Defensivarbeit besser zusammenhalten.“ Dass es daneben keine Aufregung gab, sprach er ebenfalls an: „Schiedsrichter Kugler hat alles im Griff gehabt und das gut gemacht.“ Mit dem 4:3 steht der UFC nach zwei Runden bei drei Punkten und nimmt vor allem die Erkenntnis mit, dass sich die Mannschaft auch nach Rückschlägen nicht aus der Bahn bringen ließ.